16 Akteure des deutschen Finanzsektors, darunter die UnternehmensGrün-Mitglieder GLS Bank, Verka PK Kirchliche Pensionskasse AG, Hannoversche Kassen und Umweltbank, haben eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, ihre Kredit- und Investmentportfolien im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten. Durch die vereinbarte Messung, Veröffentlichung und Zielsetzung zur Reduzierung der mit den Kredit- und Investmentportfolios verbundenen Emissionen, will der Finanzsektor einen Klimaschutzbeitrag leisten und eine nachhaltige und zukunftsfähige Weiterentwicklung der Wirtschaft unterstützen.

Unter den Unterzeichnenden sind auch viele klassische Finanzakteure wie die Deutsche Bank und die Commerzbank. Wie ernst meinen diese ihr Engagement in Sachen nachhaltige Finanzen?

Eine erste Einschätzung dazu gibt Rainer Hilf, Vertrieb bei UnternehmensGrün-Mitglied Verka PK Kirchliche Pensionskasse AG: „Als Altersvorsorgeeinrichtung, die nachhaltige Kapitalanlage seit vielen Jahren aktiv etabliert und Nachhaltigkeit bewusst lebt, ist es für uns selbstverständlich, dass wir die Klima-Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors unterschrieben haben. Auch und gerade weil uns bewusst ist, dass andere unterzeichnende Unternehmen wie z.B. die Deutsche Bank oder die Commerzbank die Ziele des Pariser Klimaabkommens bis dato eher halbherzig angegangen sind. Sie werden sich künftig an ihrer Selbstverpflichtung messen lassen und zusammen mit den anderen Unterzeichner_innen werden wir sehr genau hinschauen, was sie konkret zur Erreichung dieser Ziele unternehmen. Vielleicht ist es in Bezug auf einige Bereiche des Finanz- und Versicherungssektors gerade diese Politik der kleinen Schritte, die bei bestimmten Finanzmarktakteuren erste, wirklich ernst gemeinte, Handlungen in Gang bringt.“