Als Bündnispartner der Gebäude-Allianz unterzeichnete UnternehmensGrün eine aktuelle Positionierung, die sich dafür einsetzt, dass die Steuerförderung für energetische Gebäudemodernisierung auf den Weg gebracht wird. Das Bündnis wandte sich mit einem Schreiben an die Ministerpräsident_innen der Bundesländer:

„Seit 2011 diskutieren Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat die Einführung einer steuerlichen Fördermöglichkeit für energetische Gebäudemodernisierungen. Auch im aktuellen Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD sowie im „Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht“ wird die Umsetzung in Aussicht gestellt. In breiter Allianz möchten die Bündnispartner der Gebäude-Allianz Sie daher bitten, sich über den Bundesrat dafür einzusetzen, dass dieses wichtige und wirksame Vorhaben verzögerungsfrei umgesetzt wird und zum 1.1.2020 in Kraft treten kann. Eine Maßnahme, über die so breiter Konsens besteht, duldet keinen weiteren Aufschub. Ein wirksamer Steueranreiz ist ein wichtiger Treiber, um die Potenziale für die energetische Ertüchtigung der Bestandsgebäude in Deutschland zu heben. Die Steuerförderung für energetische Gebäudemodernisierung ist ein wirkmächtiges Instrument, die Wärmewende und den Klimaschutz voran zu bringen und sie leistet einen Beitrag zu den 2030-Klimaschutzzielen im Gebäudesektor. Diese Chance darf nicht vertan werden. Im Bestand kann die größte Energie- und CO2-Einsparung erzielt werden – mit einem hohen Anteil regionaler Wertschöpfung und neuen Chancen für Verbraucher_innen, Hausbesitzer_innen, Beschäftigte, Unternehmen, Planer_innen und dem Handwerk in Deutschland – durch eine Kombination von Energieeffizienzmaßnahmen und der Nutzung Erneuerbarer Energien.“

Entwicklung des Gebäudebestandes in Deutschland

Die Gebäude-Allianz, in der auch UnternehmensGrün aktiv ist, ist eine verbandsübergreifende Initiative, koordiniert vom NABU Naturschutzbund Deutschland e.V. Die Initiative wird getragen von über 40 Umweltorganisationen, Verbraucherinitiativen, Verbänden, Gewerkschaften und Unternehmen. Ziel ist, mit dem Gebäudesektor das bisher vernachlässigte Drittel der Energiewende zum festen Bestandteil einer integrierten Klimaschutz- und Energiepolitik zu machen. Wohn- und Nichtwohngebäude müssen stärker und gezielter als bisher von den drei Säulen „Information und Beratung“, „Fördern“ und „Fordern“ adressiert werden.