Am 15. Mai 2017 fand zur Feier des zehnjährigen Bestehens des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit das Impact Forum 2017 statt. Im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin kamen über 220 Gäste und 37 Referent_innen zusammen, um darüber zu diskutieren, ob Deutschland einen Pfadwechsel in der Innovations- und Gründungsförderung benötige.

Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Klaus Fichter, Mit-Gründer des Instituts, bestand die Möglichkeit an einem von fünf Fachforen teilzunehmen. Nachhaltige Gründungsförderung, Innovation Communities für die Energiewende, Innovationsallianzen und Impact Investments für grüne Start-ups waren die Themen der einzelnen Fachgespräche.

„Innovationen müssen Probleme lösen – für unbequeme Lösungen braucht es die Politik!“ – mit dieser Aussage unterstrich Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün, die bedeutende Rolle der Politik für die Diffusion von nachhaltigen Innovation. Im Fachforum „Smart Impact: Diffusion von Nachhaltigkeitsinnovationen“ diskutierte Dr. Katharina Reuter gemeinsam mit Dr. Jens Clausen (Borderstep Institut), Andreas Burger (Fachgebiet Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Umweltfragen, nachhaltiger Konsum, Umweltbundesamt), Barbara Metz (Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin, Deutsche Umwelthilfe e.V.) und Carl-Otto Gensch (Bereichsleiter Produkte & Stoffströme, Ökoinstitut e. V.).

In der Abschlussdiskussion forderte Rita Schwarzelühr-Sutter (Parlamentarische Staatssekretärin, BMUB), dass Innovationen an die Bedürfnisse der Menschen anknüpfen sollten, um einen Fortschritt zu schaffen. Dirk Wiese (Parlamentarischer Staatssekretär, BMWi) appellierte für „mehr Gründungsgeist für nachhaltiges Unternehmertum“. Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker (Ko-Präsident, Club of Rome) unterstrich seine Forderungen an die Politik nach verlässlichen Rahmenbedingungen und ökonomischen Anreizen. Aus unternehmerischer Perspektive fügte Julia Römer (Gründerin „coolar“) hinzu, dass jeder Business Plan auch enthalten müsse, was der soziale und ökologische Beitrag des zu gründenden Unternehmens sei – dies sei bisher nicht verpflichtender Bestandteil.

Auch UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, fordert einen Pfadwechsel. Nachhaltige Innovationen und Gründungen müssen besser gefördert werden, um eine Transformation der Wirtschaft zu erreichen. Gleichzeitig braucht es eine Veränderung der politischen Rahmenbedingungen: Die Preise müssen endlich die ökologische und soziale Wahrheit sagen.  

Foto oben: © Rolf Schulten