UnternehmensGrün Newsletter

Verbandsneuigkeiten

Vorab: Besuchen Sie unsere Homepage: www.unternehmensrgruen.de und die Homepage unseres von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts „Juniorenfirmen auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften": www.nachhaltige-juniorenfirmen.de

01. Das aktuelle UnternehmensGrün Journal, Bestellformular

Das aktuelle UnternehmensGrün Journal (2/2009), u.a. mit einem Interview mit Dr. Franz Alt über Klimapolitik und einem ausführlichen Bericht über die Tagung „Ethik in der Krise?“, die UnternehmensGrün am 17. Oktober 2009 in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg e.V. in Leutkirch veranstaltete.
>> PDF des Journals
Auch im Abonnement erhältlich >> hier

02. Manifest – Der Ausstieg aus dem Ausstieg wir sagen Nein! JETZT unterschreiben.

UnternehmensGrün spricht sich entschieden gegen den „Ausstieg aus dem Ausstieg“ aus, auch mit Blick auf dessen Folgen für die deutsche Wirtschaft. Unternehmen, UnternehmerInnen, Selbständige und leitend in der Wirtschaft Tätige können sich mit ihrer Unterschrift der Position aus dem Manifest anschließen und mit einer finanziellen Beteiligung die Kundgabe des unterzeichneten Manifest - Der Ausstieg aus dem Ausstieg: Wir sagen Nein! in deutschen
Tages- und Wochenzeitungen ermöglichen (vgl. im Einzelnen im Rückmeldeformular).
Um die Kampagne in einer deutschsprachigen Wochenzeitschrift zu publizieren (Anzeige), benötigen wir ausreichend Unterstützer. Sie ermöglichen den derzeitigen Verhandlungen über Laufzeitverlängerungen, wie sie zwischen der Bundesregierung und den Atomkraftwerksbetreibern in den nächsten Wochen fortgesetzt werden, entscheidende ökonomische und ethische Argumente als „Stimme aus der Wirtschaft“ entgegen zu setzen.

Manifest – Der Ausstieg aus dem Ausstieg: Wir sagen Nein!
Die neue Bundesregierung will den mit der Energiewirtschaft vereinbarten Ausstieg aus der Atomenergie rückgängig machen und die Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke verlängern.
Wir, Unternehmen, Unternehmerinnen und Unternehmer, Selbständige sowie leitend in der Wirtschaft Tätige, halten diese Absicht für fatal - aus energiepolitischen, ethischen und vor allem auch aus ökonomischen Gründen. Wir fordern die Bundesregierung auf, am Atomausstieg gemäß den Vereinbarungen mit der Atomwirtschaft und dem geltenden Atomausstiegsgesetz festzuhalten. >> weiterlesen (pdf)
>> Rückmeldeformular (pdf)

03. Brief an Kanzlerin Merkel und die Minister Brüderle und Röttgen, Klima-Allianz: EU-Gipfel 17. - 18. Juni: Energieeffizienz verbindlich machen und die EU-Treibhausgasreduktion auf 30% anheben

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,
sehr geehrter Herr Bundeswirtschaftsminister Brüderle,
sehr geehrter Herr Bundesumweltminister Dr. Röttgen,

am 17. und 18. Juni wird der Europäische Rat die Strategie „Europa 2020: Eine Strategie für intelligentes, integratives und nachhaltiges Wachstum“ beschließen. Die Staats- und Regierungschefs haben sich darauf verständigt, dass die 2007 beschlossenen Klimaziele Kern-
elemente dieser Strategie sein sollen. Die Klima-Allianz begrüßt diese Entscheidung. Gleichzeitig sehen wir mit Besorgnis, dass das Energie-effizienzziel, den Energieverbrauch um 20% gegenüber dem Trend bis 2020 zu senken, entgegen dem Beschluss der Staats- und Regierungschefs vom 9. März 2007 abgeschwächt werden soll und in den Vorverhandlungen nicht die nötige Rückendeckung durch die Bundesregierung erfährt. Wir bitten die Bundesregierung, sich unein-
geschränkt hinter ein rechtlich bindendes Ziel für Energieeffizienz zu stellen und den Primärenergieverbrauch Europas effektiv um 20% zu senken. Ferner müssen verlässliche Mechanismen zur Überwachung der Kernziele beschlossen werden. Ein bindendes Ziel darf nicht dem Vorwand zum Opfer fallen, dass keine verlässliche Datengrundlage zur Überwachung der Zielerreichung vorläge. Die EU-Kommission sollte zügig beauftragt werden, eine einheitliche Methode zur Berechnung von Effizienzfortschritten vorzulegen.
>> Brief weiterlesen (pdf)

04. Termine in eigener Sache: Vortragsreihe Umwelt-Wirtschaftsethik, 20. Juni 2010

Einladung zur sechsten Veranstaltung der Vortragsreihe
Umwelt-Wirtschaftsethik, am Sonntag, den 20. Juni 2010
in Kooperation mit EUROSOLAR und der GLS Bank Berlin

Sehr geehrte Mitglieder,
sehr geehrte Interessenten,

herzlich laden wir Sie zu der sechsten Veranstaltung der Vortragsreihe Umwelt-Wirtschaftsethik ein, die wir in Kooperation mit EUROSOLAR e.V. und der GLS Bank Berlin in der Berlin-Filiale der GLS Bank, Schumannstr. 10, 10117 Berlin am Sonntag, den 20. Juni 2010 um 11.00 Uhr (Einlass 10.30 Uhr) stattfindet.

Thematisch ist die nunmehr sechste Veranstaltung der Reihe kommunal- und regionalwirtschaftlichen Fragestellungen gewidmet.

An Einführungen von Nina Kressin, GLS Bank Berlin,  Irm Pontenagel, Geschäftsführerin EUROSOLAR e.V. und Dr. Nina Scheer, Geschäftsführerin UnternehmensGrün e.V., schließt sich ein Vortrag von Dr. Peter Becker, Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Gründer der Anwaltskanzlei Becker Büttner Held BBH, Kommunalwirtschaft und gesellschaftliche Verantwortung und eine Diskussion an.

Nach einer kurzen Pause folgt - in der Veranstaltungsreihe erstmalig - eine Lesung, die sich der Regionalwirtschaft zuwendet. Motivation und Erfahrung mit regionaler Ernährung offenbart Andreas Hoppe, bekannt als "Tatort-Kommissar" in seinem Buch Allein unter Gurken - Mein abenteuerlicher Versuch, mich regional zu ernähren, verfasst von Jacqueline Roussety, Autorin, Regisseurin und ebenfalls Schauspielerin.

Voraussichtliches Ende der Veranstaltung: 14.30 Uhr.

Ein Anmeldeformular können Sie der Einladung entnehmen. Formlose Anmeldungen bitte an info@unternehmensgruen.de.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Mit freundlichen Grüßen
Nina Scheer

>> zur Einladung (pdf)

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Nur für Mitglieder

05. Mitgliederdatenbank

Wer macht was, wo, wie, wann und warum?
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Informationen und Hinweise

06. Hans-Jürgen Papier stoppt AKW-Verlängerungsträume der Bundesregierung

(02.06.10) Nach Überzeugung des im Mai verabschiedeten Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts muss der Bundesrat einer Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken zustimmen – Deutsche Umwelthilfe fordert Kanzlerin Merkel auf, die Pläne zum Weiterbetrieb der Altmeiler sofort aufzugeben und die Energiewende voranzutreiben – Ohne Mehrheit im Bundesrat keine verlängerten Laufzeiten – Papier-Stellungnahme im Auftrag von Bundesumweltminister Röttgen
Die Bundesregierung kann ihre Pläne zur Verlängerung der Laufzeiten alternder Atomkraftwerke nicht weiter verfolgen. Das ist nach Überzeugung der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) die zwingende Konsequenz aus einer „Rechtsgutachtlichen Stellungnahme“, die der erst im vergangenen Monat aus dem Amt geschiedene bisherige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, im Auftrag von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) abgegeben hat. Papier kommt in seiner Expertise zu dem Ergebnis, dass eine Verlängerung der Laufzeiten nur mit Zustimmung des Bundesrats erfolgen kann, weil es sich dabei „nicht nur um eine marginale, sondern wesentliche, vollzugsfähige und vollzugsbedürftige Änderung des bestehenden Atomrechts“ handelt. Diese sei nach Artikel 87 c des Grundgesetzes „zustimmungsbedürftig“.
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>> zur Stellungnahme

07. Ein Sparpotenzial von 48 Milliarden Euro

(05.06.10) Pünktlich zur Haushaltsklausur der schwarz-gelben Bundesregierung hat das Umweltbundesamt (UBA) eine Aktualisierung seiner Studie über umweltschädliche Subventionen aus dem Jahr 2006 vorgelegt. Auf der Basis der Zahlen des Jahres 2008 kommt die Bundesbehörde zu dem Schluss, dass die Summe der umweltschädlichen Subventionen sogar noch gestiegen ist: von 42 auf 48 Milliarden Euro im Jahr. „In Zeiten der Rekordverschuldung müssen alle Subventionen auf den Prüfstand“, findet der Präsident des UBA, Jochen Flasbart. „Der Abbau sollte allerdings nicht nach dem Rasenmäherprinzip erfolgen, sondern gezielt bei umweltschädlichen Subventionen ansetzen“, fordert er.
Die beiden Sektoren, in die die meisten Subventionen flossen, die Schäden an der Umwelt erzeugen, sind Energie und Verkehr. Mit rund 24 Milliarden Euro würden direkt fossile Energieträger begünstigt, moniert das UBA. Diese Subventionen stehen in direktem Gegensatz zu den Anstrengungen der Regierung beim Klimaschutz, stellt die Behörde fest. Allein fünf Milliarden Euro gehen auf das Konto von Stromsteuererlassen. Energieintensive Unternehmen, aber auch solche der Land- und Forstwirtschaft kommen in den Genuss des sogenannten Spitzenausgleichs bei der Ökosteuer. „Diese Subventionen senken den Energiepreis und begünstigen dadurch den Energieverbrauch“, heißt es in der UBA-Studie. Das UBA schlägt vor, diese Subventionen bis auf eine Härtefallregelung abzuschaffen.
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>> zur Studie

08. Genmais auf den Feldern soll vernichtet werden - Trotz Verbots wurden auch in Norddeutschland gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut

(08.06.10) Genmais auf den Feldern soll vernichtet werden - Trotz Verbots wurden auch in Norddeutschland gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut - Firma aus Buxtehude lieferte Saatgut.
In bislang sieben Bundesländern ist trotz Anbauverbots mit Genmais verunreinigter Mais ausgesät worden. Dazu gehören offenbar auch Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Das Saatgut stammt von einer Firma aus Buxtehude. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium habe bereits Anfang März von der Verunreinigung erfahren, hieß es bei Greenpeace. (...).
Der Anteil von verunreinigtem Material an dem Samen beträgt bis zu 0,1 Prozent. Dies bedeutet den Angaben zufolge, dass auf einem Hektar immerhin 100 gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen. Der bereits gepflanzte Mais muss nun vernichtet werden. Selbst wenn er weiter angebaut und geerntet worden wäre, wäre dies laut Ministeriumssprecher Hahne unbedenklich gewesen: "Eine Gefährdung der Verbraucher steht nicht zur Diskussion." Schließlich werde die Sorte anders als in Europa unter anderem in den USA angebaut. Es gebe keine Studien, die eine Gefährdung der Gesundheit belegen. Das sieht Greenpeace-Mitarbeiter Hissting ganz anders. Tierversuche mit der Genmais-Sorte hätten eine signifikante Erhöhung der Blutwerte von Leber und Niere bestätigt.
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09. Solarmodule mit halbierten und gedrittelten Zellen reduzieren Solarstrom-Kosten

(07.06.2010) Innotech Solar präsentiert zur Intersolar 2010 kostengünstige Solarstrommodule mit Drittel- und Halbzellen. Mehrstufige Prüf- und Optimierungsverfahren sorgen für eine hohe Leistungsfähigkeit, die nicht hinter herkömmlichen Modulen zurücksteht und garantiert wird. (...) Für die Produktion der neuen Modultypen ergänzt Innotech Solar seine existierenden Optimierungsverfahren für kristalline Solarzellen mit zusätzlichen Schritten. Zunächst werden Verunreinigungen und andere Mängel identifiziert, die Leistungsabfälle verursachen. Ein Laser isoliert anschließend die Verunreinigungen und macht sie so unschädlich. Zellen, die so nicht optimiert werden können, wurden bisher aussortiert. Die neuen Verfahrensschritte ermöglichen es nun, auch größere fehlerhafte Stellen zu isolieren: Ein Laser trennt nicht nutzbare Teile der Zelle ab, es werden nur voll funktionsfähige Drittel oder Hälften weiterverarbeitet. Die Zell- und Modulproduktion wird umweltverträglicher und effizienter, da bisher nicht nutzbare Zellkontingente für die Herstellung von hochwertigen Modulen eingesetzt werden.
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10. Hallenbad und Supermarkt als Passivhäuser - Pilotprojekte zeigen Möglichkeiten energiesparenden Bauens

(07.06.2010) Mitteleuropa ist Vorreiter im Passivbau. 13.500 der weltweit etwa 20.000 Passivhäuser stehen allein in Deutschland. Das spiegelte sich auch am Besucherinteresse an der internationalen Passivhaustagung www.passivhaustagung.de wider, die am letzten Maiwochende in Dresden stattfand. "Große Delegationen aus Japan, den USA und Kanada kamen um zu sehen, wie der Fortschritt der Entwicklung bei uns läuft", berichtet Tagungsorganisator Wolfgang Feist, Leiter des Passivhaus-Institutes, im pressetext-Interview. Technisch ist die Passivbauweise bereits in allen Einsatzbereichen wie auch Klimazonen möglich, betont Feist. Dabei kommt mutigen Pilotprojekten hohe Bedeutung für die Weiterentwicklung zu. "Zu testen ist jeweils nicht nur, ob die Bauweise funktioniert, sondern auch, ob man sie ökonomisch vertreten und den Nutzern der Gebäude zumuten kann." Mehrere Beispiele dafür wurden auf der Tagung präsentiert.

Pilotprojekte Supermarkt und Hallenbad
. Im irischen Tramore hat etwa die Handelskette Tesco den weltweit ersten Supermarkt nach Passivhaus-Kriterien errichtet. "Im Supermarkt ist nicht die Heizwärme, sondern die Kühlung der Waren das Problem. Kühlaggregate entziehen der Ware Wärme und leiten diese in die Raumluft des Supermarkts, was im Sommer oft eine Klimaanlage nötig macht." In Tramore wird die Wärme aber außen abgegeben und nur im Winter teilweise zur Heizung rückgeführt, zudem reduziert die Beleuchtung durch LED-Lampen die Wärmeproduktion. Insgesamt erreichte man so mit fünf Prozent höheren Baukosten eine Halbierung des Energieverbrauchs. Doch auch in anderen Bereichen sprengen Pilotprojekte Grenzen. So bauen Bamberg und Lünen derzeit an Passivhaus-Hallenbädern. "Während früher Kaltwasser in Bädern üblich war, fordert der Komfortanspruch heute Wassertemperaturen um 30 Grad. Die dadurch höhere Verdunstung bringt enormen Wärmeverlust und hohe Luftfeuchtigkeit, der man durch energieaufwändige Entfeuchtung und hohe Luftwechselraten begegnet", so Feist. Beim neuen Ansatz wird überschüssige latente Wärme per Wärmepumpe und Wärmerückgewinnung zurückgeholt und ins Beckenwasser rückgeführt. Dazu nutzt man Lüftungsgeräte, Solarthermik und Tageslicht effektiver.
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11. Deutscher Städtetag warnt Regierung vor AKW-Laufzeitverlängerung

(05.06.210) Der Deutsche Städtetag und die kommunalen Energieversorger warnen die Bundesregierung vor einer vorzeitigen Festlegung auf längere Laufzeiten für Atomkraftwerke. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel" in der am Montag erscheinenden Ausgabe. Die Stadtwerke planten zwar Investitionen von rund 12,5 Milliarden Euro in moderne Kraftwerkskapazität und erneuerbare Energien, sagt der hannoversche Oberbürgermeister und VKU-Präsident Stephan Weil. Doch die Kommunen könnten ihre Pläne zurückziehen, wenn noch auf viele Jahre hinaus günstig angebotener Atomstrom aus längst abgeschriebenen Kraftwerken den Markt überschwemme, warnt auch die Städtetagspräsidentin Petra Roth. Die CDU-Politikerin fordert ein Gesamtkonzept, um den Ausbau kommunaler Kraftwerke mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung nicht zu gefährden.  
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12. Kino: "The Age Of Stupid“

Kino: "The Age Of Stupid“ - Filmemacherin Franny Armstrong im Film „The Age Of Stupid“ über die Folgen des Klimawandels. Das Jahr 2055: London ist überflutet, die Oper in Sydney brennt, über Las Vegas hat sich die Wüste ausgebreitet. Zahlreiche Naturkatastrophen haben das Leben auf der Erde ausgelöscht. Ausgelöst hat sie der Klimawandel, ein vom Menschen produziertes Problem. Irgendwo vor der norwegischen Küste ragt ein stahlgrauer Turm in den wolkenverhangenen Himmel. Darin: das Archiv der Menschheit. Aus diesem verbliebenen Schutzraum spricht der letzte Mann auf Erden, gespielt von Pete Postlethwaite, zum Zuschauer. Er fragt ihn: „Warum haben wir nichts getan, als wir noch die Möglichkeit dazu hatten?“
Mit voller Wucht rammt „The Age Of Stupid“, auf Deutsch „Das Zeitalter der Dummheit“, der britischen Filmemacherin Franny Armstrong dem Zuschauer die Faust in den Magen. Ausweichen: unmöglich. In beklemmenden Bildern schildert die Regisseurin, wie die Menschheit dabei ist, die eigene Lebensgrundlage zu zerstören, obwohl es kein Geheimnis ist, dass die Uhr tickt.
Sechs Geschichten, die Armstrong mit Original-Fernsehbeiträgen aus den Jahren 1950 bis 2008 angereichert hat, erzählen, wie der Raubbau an der Natur mit dem wirtschaftlichen System der Industriestaaten einhergeht. Armstrong verbindet dabei dokumentarische und fiktionale Elemente. Ins Visier nimmt die Filmemacherin besonders die Erdölindustrie, die die Industrienationen reich gemacht hat, gleichzeitig aber ein zutiefst umweltschädliches Geschäft ist. So dokumentiert die Regisseurin, wie der Konzern Shell bei der Erdölförderung weite Teile des Nigerdeltas durch auslaufendes Öl verseuchte und freigesetztes Erdgas einfach abfackelte, weil das die billigste aller Möglichkeiten war. In Anbetracht der Tatsache, dass seit mehr als sechs Wochen Erdöl in den Golf von Mexiko strömt, weil Bohrversuche des Konzerns BP scheiterten, bekommt Armstrongs Film eine besondere Brisanz.
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13. München wird erneuerbar

(08.06.2010) Die bayerische Metropole München wird die erste Millionenstadt der Welt, die ihre Stromproduktion zu 100% auf Erneuerbare Energien umstellt. „Bis 2015 werden wir den gesamten Strom für unsere Privatkunden und bis 2025 auch den Strom für Münchens Wirtschaft zu 100% erneuerbar produzieren“, sagt Münchens Stadtwerkschef Kurt Mühlhäuser.
Ein Meilenstein auf diesem Weg ist die Beteiligung der Münchner Stadtwerke am derzeit größten Windpark-Projekt der Welt, das RWE und Siemens zusammen mit den Münchner Stadtwerken vor der Küste von Wales gemeinsam errichten. Der 580-Megawatt-Offshore-Windpark soll Strom für etwa 1 Million Menschen produzieren. Mit dem Bau soll 2011 begonnen werden. 2013 soll der erste Strom fließen.
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14. Greenpeace legt globales Energiekonzept vor - Wachstumsmotor Erneuerbare Energien: Bis 2050 sind 80 Prozent weltweit möglich

(07.06.2010) Bis 2050 könnten Erneuerbare Energien 80 Prozent
des weltweiten Energiebedarfs decken. Zusammen mit Energiespar-
massnahmen ließen sich die globalen CO2-Emissionen so um mehr als 80 Prozent reduzieren. Die Einsparungen bei Brennstoffimporten würden dabei den Umbau komplett finanzieren. Dies belegt die Neuauflage der Studie "Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick", die Greenpeace und der Europäische Dachverband der Industrie für Erneuerbare Energien (EREC) heute vorlegen. Greenpeace fordert die Regierungen weltweit dazu auf, in den notwendigen Umbau der Energieversorgung zu Investitionen, anstatt in umweltschädliche und gefährliche Energiequellen wie Öl, Kohle oder Atomkraft. (...).
Bis zu 95 Prozent der Stromversorgung könnten im Jahr 2050 aus regenerativen Energien stammen. Die Brennstoffkosten für Öl, Kohle und Gas würden bis 2030 um fast fünf Billionen Euro sinken, aus denen die Mehrkosten für den Umbau der Stromversorgung finanziert werden könnten. Die Erneuerbaren Energien würden bis 2050 ihren jährlichen Umsatz von derzeit 80 Milliarden auf über 480 Milliarden Euro steigern. Nutzten Regierungen und Unternehmen das enorme Wachstumspotential, könnte die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich bis 2030 von heute rund 2 auf mehr als 8,5 Millionen ausgebaut werden. Eine Million davon in Deutschland. Im gesamten Energiesektor entstünden bis zu 12 Millionen Jobs.
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>> zur Kurzfassung/Zentrale Ergebnisse der Studie

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