Entrepreneurs For Future

Entrepreneurs For Future wurde im März 2019 von sechs Verbänden gemeinsam initiiert. Die branchenübergreifende Wirtschaftsinitiative setzt sich für mehr Klimaschutz in der Wirtschaft und striktere politische Rahmenbedingungen für den Umweltschutz ein. Mit ihren acht Forderungen solidarisieren sich die Entrepreneurs For Future mit den Fridays For Future-Demonstrationen. Die Liste der unterzeichnenden Unternehmen wächst stetig weiter und setzt sich zusammen aus Unternehmen aus allen Branchen und Größen. Sie reicht von Öko-Pionieren, über junge Start-Ups bis hin zu den klassischen Mittelstandsunternehmen oder Großkonzernen.

Die Vernetzung läuft vor allem über regionale Vernetzungstreffen, die von Unterzeichner*innen mit Unterstützung von Entrepreneurs For Future organisiert werden können. Thematische werden vor allem Inhalte bearbeitet, die sich beispielsweise mit Klimaschutz im Unternehmen, praktikablen Umsetzungstipps oder der Organisation von Demonstrationen und Aktionen beschäftigen. Mediale Aufmerksamkeit erregte Entrepreneurs For Future als die Initiative am bei der gloabeln #AlleFürsKlima-Demonstration am 20.09.2019 tausende Unternehmerinnen und Unternehmer zum Streik in verschiedenen deutschen Städten mobilisieren konnte.

Die acht Forderungen der Entrepreneurs For Future beziehen sich auf die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und setzen sich aus folgenden Bausteinen zusammen:

  1. Eine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung für alle Sektoren. Investitionen werden so in eine kohlenstoffarme Infrastruktur, Technologien und Produkte gelenkt.
  2. Energiewende beschleunigen. Schneller, gesetzlich verankerter Kohleausstieg im Einklang mit den deutschen Klimaschutzzielen. Eine Energieeffizienzstrategie zur Verankerung von Efficiency First, Steuerförderung für Gebäudesanierungen sowie ein ambitioniertes Gebäude­energiegesetz mit Vorbildrolle der öffentlichen Hand. Deutschland, Europa und die Welt können technisch zu 100% aus erneuerbaren Energien versorgt werden.
  3. Divestment und Abschaffung klimaschädlicher Subventionen bis zum Jahr 2025. So haben es Deutschland und die anderen G7-Staaten beschlossen.
  4. Eine Mobilitätswende, die auf Verkehrsvermeidung, öffentlichen Verkehr, umwelt­freundliche und geteilte Verkehrsmittel sowie CO2-freie Antriebssysteme setzt. Wir brauchen die Besteuerung des Flugverkehrs (Kerosinsteuer) und reduzierte Umsatzsteuern auf öffentliche Verkehrsmittel im Nah- und Fernverkehr sowie auf Produkte und Dienstleistungen des Radverkehrs.
  5. Eine Agrar- und Ernährungswende. Die Subventionspolitik in der Landwirtschaft und die Rahmenbedingungen für die Ernährungswirtschaft müssen in Einklang mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung stehen – und mit wirksamen Maßnahmen wie der Ausdehnung einer ökologischen und klimaschonenden Landwirtschaft und der Förderung entsprechender Ernährungs- und Konsumstile unterstützt werden.
  6. Kreislaufwirtschaft forcieren. In der Regel ist die Nutzung von Sekundärrohstoffen der Nutzung von Primär­rohstoffen überlegen, da sie mit weniger Energieaufwand hergestellt werden können und auf geringere Transportwege angewiesen sind. Rücknahme-, Recycling-, Wieder­verwertungs­quoten müssen nicht nur gesetzt, sondern auch durchgesetzt werden.
  7. Aufbau eines Klima-Innovationsfonds für etablierte Unternehmen und Startups, die innovative Lösungen für die Steuerung/ Bewältigung der Klimakrise realisieren.
  8. Ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, das eine dekarbonisierte Wirtschaft im Einklang mit dem in Paris vereinbarten 1,5°C Ziel erreicht.

Gemeinsam mit Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland, Bund Ökologische Landwirtschaft, VSF, Eco Innovation Alliance, Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller initiierte UnternehmensGrün im März 2019 die Wirtschaftsinitiative Entrepreneurs For Future. Weitere Unterstützerverbände sind Bundesverband CarSharing, Bundesverband Deutsche Startups e.V., The Beam, Forum Nachhaltig Wirtschaften, Bundesverband eMobilität, Bundesverband mittelständischer Wirtschaft, Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland, grüne wirtschaft.at, dasselbe in grün, Forum Anders Reisen, Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V., MVO Nederland, Ecopreneur.

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