Anlässlich der Bundestagswahl haben UnternehmensGrün und weitere Mitgliedsorganisationen der Klima Allianz Deutschland ein Forderungspapier zur Umsetzung der Klimaschutzversprechen veröffentlicht. Darin heißt es: „Bei der Umsetzung der internationalen Beschlüsse im eigenen Land herrscht hingegen Stillstand.“ Deutschland drohe als Klimaschutzvorreiter den Anschluss zu verlieren. „Ob beim Ausbau erneuerbarer Energien oder Klimaschutzzusagen – viele Staaten liegen mittlerweile gleichauf oder sind bereits vorausgegangen.“

In elf Kernforderungen werden Forderungen für einen Koalitionsvertrag zu klimabetreffende Themen wie Energiewende, Kohleausstieg, Verkehr und Landwirtschaft formuliert. Als Mitglied bei der Klima Allianz Deutschland unterstützt UnternehmensGrün gemeinsam mit weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen die Forderungen ausdrücklich.

Auszug „Taten statt Worte – Klimaschutzversprechen national umsetzen“

1. Mit der Verabschiedung eines Klimaschutzgesetzes soll für Deutschland ein verbindlicher Reduktionspfad von mindestens 95 Prozent weniger Treibhausgasemissionen bis spätestens 2050 verankert werden. Ein solcher verbindlicher Reduktionspfad ist Grundlage für eine treibhausgasarme Volkswirtschaft und schafft für Wirtschaft und Politik Planungs- und Investitionssicherheit. Ein Klimaschutzgesetz sollte den Minderungspfad mit Zwischenzielen gesetzlich festlegen und die Umsetzung durch regelmäßige Klimaschutzpläne verankern. Das Monitoring der Umsetzung sollte ein unabhängiges Sachverständigengremium übernehmen.

2. Das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 muss zeitnah und kritisch überprüft werden. Um das Klimaschutzziel von 40 Prozent Treibhausgasminderung bis 2020 noch zu erreichen, müssen die Maßnahmen an die aktuelle Emissionsentwicklung angepasst werden. Dafür müssen bestehende Maßnahmen nachgeschärft sowie neue und kurzfristig wirkende Instrumente umgesetzt werden.