Stadt und Land zusammen

Das Projekt

„Gutes Essen für alle: Stadt und Land zusammenbringen – Informationsveranstaltung & Best Practice Präsentation“

Seit 26 Jahren engagiert sich UnternehmensGrün für den Umwelt- und Verbraucherschutz, für die nächsten Generationen (Bildung für Nachhaltige Entwicklung), für regionale Wirtschaftsstrukturen und für nachhaltiges Wirtschaften in Stadt und Land. Nachhaltige Landwirtschaft, gentechnikfreie Produktion auf dem Acker und gesunde Ernährung der Menschen sind zentrale Themen für den gemeinnützigen Verein mit Sitz in Berlin. UnternehmensGrün engagiert sich gemeinsam mit weiteren Akteuren für eine faire Lebensmittelproduktion (u.a. im Netzwerk gerechter Welthandel).

Mit Blick auf das zentrale Thema in Berlin „Stadt und Land zusammenbringen“ gibt es inzwischen eine Reihe von Initiativen, die wichtige Projekte angeschoben haben: die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V., die Aktivitäten der Markthalle 9, die Einzelbetriebe, die Solidarische Landwirtschaft umsetzen oder der Ernährungsrat Berlin. Nach den erfolgreichen Modellen in anderen Regionen des Bundesgebiets soll nun auch für die Metropolregion eine Regionalwert AG gegründet werden. Die Regionalwert AG kann mithilfe von Bürgeraktien regionale Betriebe entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette unterstützen.

Ausgewählte Ideen möchte UnternehmensGrün gern in der breiten Öffentlichkeit und vor allem in der Berliner Wirtschaft stärker bekannt machen: Bauernhöfe, Lebensmittelhandwerk, Handel und Gastronomie – hier besteht die konkrete Chance, Stadt und Land zusammenzubringen. Insgesamt möchte UnternehmensGrün über Möglichkeiten informieren, wie ein von Bürger_innen getragener Regionalverbund für ökologische und sozial nachhaltig produzierte Lebensmittel aussehen kann. Für eine neue Ernährungspolitik sind gerade auch lokale und regionale Absatzwege wichtig. Mit dem Ziel, dass Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Betriebe und gute Lebensmittel in der Region bleiben.

Die Veranstaltung zum Projekt

„Gutes Essen für alle: Stadt und Land zusammenbringen“

WANN: 5.12.2018, 17 – 21:00 Uhr

WO: betahaus Pop Up Location, Köpenicker Straße 154 A, 10997 Berlin

Im Rahmen der Veranstaltung werden verschiedene Best Practice Ansätze vorgestellt, die Berlin und Brandenburg beim Thema Landwirtschaft & Ernährung zusammenbringen. Dazu gibt es regionale Produkte zur Verkostung auf dem kulinarischen Probierfeld und jede Menge Vernetzung und gute Gespräche.

Wir hoffen, Multiplikatoren im städtischen Raum für ihr Engagement für die regionale Lebensmittelerzeugung zu gewinnen.

Kurzvita der Speaker_innen der Veranstaltung:

Timo Kaphengst ist diplomierter Landschaftsökologe und als selbständiger Berater für soziale Innovationen tätig. Er war 10 Jahre in der Nachhaltigkeitsforschung und Politikberatung am Ecologic Institut in Berlin tätig und von 2014 bis 2016 im Finanzvorstand der Uferwerk Genossenschaft. Seit April 2016 ist er Sprecher des Ernährungsrates von Berlin. Timo hat sich für den Aufbau der Regionalwert AG Berlin Brandenburg engagiert und 2018 zusammen mit Jochen Fritz den dortigen Vorstand übernommen.

Michael Wimmer ist studierter Landschaftsökologe. Nach über zweijährigem Ehrenamt hat er 2007 die Geschäftsführung der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. (FÖL) als Hauptamt übernommen. FÖL setzt sich mit seinem bundesweit einmaligen Verein auf verschiedenste Art für mehr Bio in Stadt und Land ein. Seit 2013 ist Michael Sprecher des Aktionsbündnisses Agrarwende Berlin-Brandenburg und gewann hier 2016 das bundesweit erste Volksbegehren zu einem Agrarthema. Im Sommer diesen Jahres hat Michael zudem die Rolle des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Regionalwert AG Berlin-Brandenburg übernommen. Außerdem kandidiert er aktuell für den Vorstand bei der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin.

Laure Berment leitet seit vier Jahren das Sozialunternehmen Marktschwärmer in Deutschland. Marktschwärmer schafft mit einer digitalen Plattform direkte Vertriebswege für regionale Erzeuger und ermöglicht Kunden Zugang zu frischen, regionalen Produkten. Beim wöchentlichen Markttreff (die “Schwärmerei”) treffen sich Erzeuger und Kunden zum Waren- und Informationsaustausch. Die Erzeugerbetriebe bringen dorthin nur das mit, was vorher online bei ihnen bestellt wurde.
Marktschwärmer ist ein europäisches Netzwerk, das 2011 in Frankreich gestartet wurde. In Deutschland gibt es etwa 40 Standorte und rund 70 weitere in Gründung, in Europa über 1100.

Christian Heymann hat seit seiner Ausbildung zum Landwirt auf verschiedenen Bio-Betrieben in ganz Deutschland gearbeitet und dort verschiedene Modelle der Bewirtschaftung und Vermarktung kennengelernt. Seit 2013 ist er Geschäftsführer von Speisegut, dem Landwirtschafts- und Gemüsebaubetrieb in Gatow, den er vor allem als Solidarische Landwirtschaft betreibt. Der Betrieb wurde vom Bundeslandwirtschaftsministerium zum „Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau“ ernannt. Auch im Ernährungsrat Berlin ist Christian als Sprecher aktiv. (ohne Bild)

Anne-Kathrin Kuhlemann ist Social Entrepreneur für FoodTech. Sie arbeitete im GENISIS Institut zusammen mit Prof. Muhammad Yunus und ist Co-Founderin der BE Solutions & Blue Systems Design GmbH. Als Lehrbeauftragte an der Hochschule in Münster leitet sie Seminare zu „Social Business, CSR & Social Entrepreneurship“ und als Geschäftsführerin von Stadtfarm, der TopFarmers GmbH, ein Unternehmen der BE Food AG, geht es ihr aktuell um die Entwicklung von „smart urban farming“ Lösungen.

Gundula Oertel ist freie Journalistin und Autorin. Agrar- und Ernährungspolitik gehören dabei zu ihren Spezialgebieten. Ihr erstes Buch (mit V. Thurn) trug den Titel “Taste the Waste –Rezepte und Ideen für Essensretter“. Sie hat den Ernährungsrat Berlin mitgegründet und ist dort als eine seiner gewählten Sprecher_innen aktiv. Kürzlich erschien „Genial lokal. So kommt die Ernährungswende in Bewegung“ (mit C. Pohl und V. Thurn). Das Buch setzt sich mit den Voraussetzungen für die zukunftsfähige Transformation von Ernährungssystemen auseinander und dient zugleich als Leitfaden für die Gründung von Ernährungsräten.

Das Projekt „Gutes Essen für alle: Stadt und Land zusammenbringen – Informationsveranstaltung & Best Practice Präsentation“ wird gefördert durch das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung.

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