Vom 17. bis 19. März fand im Biohotel Sturm (Mellrichstadt, Unterfranken) das erste BiolebensmittelCamp „Erntezeit für frische Ideen“ statt. Die 90 Teilnehmenden tauschten sich während des Camps über aktuelle Themen aus der Bio-Branche aus (Video). Im Mittelpunkt standen dabei die eingereichten Sessions u.a. zu Marketing, Nachhaltigkeit & Wirtschaftlichkeit oder Produktneuigkeiten. Christian Hiss vom UnternehmensGrün-Mitglied Regionalwert AG Freiburg stimmte die Camper*innen in seiner Keynote auf neue Wege in der Lebensmittelproduktion ein. Katharina Reuter hatte die Frage „Braucht Nachhaltigkeit die Politik?“ eingereicht – die Diskussion brachte u.a. diese Erkenntnisse:

  1. Bildung ist eine zentrale Stellschraube. („Nachhaltigkeit im Unterricht“, „Bundeszentrale für nachhaltige Bildung“)
  2. Politik ist wichtig als Rahmen. („mit Steuern steuern“)
  3. Selber machen / Bewegung organisieren („Motivation“, „Suffizienz“).
  4. Die Pestizid-Banane muss teurer als die Bio-Banane sein. („Wahre Preise“)
  5. Wir brauchen Green Public Procurement. („nachhaltige öffentliche Beschaffung macht Märkte“)

Lesen Sie hier auch das Interview mit Katharina Reuter zu ihrer Forderung nach wahren Preisen, der Zukunft der Biolebensmittelbranche und ihrem persönlichen Bio-Alltag.

Die Veranstalter_innen waren zufrieden: „Die Teilnehmer_innen begegneten sich auf Augenhöhe, egal ob als Geschäftsführer_in eines großen Unternehmens oder als kleiner Ein-Mann/Frau-Betrieb. Im Zentrum stand das persönliche Interesse an der Arbeit des Anderen und die Wertschätzung des Gegenübers, die ein konstruktives Miteinander beim Camp ermöglichten. Und dieser Spirit hat die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis gemacht.“

Das nächste BiolebensmittelCamp findet vom 16. bis 18.3.2018 auf dem Landgut Stober in Brandenburg, 20 km westlich von Berlin, statt.

Bild oben: Copyright Dirk Holst

Bilder unten: Copyright Reuter