UnternehmensGrün unterzeichnet Stellungnahme zu den Verhandlungen zur Taxonomie

Das Klassifikationssystem für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten, Kern des EU-Aktionsplans Finanzierung nachhaltigen Wachstums, nimmt zunehmend Gestalt an.
Ziel des EU-Aktionsplans ist es, Kapitalflüsse in Richtung Nachhaltigkeit zu lenken, finanzielle Risiken zu bewältigen sowie Transparenz und Langfristigkeit zu fördern. Die Taxonomie birgt das Potenzial, hierzu substanzielle Beiträge zu leisten. Die Taxonomie bietet erstmals ein einheitliches Rahmenwerk zur Bewertung von ökonomischen Aktivitäten im Hinblick auf Umweltziele und hilft damit, eine gemeinsame Sprache für Investoren, Emittenten, die Politik und Aufsichtsbehörden zu etablieren.
Doch der Aktionsplan wie auch das Taxonomie-Konzept der EU-Kommission hatten von Beginn an auch Defizite. Die Verhandlungen zum Verordnungsvorschlag zwischen EU-Kommission, -Rat und -Parlament laufen. Ergebnisse werden zum Ende des Jahres erwartet.
UnternehmensGrün ist überzeugt, dass das ambitionierte Projekt nur dann gelingen und eine umfassende Wirkung entfalten kann, wenn zentrale Aspekte berücksichtigt und wichtige Anregungen aufgenommen werden. Folgenden acht Punkten kommt eine besondere Bedeutung zu:

    1. Offenlegungspflichten für alle Finanzprodukte festschreiben.
    2. Soziale und governance-bezogene Ziele verbindlich aufnehmen.
    3. Eine vollständige Taxonomie entwickeln.
    4. Diversität und Wissenschaftsexpertise in der Plattform für ein nachhaltiges Finanzwesen
      sicherstellen.
    5. Berichtspflichten und -standards Taxonomie-kompatibel machen.
    6. Einfache Nutzung sicherstellen und kleine Akteure nicht benachteiligen.
    7. Ökologisch schädliche Stromerzeugung nicht als nachhaltig definieren.
    8. Menschen für den Wandel gewinnen und befähigen. Durch Bildung und Aufklärung.