Für die Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) sind Kooperationen gefordert. Konkret benennt SGD 17 „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“. Staat, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Unternehmen müssen gemeinschaftlich zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP) sind eine Kooperationsform von Akteuren aus mindestens drei dieser unterschiedlichen Sektoren, die auf Augenhöhe und in organisierter, langfristiger Form, gemeinsam ein gemeinwohlorientiertes Ziel verfolgen.

Am 28. November trafen sich die verschiedenen Akteure, um die Potentiale von MAP und Chancen für kleine und mittlere Unternehmen zu besprechen. Einführend stellte Dr. Katharina Reuter (UnternehmensGrün e.V.) bereits bestehende Tools und Ansätze der Integration des Beitrags zu den SDGs in Unternehmen vor. Für eine echte Transformation müssen Unternehmen den Fokus auf die Nachhaltigkeitsleistung des Kernprodukts legen, so Reuter.

Susanne Salz (GIZ) stellte im Anschluss das GIZ-Projekt Partnerschaften2030 und das Konzept der Multi-Akteurs-Partnerschaften vor. Diese können unterschiedliche Arten von Leistungen erbringen: Wissensaustausch fördern, Standards und Normen setzen oder Aktivitäten implementieren.

Ein Beispiel aus der Praxis brachte Jelena Radeljić vom Schokoladenhersteller Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG ein. Das Unternehmen ist Mitglied des Forums Nachhaltiger Kakao. Sie berichtete von persönlichen Erfahrungen mit dem Forum und den Chancen und Risken der Mitgliedschaft. Diese Chancen und Risiken, ebenso wie bestehende Aktivitäten im Bereich der MAP und SDGs waren das Thema des World Cafés am Nachmittag.

In einer abschließenden Runde wurde deutlich, dass eine Zusammenarbeit zwischen NGOs und fortschrittlichen, kleinen Unternehmen besonders naheliegend seien. „Nachhaltige Unternehmen verstehen sich als Teil der Lösung“, schilderte Reuter. Radeljić brachte ein, dass aus Unternehmenssicht eine Entscheidung für einen beständigen und global anerkannten Nachhaltigkeitsstandard essentiell sei – dies könnten die SGDs bieten. Salz hob die große Chance der SGDs hervor, die als erstmals global gemeinsame Ziele für die nachhaltige Entwicklung aller 193 Mitgliedsstaaten der UN stünden.

Impuls Dr. Katharina Reuter (UnternehmensGrün e.V.)

Impuls Susanne Salz (GIZ)

Impuls Jelena Radeljić (Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG)