Nachhaltige Wirtschaftspolitik

Nachhaltige Wirtschaftspolitik

UnternehmensGrün setzt sich seit seiner Gründung für eine ökologische Ausrichtung und Erneuerung der Wirtschaft ein. Denn nur eine umweltgerecht und dabei zugleich sozial agierende Wirtschaft kann unseren Wirtschaftsstandort langfristig sichern und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Ein Baustein unserer nachhaltigen Wirtschaftspolitik ist die Umsetzung einer Steuerpolitik, die Anreize für den sozial-ökologischen Umbau setzt. So unterstützte der Verband das 1999 verabschiedete Gesetz zum „Einstieg in die ökologische Steuerreform“. In dessen Folge sank nicht nur der CO2-Ausstoss kontinuierlich, es wurde auch ein ökologischer Lenkungseffekt erzielt. Ein Lenkungseffekt in dem Sinne, dass durch die „Ökosteuer“ das Bewusstsein für den Energieverbrauch zugenommen hat. Heute ist der effiziente Einsatz von Energie in der Wirtschaft zu einem Wettbewerbsfaktor geworden; Effizienzmaßnahmen führen zu Kosten- und CO2-Einsparungen.

UnternehmensGrün ist Mitglied im Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS e.V.).

Weitere Informationen in unserer Studie zur Progressiven Unternehmensführung (Autor: Gerd Hofielen).

Die Geschäftsstelle von UnternehmensGrün hat zudem eine Gemeinwohlbilanz veröffentlicht.

Steuern & Mittelstand
  • umweltorientierte Förder-, Steuer- und Abgabenpolitik
  • Abbau umwelt- und klimaschädlicher Subventionen
  • Verschärfung der Konzernbesteuerung, die die Steuern standortbezogen erhebt
  • Schließung von Steuer-Schlupflöchern, die eine Rechnungsstellung aus dem (EU-)Ausland für Unternehmenskonzepte, Lizenzen usw. attraktiv macht
  • ehrliche Umsetzung einer Schuldenbremse mit gleichzeitiger Eindämmung von Schattenhaushalten
  • ökologisch orientierte Beschaffungs- und Investitionspolitik
  • Förderung von Unternehmertum und Existenzgründungen durch aktive Begleitung der Genehmigungsprozesse
  • Bürokratie- und damit Kostenabbau für kleine Unternehmen, z.B. durch Reduzierung von Berichtspflichten und Erhöhung von Freibeträgen
  • Beibehaltung der sogenannten geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse
Positionierung zum Mindestlohn

UnternehmensGrün spricht sich für einen gesetzlich geregelten Mindestlohn von 8,50 € aus. Dieser sollte aus Sicht der Unternehmer*innen durchaus regional differenziert werden können. Unter bestimmten Voraussetzungen sollten auch Ausnahmen möglich sein.

Weiterlesen

Arbeit & Soziales

Als nachhaltige Unternehmer*innen liegen uns die soziale Ausgestaltung der Arbeitsplätze und ein wertorientierter Umgang mit den Mitarbeiter*innen am Herzen. Um den Menschen individuell gerecht werden zu können, fordert UnternehmensGrün unter anderem Flexibilisierungen in den Bereichen Renteneintrittsalter und Übergang von geringfügigen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Gerade Unternehmen, die heute schon nachhaltig wirtschaften, dürfen nicht so stark durch den Faktor Arbeit belastet werden. Daher setzt sich UnternehmensGrün für eine stärkere Belastung des Naturverbrauchs und den Abbau umweltschädlicher Subventionen ein – die Einnahmen daraus sind für die Entlastung des Faktors Arbeit zu verwenden. Die Idee einer Bürgerversicherung, in die alle einzahlen, schließt eine weitere Gerechtigkeitslücke im Sozialsystem. Wir fordern:

  • Entlastung des Faktor Arbeit (Gegenfinanzierung durch stärkere Belastung des Faktors Naturverbrauch sowie den Abbau umweltschädlicher Subventionen)
  • Beibehaltung der Rente mit 67, Flexibilisierung abhängig von Arbeitsfähigkeit und Beschäftigungsdauer
  • Erleichterung der Weiterarbeit nach Renteneintritt durch Änderungen im Bereich der Sozialabgaben
  • Bürgerversicherung als Basis im System der Kranken- und Rentenversicherung, in die sowohl Selbstständige als auch abhängig Beschäftigte und Beamte einzahlen
  • gezieltere Unterstützung von Langzeitarbeitslosen durch die Schaffung einfacher Anreizsysteme
  • attraktivere Gestaltung der Übergänge von geringfügigen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse
  • Qualitativ gute Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von der sozialen Stellung und Einkommen der Eltern, mit verstärktem Engagement in der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Moderne Selbstverwaltung der Wirtschaft

UnternehmensGrün setzt sich für ein unabhängiges Kammersystem ein. Industrie- und Handelskammern erfüllen ihren Zweck in der Dualen Ausbildung von Nachwuchskräften für die Wirtschaft. Sie sollten unserer Ansicht nach keine politischen Aufgaben wahrnehmen, die den Interessen von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen zuwider laufen. Weiterhin widerspricht der Kammerzwang der verfassungsrechtlich garantierten Koalitionsfreiheit und fördert somit nicht die Ziele der nachhaltigen Wirtschaft.

Eine moderne, nachhaltige Wirtschaft braucht Koalitionsfreiheit und Transparenz. Wir fordern daher:

  • Dienstleistungsangebote der Industrie- und Handelskammern dürfen keine Konkurrenz für die zahlenden Mitgliedsbetriebe sein
  • Kammern und ihre Zusammenschlüsse dürfen keine Stellungnahmen abgeben, die den Interessen einer nachhaltigen Wirtschaft zuwider laufen (verfassungsrechtlich garantierte negative Koalitionsfreiheit)
  • Bereitung eines Weges zu einer freiwilligen Mitgliedschaft, unter Berücksichtigung der besonderen Rolle bei der Sicherung und Förderung der Dualen Ausbildung
  • Kontrolle durch Dritte (z.B. Bundes- oder Landesrechnungshöfe) ermöglichen

UnternehmensGrün ist Mitglied im Bundesverband für freie Kammern e.V. (bffk).

Finanzpolitik & Finanzmärkte

Für UnternehmensGrün sind Finanzmärkte und Börsen kein Selbstzweck. Sie sollen dem Handel und der Beschaffung dienen. Doch allein das Volumen der gehandelten Werte zeigt, dass sich die Finanzmärkte mittlerweile zu weit von der Realwirtschaft entfernt haben. Längst wird auch mit Posten gehandelt, die aus der Sicht von UnternehmensGrün-Mitgliedern nicht handelbar sein sollten, beispielsweise Derivate auf Nahrungsmittel oder Währungen. Auch die Bewertung von Unternehmen durch Rating-Agenturen verfolgt keinen gemeinwohlorientierten Zweck mehr. Die reine Auslegung von Märkten zum Zweck des Vermehrens von Geld aus Geld widerspricht einer nachhaltigen, die Grenzen von Mensch du Natur achtenden Wirtschaftsweise, die unsere Mitgliedsunternehmen pflegen. Finanztransaktionen dürfen nicht länger Selbstzweck, der Handel mit Derivaten auf Nahrungsmittel oder Währungen ein Geschäftsmodell sein.

Unsere Forderungen:

  • Erfassung, Verlangsamung und Reduzierung von Finanzströmen durch Transaktionssteuern
  • Transparenzgebot für jede Kapitalgesellschaft
  • effektive Bank- und Finanzaufsicht mit weltweit kontrollierten Handelsplätzen
  • Verbot von Leerverkäufen und Derivaten auf Nahrungsmittel
  • Schaffung regulierter Rohstoffbörsen
  • Unternehmensbewertungen: Neben rein ökonomischen Erfolgsfaktoren weitere Dimensionen von Nachhaltigkeit wie soziale Verantwortung oder Naturverbrauch berücksichtigen; unabhängige Ratingorganisationen; mehr Transparenz beim Ratingprozess
  • Entwicklung neue Gehalts- und Prämiensysteme als Anreize für Vorstände und Manager/innen in großen Firmen, die an der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens orientiert sind.

Endlich gemeinsam für wahre Preise!

Mit der neuen Initiative für eine nachhaltige Finanzreform setzt UnternehmensGrün zusammen mit 18 weiteren Organisationen aus Wirtschaft und Gesellschaft ein Zeichen für einen gerechten CO2-Preis. Das Bündnis „Initiative nachhaltige Finanzreform“ ...

weiterlesen

kein weiterer Eintrag

Laden

This is a unique website which will require a more modern browser to work!

Please upgrade today!