Im elften Teil der insgesamt 12 Blogbeiträge über erfolgreiche und spannende Frauen in der deutschen „New Green Economy“ berichtet Dr. Odette Deuber, Unternehmerin und Vorstandsmitglied von UnternehmensGrün, über ihre Motivation und die Herausforderungen im Bereich Klimaschutz. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der gemeinnützigen Gesellschaft KlimAktiv gGmbH und der KlimAktiv Consulting GmbH.

Unternehmertum und Klimaschutz sind eng verknüpft: Beides erfordert mutige Visionen und davon konkret abgeleitete Ziele. In beiden Feldern geht es darum, loszugehen,  Erfahrungen zu sammeln und – so leidig es ist – immer wieder zu stolpern, das Knie aufzuschlagen oder sich eine blutige Nase zu holen, sich wieder aufzurappeln, neue Fragen zu stellen, zuzuhören, zu lernen und alte Gedanken und Muster über Bord werfen. Mit einer dankbaren Perspektive auf das Funktionierende. Mit einer sachlichen Analyse auf das noch nicht Funktionierende – um neue Weichen zu stellen.

Der Klimawandel ist zeitlich, räumlich und emotional weit weg, nicht fassbar – kein böser Ritter im schwarzen Gewand – und so unterschätzen wir ihn systematisch. Doch wenn wir ihn und die Gefahren und Auswirkungen auf unsere Welt ernst nehmen, überkommt uns Hilflosigkeit, Ohnmacht und Ratlosigkeit. Wenn wir ihn nur als Katastrophe wahrnehmen, wenn unser Handeln nicht mit unserem Wissen übereinstimmt, gehen wir auf Abwehr, ignorieren, reden das Problem klein und bleiben bei liebgewonnenen Gewohnheiten. Verständlich, menschlich, aber nicht die Lösung.

Es ist auch die Aufgabe unternehmerischen Handels, das Begrenzen des Klimawandels als einen gesellschaftlichen Auftrag und als Chance zu verstehen, die Herausforderung anzunehmen und eine erfolgreiche Positivstrategie zu entwickeln.

Den Klimaschutz zur Chefsache erklären

Als Unternehmerin kann ich meine Vision zur Chefsache erklären und sie nah, menschlich, persönlich und dringend machen. Ich kann einen wertschätzenden und kommunikativen Rahmen schaffen, in dem die Menschen dort abgeholt werden, wo sie sind. Ich kann Impulse zum Handeln setzen, indem ich neue Wege und Optionen aufzeige und mutig losgehe. Im Miteinander funktioniert dies am besten, wenn jeder auch das tut, was ihm Freude bereitet. Positive Veränderungen gründen sich nicht auf Angst, Gewohnheit, Pflicht oder Schuld sondern auf Mut, Freude, Zuversicht, Leidenschaft und gemeinsamen Handeln. Genau das können wir auch auf den Klimaschutz übertragen.

Der CO2-Rechner zum Mitmachen

Mit unseren weitverbreiteten CO2-Rechner (z.B. uba.co2-rechner.de) sowie der passenden Broschüre schaffen wir das Bewusstsein für Klimaschutz, werben für die Vision einer klimaneutralen Welt. Mit diesem Tool, mit dem bereits mehrere Millionen persönliche CO2-Bilanzen erstellt wurden, laden wir jeden ein, mitzumachen:

  • den eigenen CO2-Footprint zu berechnen (Wie viele CO2-Emissionen verursache ich?),
  • den Blick auf die Erfolge zu richten – auf den CO2-Handprint (Wo habe ich bereits zum Klimaschutz beigetragen?),
  • zielgerichtet ins Handeln zu kommen (Wo kann ich mit persönlichem Mehrwert substanziell beitragen?).

Im CO2-Szenario wird aufgezeigt:

  • Was die Klimaschutzziele von Paris kurz-, mittel und langfristig für den Bürger bedeuten,
  • was die Stellschrauben auf dem Weg sind (Konzentration auf Wesentliches) und
  • wie wir als Gesellschaft die Ziele gemeinsam erreichen können (soziale Bewegung).

Warum also zögern? Machen Sie mit!


Lesen Sie hier den vollständigen Blogbeitrag von Dr. Odette Deuber. Die Blogserie „12 REMARKABLE WOMEN IN GREEN ECONOMY“ entstand in Zusammenarbeit mit der Women Speaker Foundation und Ecopreneur.eu.