Den renommierten Deutschen Umweltpreis 2019 erhält Recyclatpionier Reinhard Schneider vom UnternehmensGrün Mitglied Werner & Mertz, neben Bodenwissenschaftlerin Prof. Dr. Ingrid Kögel-Knabner von der Technischen Universität München.

Dr. Katharina Reuter (Geschäftsführerin UnternehmensGrün), die sich auch in der DBU-Jury des Deutschen Umweltpreises engagiert, würdigte den Preisträger: „Wir gratulieren Reinhard Schneider sehr herzlich! Mit der Marke Frosch setzt Werner & Mertz seit Jahrzehnten starke Nachhaltigkeitsimpulse – vor allem auch mit Blick auf die Verpackung. Reinhard Schneider geht beim Thema Recyclat immer noch einen Schritt weiter und kann heute schon Altplastik aus dem post-consumer-Bereich wiederverwenden. Aber nicht nur produktbezogen gilt die Maxime der Nachhaltigkeit – auch beim Firmengebäude etwa ist sein Engagement vorbildlich!“

DBU Generalsekretär Alexander Bonde betonte bei der Bekanntgabe der Preisträger, sie seien „Schrittmacher im Umweltschutz, die Zukunftslösungen liefern für die enormen ökologischen Herausforderungen der Gegenwart. Wir brauchen fundamentale ökonomische, politische und technologische Veränderungsprozesse auf allen Ebenen, um zu einer wirklich nachhaltigen Entwicklung zu finden.“ Den Preis wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 27. Oktober in Mannheim überreichen.

Schneider rief 2012 eine Rezyklat-Initiative ins Leben mit Partnern aus Industrie, Handel und Nichtregierungsorganisationen. „Jeder kann das Verfahren nutzen und weiterentwickeln, um den Anteil an Recyclingprodukten schnell zu erhöhen und im Massenmarkt zu etablieren. Damit wird ein wesentlicher Ansatzpunkt für die Lösung der Plastikproblematik entwickelt“, erläuterte Bonde. Rund 293 Millionen Flaschen rein aus Altplastik – inzwischen auch Verschlusskappen – seien verkauft und liefen seit Juli dieses Jahres in einem neuen Produktionszentrum des Unternehmens vom Band, das ebenfalls wieder selbst hohen Nachhaltigkeitsanforderungen Rechnung trage mit Photovoltaik-Anlagen zur Stromproduktion, Ladestationen für Elektroautos und dem Einsatz von Recyclingbeton. Bonde: „Damit schuf Schneider mit seinem mittelständischen Unternehmen eine der größten Rezyklat-Flaschen-Fertigungen der Welt.“

Zum Gesamtbild des „Pioniers der Kreislaufwirtschaft“, der Circular Economy, gehöre aber auch, dass Schneider seit 2013 in den Rezepturen der Dachmarke „Frosch“ auf heimische Pflanzenöle als Rohstoffbasis setze – auf Stoffe aus Erdöl werde schon seit 1986 ganz verzichtet.

Titelfoto: © Herbert Piel/P!ELmedia
Gallerie: © UnternehmensGrün