Noch während weltweit starke Kontaktbeschränkungen gelten, wird die Debatte um Konjunkturprogramme zur Stimulation der Wirtschaft immer lauter. Erste Akteure wie Autolobby oder CDU-Wirtschaftsrat fordern bereits, aufgrund der Krisensituation Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen oder soziale Aspekte in Lieferketten auszusetzen.

UnternehmensGrün setzt sich mit vielen anderen dafür ein, dass Klimaschutz, Solidarität und Corona nicht gegeneinander ausgespielt werden. Der Aufruf „Nachhaltig Zusammen“ erhält stetigen Zulauf, schon mehr als 270 Unternehmen haben gezeichnet, u.a. Werner & Mertz, VAUDE, Veolia, elobau GmbH, GLS Bank, Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis, Werkzeug Weber.

Gemeinsam mit 180 weiteren Organisationen wendet sich UnternehmensGrün in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin. Darin fordert das breite Bündnis u.a. mit Verbänden wie BDEW, VKU, VDI, DENEFF, Unternehmen wie Rockwool, Daikin, Schüco, wilo und weiteren Organisationen ein Klima-Konjunkturpaket zur wirtschaftlichen Wiederbelebung nach der Coronakrise, das im Einklang mit den Klima- und Energiezielen steht: „Die anstehenden politischen Entscheidungen zur wirtschaftlichen Wiederbelebung und Erholung müssen (…) die anderen großen Herausforderungen unserer Zeit mit adressieren und uns widerstandsfähiger gegen andere Krisen machen. Investitionen in eine CO2-arme, nachhaltige Infrastruktur und Klimaschutzlösungen sind zudem ein wirksamer und effektiver Konjunkturmotor.“ (Hier geht’s zum vollständigen Brief).

In einem weiteren offenen Brief engagiert sich UnternehmensGrün für ein „Neues Wirtschaftswunder“. Darin wird gefordert, Konjunkturmaßnahmen konsequent anhand sozial-ökologischer Kernstrategien auszurichten, um die nachhaltige Transformation der Wirtschaft zu ermöglichen. Der offene Brief soll von einer Petition an den Deutschen Bundestag flankiert werden.

Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün: „Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir in Sachen Klima- und Umweltschutz nicht lockerlassen. Die Corona-Krise für den Rollback nutzen – das ist die Agenda der üblichen Klimaschutznörgler aus dem Lager der Bremser und Blockierer. Aber wir bleiben dran!“ Dafür setzt sich UnternehmensGrün mit dem Aufruf und im Rahmen der offenen Briefe gemeinsam mit den unterzeichnenden Organisationen und Unternehmen ein!

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