In dem Pressekonferenz – Live Stream zur Veröffentlichung des Green Startup Monitors 2020 am 29. April 2020 standen Prof. Dr. Klaus Fichter (Direktor des Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gemeinnützige GmbH und Co-Autor des Monitors), Dr. Yasmin Olteanu (Researcherin beim Borderstep Institut und ebenso Co-Autorin des Monitors), Christian Miele (Präsident des Bundesverbandes Deutsche Startups) sowie Torsten Kiedel (CFO von UnternehmensGrün-Mitglied Sono Motors) Rede und Antwort u.a. zu den größten Herausforderungen für grüne Startups.

Der Einstieg erfolgte mit einer guten Nachricht: Ergebnisse des GSM zeigen, dass grüne Startups klare Highpotentials darstellen. Sie seien ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. 21 Prozent aller Startups in Deutschland sind demnach grün. Das entspricht etwa 6.000 Unternehmen. Damit ist der Trend tendenziell steigend[1].

Die grünen Startups stehen für „eine neue Form des Unternehmertums mit doppelter Dividende“, so Fichter. Zum einen haben sie die ökonomische Kompetenz und zum anderen leisten sie einen gesellschaftlichen Beitrag. Bezogen auf die aktuelle Krisensituation „stärken sie das Immunsystem der Ökonomie“ , Fichter weiter. Sie arbeiten an den großen Herausforderungen unser Welt und fördern so die Resilienz von Wirtschaft und Gesellschaft.

82 Prozent der Startups müssen aufgrund der Coronakrise auf Ersparnisse zurückgreifen. Aktuelle, kurzfristige Herausforderungen werden auch bei den grünen Startups klar gesehen. Langfristig aber seien sie besser aufgestellt, weil sie für die Lösungen der großen Herausforderungen gebraucht werden, an denen sie bereits jetzt schon arbeiten. Wichtig sei aktuell, dass die grünen Startups es über die nächsten Monate schaffen. In dem Zusammenhang wurde als eine der großen Herausforderungen die Kapitalbeschaffung genannt. Deshalb wird u.a. eine eigene Förderlinie für grüne Startups gefordert, die in den aktuellen Diskussionen Berücksichtigung finden muss. Miele stellte heraus, dass Initiativen ganz aktuell zeigen, wie gut es ist, wenn Wirtschaft Verantwortung übernimmt. Die Startup-Szene und die Politik bräuchten sich gegenseitig. Deshalb forderte auch er die schleunigste Freigabe der von der Politik zugesagten 2 Mrd. Euro des Corona-Hilfsprograms. Diese Forderung sowie die Sicherstellung einer schnellen Abwicklung selbiger, um aktuelle Finanzierungen zu unterstützen, wurde auch im Statement von Kiedel deutlich.

Auch die zweite Auflage des Green Startup Monitors ist wieder ein Gemeinschaftsprojekt des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit gemeinnützige GmbH und des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

[1] 2019 waren es 26 Prozent. Aufgrund eines anderen methodischen Vorgehens in diesem Jahr lassen sich die Zahlen jedoch nicht direkt vergleichen.