Unter dem Hashtag und Titel #HowToCooperate fanden beim ersten Matching-Marktplatz für Umweltkooperationen mehr als 60 Teilnehmende aus Unternehmen und Umweltverbänden zusammen. „Nachhaltiges Wirtschaften voranbringen – dazu gehören die politischen Rahmenbedingungen, unternehmerischer Pioniergeist und nachhaltige Lebensstile. Kooperationen zwischen Unternehmen und Umwelt-NGOs können ebenfalls einen Beitrag leisten, wenn sie mit entsprechenden Zielen, einer substantiellen Nachhaltigkeitsleistung und Wirkkraft ausgestattet werden“, sagte Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin bei UnternehmensGrün, in ihrer Begrüßung.

Eingeladen auf den EUREF-Campus hatte UnternehmensGrün gemeinsam mit dem Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) und dem Deutsche Naturschutzring. Die Veranstaltung am 19.1.2018 sollte Kooperationen zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen und Umwelt-NGOs anstoßen, den Austausch fördern und informieren. Fachliche Impulse zum Thema wurden von Franziska Sperfeld (UfU e. V.), Moritz Blanke (UPJ e. V.), Franziska Mohaupt (IÖW) und Karin Flohr (NABU) gegeben.

Franziska Sperfeld (UfU) konnte zeigen, dass Kooperationen in den letzten Jahren quantitativ zugenommen haben und erläuterte die Potentiale von Kooperationen – so sind Kooperationen ein wichtiges Lern- und Experimentierfeld für nachhaltiges Wirtschaften, weil Ressourcen und Kompetenzen gebündelt werden können. Moritz Blanke (UPJ) stellte Kooperationstypen sowie Ansatzpunkte für die Zusammenarbeit vor und machte klar: „Kooperationen von Unternehmen und NGOs werden oft „nur“ mit dem Einsatz finanzieller Mittel in Verbindung gebracht – die Möglichkeiten (z.B. Corporate Volunteering) sind aber deutlich vielfältiger.“ In dem Impuls von Franziska Mohaupt (IÖW) wurde die Bewertung von Kooperationen aus ökologischer Perspektive näher betrachtet und beispielhaft Ansätze dargelegt, wie man sich der Messung von Umweltwirkungen annähern kann. Karin Flohr, Leiterin Unternehmenskooperationen beim NABU, gab einen Einblick in die Praxis und erklärte wie gute Kooperationen gelingen. Der NABU hat heute mehr als 40 Kooperationen, u.a. mit Frosch, Veolia oder REWE.

Beim Speed-Dating konnten sich die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Unternehmen und Organisationen kennenlernen und zu Kooperationsmöglichkeiten austauschen. Die Teilnehmenden lobten vor allem die Abwechslung zwischen fachlichem Input und aktivem Austausch. Auf dem Marktplatz wurden bereits erste Kooperationen vereinbart – u.a. im Bereich Umweltbildung (Hochbeete an Schulen), Veranstaltungen (z.B. zu nachhaltiger Finanzierung) oder Organisationsentwicklung (pro Bono Unterstützung einer NGO durch ein Unternehmen).

Praxis-Tipps? Im Rahmen des Projektes ist das Handout #HowToCooperate entstanden:

Handout #HowToCooperate

Die aktuelle Handreichung des Umweltbundesamtes „Kooperationen von Unternehmen und Umweltorganisationen erfolgreich gestalten“ bietet einen guten Überblick über das Thema.

Lesen Sie hier die Pressemeldung zur Veranstaltung.

Das Projekt „Pilot-Matching-Marktplatz zwischen Umwelt-NGOs und Unternehmen“ wird durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Die Präsentationen der Veranstaltung sind im Folgenden verlinkt: