„Gutes Brot, leckere Nudeln oder bekömmliche Biere vertragen kein Glyphosat: dieses Gift hat weder auf unseren Äckern noch in unseren Nahrungsmitteln etwas zu suchen. Deshalb ist es ein dreister Skandal, dass unser Noch-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt in Brüssel dieser chemischen Keule zu einer weiteren Zulassung verholfen hat“ machte Gottfried Härle, Vorstand von UnternehmensGrün und Inhaber der Brauerei Clemens Härle, bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor deutlich. Und weiter: „Es geht dabei nicht nur um unsere menschliche Gesundheit, sondern auch um die Insekten und Bienen, um die Artenvielfalt und um die Qualität unserer Böden und unseres Grundwassers – und damit um unser langfristiges Überleben überhaupt!“

Gottfried Härle, seine Vorstandskollegin Martina Merz und viele weitere UnternehmensGrün-Mitglieder u.a. Upländer Bauernmolkerei, Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall, Speisegut, Bohlsener Mühle oder Voelkel Naturkostsäfte demonstrierten für eine bäuerliche Landwirtschaft sowie faire Handelsbedingungen.

An der „Wir haben es satt“-Demonstration am vergangenen Samstag nahmen laut Veranstalter 33.000 Menschen teil. Angeführt wurde die Demonstration von über 160 Treckern und den Bäuerinnen und Bauern. Im Vorfeld wurde eine politische Erklärung an die Agrarminister_innen aus aller Welt übergeben.

„Wir brauchen politische Weichenstellungen, damit endlich eine umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft flächendeckend möglich ist. Dazu muss die GAP (Gemeinsame Europäische Agrarpolitik) so umgebaut werden, dass es öffentliches Gelder nur für öffentliche Leistungen gibt. Wir brauchen ein Verbot von Glyphosat und eine stärkere Förderung von Ökolandbau und artgerechter Tierhaltung“ forderte UnternehmensGrün-Geschäftsführerin Katharina Reuter.

Im Rahmen der Abschlusskundgebung durfte Rudolf Bühler nicht fehlen. Bühler, Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und Mitglied bei UnternehmensGrün, forderte die Agrar- und Ernährungsindustrie zum Handeln auf: „Hände weg von Saatgut und Tierzucht. Wir treten ein für den Schutz von natürlichen Ressourcen, der indigenen Kulturen, des indigenen Wissens und des Bodens, den Bauern seit Generationen bewirtschaften und bewahren.“

Lesen Sie hier den Artikel über Rudolf Bühler und seiner Herausforderung, tropische Gewürze aus fairem Ökolandbau zu beschaffen (erschienen in stern 01/2018).

Artikel Rudolf Bühler