Gemeinsam mehr verändern

25 Jahre Unternehmensgrün

Seit 1992 ist UnternehmensGrün als branchenübergreifender Zusammenschluss von Unternehmer*innen aktiv. Hierbei war der Verband immer parteipolitisch unabhängig. UnternehmensGrün war bisher anderen Wirtschaftsverbänden bei Positionierungen zur Nachhaltigen Entwicklung oftmals einen Schritt voraus – hier können Sie einige unserer Erfolge in der politischen Arbeit nachlesen:

Erfolge (Auswahl)

UnternehmensGrün hat beispielhaft dazu beigetragen, viele ökologische, nachhaltige und sozial innovative Themen und Initiativen anzustoßen und aus unternehmerischer Sicht in die politische Diskussion einzubringen:

Im März 2019 wurde Entrepreneurs For Future von UnternehmensGrün und fünf weiteren Verbänden gemeinsam initiiert. UnternehmensGrün koordiniert die branchenübergreifende Wirtschaftsinitiative, die sich für mehr Klimaschutz in der Wirtschaft und eine ambitionierte Klimaschutzpolitikeinsetzt. Die Entrepreneurs For Future erklären sich mit der Fridays For Future-Bewegung solidarisch und zeigen auf: Klimafreundliches Wirtschaften ist schon heute möglich!

Der europäische Dachverband von UnternehmensGrün, Ecopreneur.eu, gründete  2016 die Circular Economy Advocacy Group. Die Initiative besteht aus Unternehmer_innen verschiedener Branchen (z.B. Werner & Mertz, Interface, Rockwool, REMONDIS). Die Initiative brachte bereits zahlreiche Impulse für das Circular Economy Package ein.

2014-2017 begleitete UnternehmensGrün die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP kritisch. UnternehmensGrün veröffentlichte eine qualitative Studie zu den Risiken des TTIP Abkommens für kleine und mittlere Betriebe in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Mit weiteren sektorspezifischen Untersuchungen und Interviews mit betroffenen Unternehmen konnte UnternehmensGrün wichtige Fragen des Mittelstands platzieren.

Im Rahmen der Agro-Gentechnik-Gesetzesnovelle 2007/2008 trat UnternehmensGrün für einen besseren Schutz vor gentechnischen Verunreinigungen ein. Ein Rechtsgutachten der Kanzlei Gaßner, Groth, Siederer & Coll., von UnternehmensGrün in Auftrag gegeben, legte Gefahrenquellen offen. UnternehmensGrün konnte so auf den laufenden Gesetzgebungsprozess einwirken.

Bereits im Jahr 2000 befasste sich UnternehmensGrün mit folgender Frage: Wie können Scheinselbstständigkeits-Gesetz und Sozialbeiträge für Geringverdiener gründerfreundlicher werden? 2001 erarbeitete der Verband in Zusammenarbeit mit der damaligen parlamentarischen Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Margaretha Wolf, eine „Gleitzone“ zwischen Mini- und Midijobs (450.-€ – 850.-€). Das Bundesministerium für Arbeit legte im Rahmen der geplanten Novellierung des Sozialversicherungsgesetzbuches 2002 vier Kriterien vor, um eine Scheinselbständigkeit zu vermuten. Viele Existenzgründer_innen wären danach generell scheinselbständig geworden. UnternehmensGrün führte intensive Gespräche im Rahmen der von der Regierungskoalition eingesetzten Kommission „Scheinselbständigkeit“ und handelte neue Kriterien aus. Der Katalog wurde dabei von vier auf fünf erweitert. So konnten Existenzgründer_innen aus einer vorherigen angestellten Position starten und sich über eine gewisse Zeit einen eigenen Kundenstamm aufbauen. Diese Regelung hat im Wesentlichen unverändert bis heute Bestand.

Das im Jahr 2000 in Kraft getretene Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) hat viele Väter und Mütter – eine/r davon ist UnternehmensGrün.  Die Förderung erneuerbarer Energien war und ist ein Kernanliegen des Verbandes. Das EEG hat den so notwendigen Beginn des Umbaus unseres Energiesystems ermöglicht und die regenerativen Energien erfolgreich gemacht. Mit Blick auf Generationengerechtigkeit und die globale Klimagerechtigkeit ist der Verzicht auf fossile Kraftwerke und Kernenergie ohne Alternative. Viele unserer Mitglieder sind Pioniere in der Nutzung erneuerbarer Energien oder der Umsetzung von alternativen und effizienten Energiesystemen in ihren Betrieben.

Ein Baustein für nachhaltige Wirtschaftspolitik ist die Umsetzung einer Steuerpolitik, die Anreize für den sozial-ökologischen Umbau setzt. So unterstützte der Verband das 1999 verabschiedete Gesetz zum „Einstieg in die ökologische Steuerreform“. In dessen Folge sank nicht nur der CO2-Ausstoss kontinuierlich, es wurde auch ein ökologischer Lenkungseffekt erzielt. Ein Lenkungseffekt in dem Sinne, dass durch die „Ökosteuer“ das Bewusstsein für den Energieverbrauch zugenommen hat. Heute ist der effiziente Einsatz von Energie in der Wirtschaft zu einem Wettbewerbsfaktor geworden; Effizienzmaßnahmen führen zu Kosten- und CO2-Einsparungen.

Der Verband hat schon 1997 die Globalisierung ohne Grenzen für Märkte und Finanzmärkte kritisiert. Die historische Entwicklung bis hin zur Bankenkrise gab den Mahnungen Recht.

Arbeitsweise

UnternehmensGrün ist seit 1992 die politische Stimme für eine nachhaltige Wirtschaft. Der parteipolitisch unabhängige Unternehmensverband setzt sich für Umwelt- und Klimaschutz ein, ist als gemeinnützig anerkannt und führt eine Reihe von Bildungsprojekten durch. UnternehmensGrün und seine Mitgliedsunternehmen zeigen: Wirtschaft, Soziales und Ökologie gehören zusammen. Im Fokus stehen bei UnternehmensGrün vor allem kleine und mittelständische Unternehmen mit ausgeprägtem Nachhaltigkeitsbezug. Immer wieder initiiert und koordiniert UnternehmensGrün Bewegungen, zuletzt die Wirtschaftsinitiative „Entrepreneurs For Future“. Über seinen europäischen Dachverband Ecopreneur.eu bezieht der Verein auch in Brüssel Stellung zu umwelt- und wirtschaftspolitischen Themen.

UnternehmensGrün engagiert sich als gemeinnütziger Verein satzungsgemäß für den Schutz der Umwelt, u.a. durch Projekte im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Das Projekt „Nachhaltige Juniorenfirmen“ in Baden-Württemberg ist inzwischen sogar Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Weitere Projekte fördern die nachhaltige Gründungskultur an Schulen, „grüne“ Berufsorientierung oder bieten Erlebnisräume zur Erkundung des „Greenings“ der Berufe.

UnternehmensGrün unterscheidet sich von anderen Wirtschaftszusammenschlüssen nicht nur durch seine inhaltliche Ausrichtung, sondern auch durch die handelnden Personen und Repräsentant_innen. Die Vorstände von UnternehmensGrün sind nicht Angestellte des Verbandes, sondern ehrenamtlich tätig. Sie sind persönlich haftende Inhaber_innen, Gesellschafter_innen oder Geschäftsführer_innen ihrer Betriebe und damit auch für die Politik authentische Wirtschaftsvertreter_innen.

Für die Mitgliedsunternehmen entwickelt UnternehmensGrün regelmäßig Praxis-Leitfäden und Handreichungen. Darüber hinaus bietet der Verband einen branchenübergreifenden Austausch durch Netzwerkveranstaltungen.

Öffentliche Anhörungen zu Gesetzesentwürfen

Januar 2020

Die Initiative „Konzernmacht beschränken“ und UnternehmensGrün kritisieren, die Marktmacht der Internetgiganten wird nicht beschränkt
Die Veröffentlichung des Kabinettsentwurfs für die Novellierung des Wettbewerbsrechts liegt im Januar 2020 immer noch nicht vor. Es existiert lediglich ein nicht-konsensfähiger Referentenentwurf. Die Initiative „Konzernmacht beschränken“ und der Verband UnternehmensGrün wollen, gemeinsam mit Oxfam, Digitalcourage und Digitale Gesellschaft, angesichts dieser Hängepartie zu Beginn des neuen Jahres der Diskussion neuen Schwung verleihen und legen ihre Forderungen vor.

Zum Bericht


Oktober 2016

„Verfassungskonvent zur Änderung der Verfassung des Landes Hessen“ – Enquete-Kommission des Hessischen Landtags
UnternehmensGrün-Vorstand Jan Karsten Meier nahm als Experte bei einer Sitzung des Enquete-Kommission zur Änderung der Verfassung des Landes Hessen teil.

Zum Bericht.


Juli 2016

Anhörung zum Gesetzentwurf der Landesregierung „Brandenburgisches Gesetz über Mindestanforderungen für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen (Brandenburgisches Vergabegesetz – BbGVergB)“
Rechtsanwalt und UnternehmensGrün-Vorstand Klaus Stähle als Experte bei der Anhörung zum Entwurf der Brandenburgischen Landesregierung über die Mindestanforderungen für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen.

Zur Stellungnahme.


Oktober 2015

Sachverständige Stellungnahme zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung, dem Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Erbschafts-, Steuer- und Schenkungssteuergesetzes an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes
Rechtsanwalt und UnternehmensGrün-Vorstand Klaus Stähle als Experte bei der Anhörung zum Entwurf einer Anpassung des Erbschafts-, Steuer- und Schenkungssteuergesetzes

Gesetzentwurf der Bundesregierung

Stellungnahme Klaus Stähle


August 2008

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Vergaberechts (Drucksache 16/10117)
UnternehmensGrün-Vorstand Jan-Karsten Meier als Experte bei der Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Vergaberechts


Oktober 2007

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG), Drucksache 16/6311
UnternehmensGrün-Vorstand Andreas Buchner als Experte bei der Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen


April 2007

Stellungnahme zum Gesetz zur Änderung arbeitsrechtlicher Vorschriften in der Wissenschaft (WissZeitGesetz)
UnternehmensGrün-Vorstand Klaus Stähle als Experte bei der Anhörung zum „Gesetz zur Änderung arbeitsrechtlicher Vorschriften in der Wissenschaft“ (WissZeitGesetz, am 12.4.2007 in Kraft getreten)


18.9.2006

Stellungnahme zum Gesetzentwurf „Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes“, Bundestagsdrucksache 16/887
UnternehmensGrün-Vorstand Rüdiger Warnecke als Experte bei der Anhörung im Dt.  Bundestag zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes u.a. Gesetze (pdf)


30.05.2006

Bundestagsdrucksache 16/1335: Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der neu gefassten Bankenrichtlinie und der neu gefassten Kapitaladäquanzrichtlinie
UnternehmensGrün-Vorstand Eugen Schlachter als Experte bei der Öffentlichen Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der neu gefassten Bankenrichtlinie (pdf) und der neu gefassten Kapitaladäquanzrichtlinie


29.5.2006

Bundestagsdrucksache 16/1406: Entwurf eines Gesetzes zur Einsetzung eines Nationalen Normenkontrollrates

Bundestagsdrucksache 16/1407: Entwurf eines ersten Gesetzes zum Abbau Bürokratischer Hemmnisse insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft
UnternehmensGrün-Vorstand Eugen Schlachter als Experte bei der Öffentlichen Anhörung zum Entwurf eines ersten Gesetzes zum Abbau Bürokratischer Hemmnisse, insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft. Weiterhin: Öffentliche Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Einsetzung eines Nationalen Normenkontrollrates


September 2003

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz – GMG), Drucksache 15/1525
UnternehmensGrün-Vorstand Matthias Kaiser als Experte bei der Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung

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