Stuttgart/Berlin, 01.07.2019: Über 100 Schüler_innen aus Baden-Württemberg haben im letzten Jahr an dem schulbegleitenden Projekt „Juniorenfirmen auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften“ / „Umweltprofis von morgen“ teilgenommen. Gemeinsam mit Unternehmen aus der Region haben sie dabei nachhaltige Geschäftsideen entwickelt. Heute stellten sie ihre Projekte in Stuttgart vor.

Die Schülerinnen und Schüler aus Stuttgart, Kornwestheim, Ravensburg, Aulendorf und Freiburg zeigten dabei vielfältige Ideen: Ein eigenes Tofu-Produkt inklusive Verpackungsdesign, beheizbare Fahrradgriffe, eine Bienenstockwaage oder eine Genossenschaft für Solarenergie. Gemeinsam ist allen Projekten, dass sich die Jugendlichen Gedanken darüber gemacht haben, wie nachhaltiges Wirtschaften funktionieren kann.

Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im baden-württembergischen Umweltministerium, zeigte sich bei der feierlichen Urkundenübergabe beeindruckt: „Bei Fridays for Future sehen wir viele Jugendliche, die für ihre Zukunft zu demonstrieren. Dass sie auch das Zeug haben, die Profis von morgen zu werden, zeigen sie hier mit ihren nachhaltigen Geschäftsideen.“

Etwa zwei Stunden pro Woche verbringen die Schülerinnen und Schüler für ein Jahr neben dem normalen Unterricht und in kleinen Teams bei ihren Partnerfirmen. „Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder so großartige Unternehmen gefunden haben, bei denen die Jugendlichen ihre Ideen vorantreiben konnten“, so Dr. Odette Deuber, Mitglied des Vorstands von UnternehmensGrün e.V. und Geschäftsführerin bei KlimAktiv in Tübingen. UnternehmensGrün, Träger des Projekts, vermittelte begleitend in fünf Workshops Wissen rund ums nachhaltige Wirtschaften. Zu den Partnerfirmen gehörten unter anderem Taifun Tofu in Freiburg, die Abfallwirtschaft Stuttgart und Vetter Pharma in Ravensburg.

Die Schüler_innen in Kornwestheim haben für ihr Projekt eine eigene Schülerfirma als Verein gegründet. Zusammen mit der Volksbank Ludwigsburg und der Stiftung Karlshöhe entwickelten sie u.a. einen Schulplaner weiter, der den Schulalltag an der Erich-Bracher-Schule in Kornwestheim vereinfachen soll. „Das praxisorientierte Lernen ist eine große Bereicherung für unsere Schule“, so Alexandra Schramm, Lehrerin an der Erich-Bracher-Schule. „Die Schülerinnen und Schüler übernehmen selbstständig die Verantwortung für den Verein und dafür, dass die Arbeit im nächsten Jahr von anderen Schülerinnen und Schülern übernommen werden kann.“

Das Projekt „Umweltprofis von morgen“ wird im nächsten Jahr zum zehnten Mal in Folge durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg finanziert und ist angegliedert an die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Am 11. Juni 2019 wurde es vom Rat für Nachhaltige Entwicklung als „Projekt Nachhaltigkeit 2019“ ausgezeichnet.

Zu den Projekten gehören:

Stuttgart: Die Schüler bei Hobbyhimmel und proBiene haben eine Bienenstockwaage gebaut, mit der tierfreundliches Imkern möglich wird. Mit der Abfallwirtschaft Stuttgart drehten die Junior_innen einen Kurzfilm und entwickelten eine Kampagne gegen die Vermüllung der Stuttgarter Innenstadt.

Freiburg: Schon im vergangenen Jahr haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit fesa e.V. die deutschlandweit erste Schülersolargenossenschaft für Solarstrom gegründet, die in diesem Jahr weitergeführt wurde. Die Geschäftsidee der Schüler_innen ist es, eine Solarstromanlage zu vermieten. Dazu wird diese auf dem Dach des Kunden installiert und instand gehalten. Die Kund_innen erhalten grünen Solarstrom und unterstützen gleichzeitig auch soziale Projekte, da ein Viertel des Gewinnes in Sozialfonds fließt.

Ravensburg: Unter dem Slogan „Need4Heat“ konzipierten und bauten die Junior_innen bei DIE FAHRRADPROFIS beheizbare Fahrradgriffe für E-Bikes. Bei Vetter Pharma International GmbH entwickelten Schüler_innen einen Film zum Thema Mobilität, um den größten Arbeitgeber der Region dabei zu unterstützen, die Anreise seiner Mitarbeiter_innen umweltschonender zu gestalten.

Aulendorf: Die Juniorenfirma organisierte gemeinsam mit dem Modehaus Scheffold und dem Firle und Franz, beide auf faire Mode spezialisiert, eine Modenschau in der Schule, auf der die Lehrer_innen als Models für faire Produktionsbedingungen in der Fashionbranche warben. Weitere Schüler_innen organisierten gemeinsam mit dem Weltladen Bad Waldsee und der AG Eine Welt e.V. eine Kleidertauschbörse.

Die teilnehmenden Schulen sind: Geschwister-Scholl-Gymnasium (Stuttgart-Sillenbuch), Max-Eyth-Schule (Stuttgart), Erich-Bracher-Schule (Kornwestheim-Pattonville), Technisches Gymnasium der Gewerblichen Schule Ravensburg,  Montessori Zentrum ANGELL (Freiburg), Edith-Stein-Schule (Aulendorf/ Ravensburg)

Projektträger der „Umweltprofis von morgen“: UnternehmensGrün e.V. ist ein ökologisch orientierter Unternehmensverband mit Sitz in Berlin. Seit 1992 engagieren sich hier Unternehmen, die Verantwortung für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft verbinden. UnternehmensGrün wird von seinen mehr als 325 Mitgliedsunternehmen getragen.

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