Bereits zum zehnten Mal zeichneten das Institut für ökologische Wirtschaftsförderung (IÖW) und die Unternehmensinitiative Future am 21. Februar 2019  im Bundesministerium für Arbeit und Soziales die besten Nachhaltigkeitsberichte aus. Ausschlaggebend für die Auszeichnung ist die beste Transparenz zum Thema Nachhaltigkeit. In seiner Begrüßung gratulierte Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, den Preisträgern: „Die prämierten Unternehmen gehen in Sachen Nachhaltigkeit voran. Durch ein Transparentes Berichtswesen über ihre ökologische und soziale Verantwortung ermöglichen sie es ihren Kunden und Geschäftspartnern ihre Leistung klar einzuordnen und gegebenenfalls auch Verbesserungen einzufordern.“

IÖW und Future bewerten Berichte von Unternehmen zu ihrer Unternehmensverantwortung seit 1994 und stellen Kriterien für gutes Reporting auf. „Die Erfahrungen aus zehn Durchläufen unseres Rankings der Nachhaltigkeitsberichte zeigen, dass die Informationsbedürfnisse der Stakeholder sich stetig wandeln. Auch in Zukunft werden wir die Messlatte für gute Berichterstattung an die gesellschaftlichen Herausforderungen anpassen“, so Ranking-Projektleiter Lautermann.

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der CSR Berichtspflicht, die nun für 439 Unternehmen in Deutschland gelte. Zusätzlich zum Ranking der Nachhaltigkeitsberichte haben IÖW und Future, die erste umfassende Auswertung von Unternehmenserklärungen vorgelegt. Die Tiefe und Konsistenz der Informationen der berichtspflichtigen Unternehmen sei sehr unterschiedlich. Alle berichtspflichtigen Unternehmen legten die erforderlichen Informationen vor, viele Unternehmen würden jedoch lediglich zu Mindestanforderungen berichten.

UnternehmensGrün freut sich besonders, dass die TOP 3 der ausgezeichneten Nachhaltigkeitsberichte im Ranking der kleinen und mittleren Unternehmen von unseren Mitgliedern VAUDE, Lebensbaum und MEMO AG stammen.


Ranking der kleinen und mittleren Unternehmen

Platz 1: VAUDE

Nachhaltigkeitsbericht 2017

  • Stellt Beitrag zum Gemeinwohl in einer Gemeinwohlbilanz dar und nimmt Bezug auf SDGs
  • Informiert umfassend über ökologische und soziale Ansprüche an die Lieferkette und über Umsetzung mithilfe von Standards wie Green Shape, Bluesign oder FWF Code of Labour Practices
  • Beschreibt, wie Unternehmenswerte in Verhaltenskodex „Vaude“-Wegweiser umgesetzt werden; gibt gute Transparenz zu mitarbeiterbezogenen Themen

Platz 2: Lebensbaum

Nachhaltigkeitsbericht 2016

  • Stellt Produktverantwortung und Lieferkette ins Zentrum und formuliert die Zielsetzung, zur Lösung gesellschaftlicher Problemlagen beizutragen mit Bio-Zertifizierung, regionalen Rohstoffen, fairem Handel und hohen Sozial-/Arbeitsstandards
  • Lässt externe Stakeholder im Bericht zu ihren Fachgebieten zu Wort kommen und greift damit die Diskussion zur Problemstellungen in der Branche auf
  • Benennt ambitionierte Ziele wie Klimaneutralität und Einführung eines Zielkonfliktmanagements

Platz 3: MEMO

Nachhaltigkeitsbericht 2017/2018

  • Beschreibt die wesentlichen Herausforderungen wie z.B. die Klimaauswirkungen der Unternehmenslogistik
  • Informiert über Ansprüche an Sortimentsgestaltung und quantifiziert aktuellen Status des Portfolios; berücksichtigt dabei soziale und ökologische Standards in der Lieferkette
  • Berichtet über zweijährlich durchgeführte Mitarbeiterbefragung und definiert Mitarbeiterzufriedenheit als wesentlichen Leistungsfaktor

Grossunternehmen

Platz 1: REWE

Platz 2: BMW

Platz 3: Deutsche Telekom



Weitere Informationen

www.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de


Bildquelle: Gordon Welters / IÖW