7,25t CO2e-Emissionen – so lautet die Klimabilanz 2019 für die Geschäftsstelle von UnternehmensGrün e.V. In der erstmalig erstellen Bilanz wurden neben den direkten Emissionen (Scope 1), den indirekten Emissionen aus Energiebezug (Scope 2) auch andere indirekte Emissionen (Scope 3) erhoben.

Scopes 1-3, Darstellung DO Climate GmbH

„Für uns war das ein spannender Prozess zu sehen, wie hoch unsere Emissionen tatsächlich sind. Wir haben gemerkt, dass wir viele Dinge schon richtig machen – zum Beispiel beziehen wir unseren Strom von einem echten Ökostrom-Anbieter oder ausschließlich Recycling-Papier. Trotzdem gibt es natürlich weiterhin Verbesserungspotential“, so Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün. Die Flüge, die die Mitarbeiterinnen von UnternehmensGrün 2019 genommen haben, zahlen zum Beispiel deutlich auf die Bilanz ein: fünf Prozent der Wege in diesem Verkehrsmittel haben 48% der Dienstreise-Emissionen erzeugt. „Manchmal gibt es leider keine Alternative zum Fliegen – sei es aus terminlichen Schwierigkeiten oder aus einmaligen Gelegenheiten: 2019 waren wir zum Beispiel zu einer Preisverleihung nach Helsinki eingeladen,“, erläutert Franziska Keich, verantwortlich für die Erstellung der Klimabilanz bei UnternehmensGrün. Auch die Anfahrt der Mitarbeitenden zur Geschäftsstelle schlägt sich in der Bilanz nieder. Im Vergleich zu allen Beschäftigten in Deutschland liegt UnternehmensGrün dabei jedoch deutlich unter dem Durchschnitt (64 zu 154 g CO2e je Personenkilometer).

Klimabilanz UnternehmensGrün e.V., Darstellung DO Climate GmbH

Erstellt wurde die Bilanz mit Unterstützung der DO Climate GmbH. Odette Deuber, Geschäftsführerin des Unternehmens: „Die Bilanz von UnternehmensGrün stellt eine klassische CO2-Bilanz einer sehr umweltbewussten Dienstleistungsorganisation dar. Der CO2-Fußabdruck ist durch die konsequente Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie durch bewusste, nachhaltige Kaufentscheidungen überschaubar.  Die Strahlkraft und Bewusstseinsbildung durch UnternehmensGrün ist jedoch alles andere als überschaubar – das eigentliche klimapolitische Engagement, der Handprint, liegt in der politischen Arbeit von UnternehmensGrün und seinen Mitgliedern. Auch wenn schwierig messbar, ist klar: die Wirkung übersteigt bei weitem den CO2-Fußabdruck: Das Engagement wirkt tiefgehend und mit Multiplikatoreneffekt auf Politik, Unternehmen und Zivilgesellschaft.“

Um das Ziel Klimaneutralität zu erreichen, haben wir die angefallenen Emissionen über myclimate kompensiert.

Katharina Reuter: „Die Bilanzerstellung 2019 war natürlich lediglich ein erster Schritt – auch in Zukunft möchten wir jährlich eine Bilanz erstellen. Dabei werden wir zunehmend weitere Punkte in die Bilanz mit aufnehmen, die wir aktuell aufgrund fehlender Daten noch nicht berücksichtigt haben. Dazu gehört zum Beispiel die Anfahrt der Teilnehmenden zu unseren Veranstaltungen.“