Im Rahmen der großen Klimademo am 29.11.2019 hat die Initiative “Unternehmen für ein leistungsfähiges Klimapaket” 2.400 Unterschriften an die Bundesregierung übergeben. Unterzeichnet haben Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich für ein leistungsfähiges und zukunftsstarkes Klimapaket einsetzen.

Dazu erklärt Dr. Katharina Reuter vom Verband UnternehmensGrün:

„Das Klimapäckchen der Bundesregierung ist eine schallende Ohrfeige für die innovative Wirtschaft, die sich für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland einsetzt. Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit sind keine Gegensätze, sie bedingen einander vielmehr. Viele Unternehmen haben das bereits erkannt und sind weiter als die Politik. Wir fordern die Bundesregierung auf, nicht länger die Wirtschaft der Vergangenheit zu schützen, sondern den Rahmen für die Wirtschaft der Zukunft zu setzen“, so Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün, die die Unterschriftenübergabe für die Wirtschaftsinitiative „Entrepreneurs For Future“ koordinierte.

Hintergrund:

Das Klimapaket der Bundesregierung wird von der innovativen Wirtschaft weder als leistungsfähig noch als zukunftsstark bewertet. Die Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen werden mit ihm nicht ansatzweise erreicht. Mehr als 2.300 Unternehmen haben sich daher mit einem aktuellen Aufruf in die Debatte eingeschaltet – sie fordern die Politik auf, das Paket nachzubessern. Ziel: Ein ambitionierter Rahmen, um zum dynamischsten Leitmarkt für Klimatechnologien und nachhaltige Innovationen aufzusteigen: https://www.unternehmenfuersklima.de/

Die Rolle mit den Logos der 2.300 Unternehmen und der Aufruf wurden heute vor dem Bundeskanzleramt überreicht durch: Albrecht von Sonntag (idealo), Ina von der Heyden (GLS Bank), Peter Ugolini-Schmidt (Elektrizitätswerke Schönau), Waldemar Zeiler (einhorn).

Die unterzeichnenden Unternehmen stellen sich hinter diese acht Forderungen:

  1. Eine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung für alle Sektoren.
  2. Beschleunigung der Energiewende durch schnellen Kohleausstieg, Umsetzung einer 100% Erneuerbaren Energien Strategie, Verankerung von Efficiency First, Steuerförderung für Gebäudesanierungen und ambitioniertem Gebäude€energiegesetz.
  3. Divestment und Abschaffung klimaschädlicher Subventionen bis zum Jahr 2025.
  4. Mobilitätswende mit Fokus auf effizienter Ausnutzung der Verkehrsmittel, öffentlichem Verkehr, geteilten Verkehrsmitteln, Kerosinsteuer sowie CO2-freie Antriebssysteme.
  5. Agrar- und Ernährungswende mit Maßnahmen wie der Ausdehnung einer ökologischen Landwirtschaft und Subventionen, die in Einklang mit den Klimaschutzzielen stehen.
  6. Stärkung der Kreislaufwirtschaft durch Fest- und Durchsetzung von Rücknahme-, Recycling-, Wieder€verwertungs€quoten.
  7. Aufbau eines Klima-Innovationsfonds für etablierte Unternehmen und Startups, die innovative Lösungen für die Steuerung/der Klimakrise realisieren.
  8. Ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, das eine dekarbonisierte Wirtschaft im Einklang mit dem in Paris vereinbarten 1,5°C Ziel erreicht.

Foto: EntrepreneursForFuture, S. Olényi/ sustentio

Von links nach rechts: Ina von der Heyden (GLS Bank), Albrecht von Sonntag (idealo), Waldemar Zeiler (einhorn), Peter Ugolini-Schmidt (Elektrizitätswerke Schönau), Ulf Sieberg (CO2 Abgabe e.V.), Dr. Katharina Reuter (UnternehmensGrün)