UnternehmensGrün Newsletter

Verbandsneuigkeiten

Vorab: Besuchen Sie unsere Homepage: www.unternehmensrgruen.de und die Homepage unseres von
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts „Juniorenfirmen auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften": www.nachhaltige-juniorenfirmen.de

 

01. Pressemitteilung: Geplanter Solarkürzung fehlt Augenmaß und Weitblick

Pressemitteilung: Geplanter Solarkürzung fehlt Augenmaß und Weitblick.

UnternehmensGrün mahnt Verhältnismäßigkeit der geplanten Kürzungen von Solarvergütungen an und weist auf Milliardensubventionen für ‚Atommüllverwaltung’ hin. Diese werden mit der zeitgleich verhandelten Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke unweigerlich wachsen.

Berlin, 07.02.2010.

„Wer einerseits den revolutionären Ausbau Erneuerbarer Energien propagiert, andererseits aber die Auswirkungen der geplanten EEG-Solarvergütungs-Kürzungen außer Acht lässt, macht sich unglaubwürdig“, so Gottfried Härle, Vorstand UnternehmensGrün und Inhaber der 100 % CO2-neutral produzierenden und regional wirtschaftenden Brauerei Clemens Härle aus Leutkirch (Allgäu).

„Wollen wir mit der Solarenergie auf Weltspitzenniveau bleiben und sie zukünftig als festen und rentablen Bestandteil unserer Energieversorgung wissen, reicht nicht der Blick auf die Angemessenheit der Vergütungssätze. Wichtiger ist es, die Verhältnismäßigkeit der vorgesehenen Kürzungen zu beachten. Tritt der – vor allem aufgrund der kurzfristigen Ankündigung der Kürzungen - zu befürchtende Einbruch in der Solarbranche und bei Installations- und Handwerksbetrieben ein, ist damit weder das von der Bundesregierung erklärte Ausbauziel für Erneuerbare Energien, noch ein volkswirtschaftlicher Nutzen zu erreichen“, so Härle.

Als Bundesverband der grünen Wirtschaft tritt UnternehmensGrün seit 1992 auf der Ebene von Politik und Wirtschaft branchenübergreifend und parteiunabhängig für Rahmenbedingungen ein, die es Unternehmerinnen und Unternehmern erleichtern, im Einklang mit unseren ökologischen Lebensgrundlagen zu wirtschaften. Die Mitgliedschaft setzt sich im Schwerpunkt aus klein- und mittelständischen Unternehmen zusammen.

Der Wirtschaftsverband betont die Bedeutung von Investitionssicherheit: „Wo Arbeitsplätze geschaffen wurden, können nur schwer kurzfristige und einschneidende Einbußen verkraftet werden,  wie sie durch die abrupt vorgesehenen Kürzungen zwangsläufig bewirkt werden“, erklärt Härle. „Damit gehen Arbeitsplätze und Produktionskapazitäten verloren, die einen Garant für eine verbreitete Markteinführung bieten. Diese benötigt eine Branche wiederum für ihre Innovations- und Entwicklungsfähigkeit“, so Härle weiter und fügt an:

„Mit Blick auf die effektive Gesamtbelastung des Stromkunden besteht keine Notwendigkeit für kurzfristige Reduktionen der Vergütungssätze. Ein dringenderes Problem sind vielmehr die derzeit verhandelten Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken, von denen die Diskussion um Solarvergütungen gewollt oder ungewollt ablenkt“.

„Im Sinne des Verbrauchers wäre es, statt auf vermeintlich überhöhte Vergütungssätze für umweltfreundliche Energien auf die Milliardenbelastungen hinzuweisen, die die Allgemeinheit an anderer Stelle zu tragen hat: Durch das nach wie vor ungelöste Endlagerproblem von Atommüll und einer dem Zuwachs Erneuerbarer Energien nicht gerecht werdenden Netzinfrastruktur entstehen dem Stromkunden ein Vielfaches an Belastungen, als es eine auf Degression ausgelegte Vergütungssatz-Struktur des EEG je zu bewirken vermag“, erklärt Nina Scheer, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün.

„Nicht die Solarenergie, sondern Atom- und Kohlenergie, insbesondere die uns mangels Endlager ökonomisch geißelnde ‚Atommüllverwaltung’, sind die wahren Subventionsgräber“, so Nina Scheer weiter. 

UnternehmensGrün fordert Umweltminister Röttgen auf, den Weg der Verhältnismäßigkeit und des Weitblicks einzuschlagen. „Angemessene Energiepolitik ist nicht am Tisch der Atomkraftwerksbetreiber, sondern mit Blick auf das Ausbaupotenzial und die gesamtgesellschaftliche Bedeutung Erneuerbarer Energien auszuloten“, so Nina Scheer.

Pressekontakt:
Dr. Nina Scheer, scheer@unternehmensgruen.de, 0170 2816605

>> zur Pressemitteilung auf unserer Homepage (PDF)

 

02. Das aktuelle UnternehmensGrün Journal, Bestellformular

Das aktuelle UnternehmensGrün Journal (2/2009), u.a. mit einem Interview mit Dr. Franz Alt über Klimapolitik und einem ausführlichen Bericht über die Tagung „Ethik in der Krise?“, die UnternehmensGrün am 17. Oktober 2009 in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg e.V. in Leutkirch veranstaltete.
>> PDF des Journals
Auch im Abonnement erhältlich >> hier

 

03. Manifest – Der Ausstieg aus dem Ausstieg wir sagen Nein! JETZT unterschreiben.

Manifest – Der Ausstieg aus dem Ausstieg: Wir sagen Nein!
UnternehmensGrün spricht sich entschieden gegen den „Ausstieg
aus dem Ausstieg“ aus, auch mit Blick auf dessen Folgen für die
deutsche Wirtschaft. Unternehmen, UnternehmerInnen, Selbständige
und leitend in der Wirtschaft Tätige können sich mit ihrer Unterschrift
der Position aus dem Manifest anschließen und mit einer finanziellen
Beteiligung die Kundgabe des unterzeichneten Manifests - Der Ausstieg aus dem Ausstieg: Wir sagen Nein! in deutsch-
sprachigen Wochenzeitungen ermöglichen, vgl. im Einzelnen das Rückmeldeformular (PDF).
Um die Kampagne zu publizieren (Anzeige), benötigen wir ausreichend Unterstützer. Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie, den derzeitigen Verhandlungen über Laufzeitverlängerungen, wie sie zwischen der Bundesregierung und den Atomkraftwerksbetreibern in den nächsten Wochen fortgesetzt werden, entscheidende ökonomische und ethische Argumente als „Stimme aus der Wirtschaft“ entgegen zu setzen. 

Manifest – Der Ausstieg aus dem Ausstieg: Wir sagen Nein!
Die neue Bundesregierung will den mit der Energiewirtschaft vereinbarten Ausstieg aus der Atomenergie rückgängig machen
und die Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke verlängern. Wir, Unternehmen, Unternehmerinnen und Unternehmer, Selbständige sowie leitend in der Wirtschaft Tätige, halten diese Absicht für fatal - aus energiepolitischen, ethischen und vor allem auch aus ökonomischen Gründen. Wir fordern die Bundesregierung auf, am Atomausstieg gemäß den Vereinbarungen mit der Atomwirtschaft und dem geltenden Atomausstiegsgesetz festzuhalten. >> weiterlesen (PDF)
>> Rückmeldeformular (PDF)

 

04. Termine in eigener Sache

Termine in eigener Sache. Aufgrund der in 2009 vorgenommenen Anpassung des Geschäftsjahres an das Kalenderjahr werden die zukünftigen Jahresmitgliederversammlungen bereits im Frühjahr bzw. zu Beginn des neuen Jahres stattfinden. Dies bedeutet für 2010, dass die nächste Mitgliederversammlung am Freitag, den 23. April 2010 in Berlin stattfinden wird, aus organisatorischen Gründen allerdings ohne eine für den Folgetag angesetzte Jahrestagung.
Die nächste Jahrestagung ist für Samstag, den 12. März 2011 in Berlin angesetzt, mit einer Mitgliederversammlung am Vorabend, dem 11. März 2011, ebenfalls in Berlin. Die nächsten Vorstandswahlen werden ebenfalls am Freitag, den 11. März 2011 stattfinden. Bitte merken Sie sich die Termine bereits vor. Eine Einladung folgt.

 

05. Neuigkeiten von Grünkauf

Neuigkeiten von Grünkauf. Das Jahr 2009 endete für Grünkauf mit einigen sehr guten Neuigkeiten, einer Menge Arbeit und jede Menge neuen Projekten.
Neu auf dem Markt: Grünkauf Magazin
In diesem Februar ist die erste Ausgabe des Grünkauf Magazins erschienen. Die umfangreichen Kopperationsverhandlungen dazu mit dem Verlag Wirtschaft & Markt in Potsdam sowie Burda Media Solutions (MY LIFE) in München konnten dazu rechtzeitig abgeschlossen werden.
Das Grünkauf Magazin unterstützt die Idee des nachhaltigen Wirtschaftens und Handelns im Alltag. Es ist Wegweiser und Förderer für Unternehmen und VerbraucherInnen, die sich auf den Weg gemacht haben, umweltgerecht und klimabewusst zu produzieren und zu konsumieren.
Neu im Team: René Waßmer
Auch weitere hochkarätige Unterstützung für das Grünkauf Team konnte gewonnen werden: René Waßmer ist als neuer Chefredakteur und Projektleiter seit Dezember zuständig für das Grünkauf Magazin, die Messe Grünkauf sowie die Koordination mit Verbänden und dem Grünkauf Beirat. René Waßmer unterstützt Grünkauf bereits seit vielen Jahren als Beiratsmitglied und bringt durch seine langjährige Tätigkeit beim VCD eine Menge zusätzliche Erfahrung in der grünen Verbandswelt mit.
Details zu diesen und weiteren Neuigkeiten finden Sie in den aktuellen Grünkauf News: http://www.gruenkauf.de/Gruenkauf-News-Januar-Frohes.176.0.html

 

Mitglieder stellen sich vor

06. Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG

Präsentation der Technischen Werke Schussental GmbH & Co.:

Moderner Energiedienstleister
Wir, die Technischen Werke Schussental, sind ein moderner Energieversorger mit einer starken regionalen Verwurzelung. Strom, Erdgas, Wärme, Wasser – wir liefern Energie
aus einer Hand und entwickeln speziell für unsere gewerblichen Großkunden maßgeschneiderte Versorgungs-Lösungen. Um dem wachsenden Umweltbewusstsein unserer Kunden und den Herausforderungen der Zukunft Rechnung zu tragen, haben wir uns für den „grünen Weg“ entschieden. Die TWS investiert verstärkt in regenerative Energieerzeugungsanlagen und bietet umweltschonende Produkte an. >> weiterlesen (PDF)

 

07. Nur für Mitglieder

Wer macht was, wo, wie, wann und warum?
>> Datenbankrecherche im Mitgliederbereich

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Informationen und Hinweise

08. Ohne Endlager keine Laufzeitverlängerung – zur Rechts- und Verfassungswidrigkeit einer Laufzeitverlängerung. Rechtsgutachten von Dr. Cornelia Ziehm

Ohne Endlager keine Laufzeitverlängerung – zur Rechts- und Verfassungswidrigkeit einer Laufzeitverlängerung.
Rechtsgutachten von Dr. Cornelia Ziehm
Längere Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke, wie sie die schwarz-gelbe Bundesregierung derzeit vorbereitet, wären wegen der nicht im Ansatz geklärten Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle rechts- und verfassungswidrig. Das ist das Ergebnis eines Rechtsgutachtens, das die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) am 28.01.2010 in Berlin vorgestellt hat. Die Expertise kommt zu dem Ergebnis, dass die Nutzung der Atomenergie dann in einen eklatanten Widerspruch zu den verfassungsrechtlichen Schutzpflichten des Staates gerät, wenn die 2002 mit dem Atomausstiegsgesetz festgelegte Mengenbegrenzung der Atommüllproduktion aufgehoben wird. Dies wäre bei einer Laufzeitverlängerung der Fall.
>> zum Rechtsgutachten (PDF)

 

09. Die grüne Maut – Mehr Mobilität, weniger Verkehr, Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg entwickeln differenzierte Gebührenerhebung.

Die grüne Maut – Mehr Mobilität, weniger Verkehr, Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg entwickeln differenzierte Gebührenerhebung. Nachdem in den Niederlanden eine kilometerbezogene Maut für das gesamte Straßennetz beschlossen wurde, entflammte Ende vergangenen Jahres auch in Deutschland die Debatte über eine PKW-Maut. Die von den Grünen im baden-württembergischen Landtag entwickelten Leitlinien für eine grüne Maut unterscheiden sich deutlich von anderen Konzepten einer Straßengebühr: Die Kosten werden je nach gefahrener Strecke erhoben. Im Ballungs- und Staugebiet mit ausgebautem Nahverkehr, der den Umstieg auf den Öffentlichen Personennahverkehr problemlos ermöglicht, wird die PKW-Straßenbenutzung teuer, in ländlichen Gebieten ohne Bus und Bahn fallen geringe bis keine Kosten an. Je knapper der Straßenraum zu bestimmten Zeiten ist, desto höher fällt die Gebühr aus. Und auch die Antriebsform und Umweltfreundlichkeit des Fahrzeugs haben Einfluss darauf, wie hoch oder wie niedrig der Preis ist.
Die Leitlinien werden im Rahmen einer Öffentlichen Anhörung am Freitag, den 26. Februar 2010, 15.00 – 18.00 Uhr im Landtag von Baden-Württemberg, Plenarsaal zur Diskussion gestellt.
>> weiter, auch zur Einladung mit Anmeldedaten (PDF)

 

10. Solarförderung: Umfrage unter 3.000 Solarhandwerkern - Starker Einschnitt bei Solarförderung gefährdet Handwerk und Mittelstand.

Solarförderung: Umfrage unter 3.000 Solarhandwerkern - Starker Einschnitt bei Solarförderung gefährdet Handwerk und Mittelstand. 26.01.2010. Der Brandenburger Solarsystemhersteller Mp-tec GmbH & Co.KG fordert eine Nachbesserung der am Mittwoch von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) vorgestellten Pläne zur Absenkung der Solarförderung. Diese beinhalten eine Absenkung der Subventionen für Dachanlagen um 15 Prozent zum 1. April dieses Jahres. Die Förderung für Freiflächenanlagen soll ab 1. Juli um bis zu 25 Prozent sinken. Statement von Michael Preißel, Geschäftsführer von Mp-tec GmbH & Co.KG und seit 1996 in der Solarwirtschaft tätig: "Die Pläne von Bundesminister Norbert Röttgen berücksichtigen nicht die Lage der Solarwirtschaft, die den Dialog zur Politik gesucht hat. Die bisher positive, wirtschaftliche Entwicklung der Branche und die Annäherung an die Netzparität dürfen nicht durch eine zu abrupte Absenkung der Förderung zum Erliegen gebracht werden. Erst zum Jahreswechsel sank die Förderung um neun Prozent. Eine erneute Kürzung nach nur einem Quartal bringt die deutsche Solarwirtschaft in starke Bedrängnis, daher befürworte ich eine moderate Absenkung zur Jahresmitte.
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11. Umwelt sitzt am Katzentisch

Umwelt sitzt am Katzentisch - Umweltorganisationen mahnen in 100-Tage-Bilanz der neuen Regierung stärkeres Umwelt-Engagement aller Ressorts an. 04.02.2010, Berlin: Nach Ansicht der fünf großen deutschen Umweltorganisationen BUND, DNR, Greenpeace, NABU und WWF hat die neue Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel in ihren ersten 100 Tagen die Umweltpolitik spürbar vernachlässigt. Während sich das Umweltministerium bemühe, seinen Aufgaben gerecht zu werden, spiele das Thema Umwelt bei der schwarz-gelben Bundesregierung insgesamt kaum eine Rolle. Vor allem in der Energie- und Klimapolitik, aber auch beim Schutz der biologischen Vielfalt sei weder eine gemeinsame Linie noch ein ressortübergreifendes Engagement aller Ministerien zu erkennen. Ein Umbau der Wirtschafts- und Finanzpolitik sei dringend notwendig, um die ökologische Krise abzuwenden. Die einzelnen Ministerien für Umwelt, Wirtschaft, Agrar, Entwicklung, Verkehr und Forschung betrieben häufig eine gegensätzliche Politik in Sachen Umwelt. Die Umweltverbände appellierten an Merkel, den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in allen Ressorts als Priorität zu verankern. Ein völliges Versagen attestierte DNR-Präsident Hubert Weinzierl der schwarz-gelben Bundesregierung bei der zentralen Herausforderung, die Wirtschafts- und Finanzkrise und die ökologische Krise gemeinsam zu bewältigen.
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Eine ausführliche Schwarz-Gelbe 100-Tage-Umweltbilanz vom BUND finden Sie im Internet (PDF)

 

12. Millionenschaden durch Betrug im Emissionshandel

Millionenschaden durch Betrug im Emissionshandel. Berlin (dpa) - Millionenbetrug im Emissionshandel: Mit ermogelten Zugangsdaten haben Unbekannte Verschmutzungs-Zertifikate im Wert von drei Millionen Euro gestohlen. Das Umweltbundesamt (UBA) bestätigte den Angriff am Mittwoch.
Von 2000 Emissionshandels-Kunden in Deutschland hätten sieben auf E-Mail-Anfragen der Betrüger reagiert. Innerhalb kurzer Zeit hätten die Betrüger mit den Daten der Geschädigten rund 250 000 sogenannte Verschmutzungsrechte von deren Konten gestohlen und auf ihr Konto in Dänemark überwiesen.
Von dort seien die Zertifikate, die einen Wert von jeweils rund 12 Euro haben, sofort über weitere Konten europaweit weitergeleitet worden. "Dann sind sie an Emissionshändler weiter verkauft worden", sagte der Leiter der Deutschen Emissionshandelsstelle beim Bundesumweltamt, Hans-Jürgen Nantke. Eine Rückgabepflicht für die unberechtigt erworbenen Emissionen werde geprüft.
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13. Energiesparlampenberatung mangelhaft. Handel verkauft lieber Glüh- als Energiesparlampen. Gute Beratung ist Glückssache.

Energiesparlampenberatung mangelhaft - Handel verkauft lieber Glüh- als Energiesparlampen. Gute Beratung ist Glückssache. Berlin: Kunden in Bau- und Elektromärkten werden, wenn sie einen Ersatz für Glühlampen kaufen wollen, nur selten gut beraten. Wer nicht ausdrücklich nach energiesparenden Leuchtmitteln fragt, bekommt meist stromfressende Glüh- oder Halogenlampen angeboten. Eine umfangreiche Beratung über mögliche Alternativen bekommen Verbraucher fast nie. Das ist das Ergebnis einer Recherche des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest. Gegenstand der Recherche waren Sortimente und Beratungsangebote bei Ikea, Conrad Elektronik, MediaMarkt und Saturn sowie den Baumärkten Obi, Bauhaus und Praktiker.
Klaus Brunsmeier, stellvertretender BUND-Vorsitzender: „Der Handel spielt eine Schlüsselrolle, damit energieeffiziente Leuchtmittel in die Haushalte kommen. Deshalb müssen die Kunden auf stromsparende Alternativen zu Glühlampen hingewiesen werden. Die derzeit völlig unzureichende Beratung führt außerdem leicht zu Fehlkäufen, denn nicht jede Energiesparlampe eignet sich für jeden Zweck. In der Folge kann es passieren, dass enttäuschte Verbraucherinnen und Verbraucher eine Abwehrhaltung gegenüber Energiesparlampen aufbauen. Das schadet dem Ziel, Energie zu sparen und klimaschädliche Treibhausgase zu verringern.“
Erforderlich wäre, dass die Verkäufer von sich aus Details wie Farbtemperatur, Aufhellzeit oder Unempfindlichkeit gegenüber häufigem Schalten erläuterten. Testkunden bei MediaMarkt und Ikea trafen in keinem einzigen Fall auf Verkäufer, die sie bei diesen Themen aktiv berieten. Der BUND kritisierte das schwedische Möbelhaus auch dafür, verstärkt Halogenleuchten in Glühlampenform anzubieten. Die von den Herstellern als „energy saver“ beworbenen Leuchtmittel verbrauchten mehr als dreimal soviel Strom wie eine vergleichbar helle Energiesparlampe.
Bei den angebotenen Sortimenten sei positiv, dass Ikea bereits im Oktober 2009 auch 75-, 60- und 40-Watt-Glühlampen ausgelistet habe. Alle anderen getesteten Märkte führten hingegen weiterhin Glühlampen, teilweise sogar Restbestände der 100-Watt-Lampen, die seit September 2009 nicht mehr verkauft werden dürften. In einigen Märkten der Ketten Conrad und Praktiker werde sogar mit Aufstellern dafür geworben, veraltete Glühlampen auf Vorrat zu kaufen.
Der BUND forderte die Handelsunternehmen auf, die alten Glühlampen schnell auszulisten und mittels einer intensiven Personalschulung die Standards der Beratung zu verbessern. Außerdem sollten in den Verkaufsstellen gut sichtbare Informationstafeln zu Energiesparlampen aufgestellt werden. Da diese Quecksilber enthalten, dürften sie am Ende ihrer Lebensdauer auf keinen Fall im Hausmüll entsorgt werden. Händler sollten den Kunden offensiv die Rücknahme ausgedienter Lampen anbieten, die Hersteller seien aufgefordert, umgehend schadstoff- und strahlungsfreie Leuchten zu entwickeln und anzubieten.
Verbraucherinnen und Verbraucher finden unter www.bund.net/lampencheck wichtige Tipps, worauf sie beim Lampenkauf achten sollen. Dort ist auch die vollständige Recherche verfügbar.
Die Rechercheergebnisse zur Beratungsqualität erscheinen auch in der Zeitschrift test 2/2010 sowie online unter www.test.de/energiesparlampenberatung.

 

14. Designprojekt "Aircruise" - Luxus-Luftschiff der Zukunft

Designprojekt "Aircruise" - Luxus-Luftschiff der Zukunft. 04.02.2010. Schweben mit Wasserstoffantrieb: Eine britische Designfirma hat ein Luftschiff für betuchte Reisende entworfen. Das 265 Meter hohe fliegende Hotel verspricht jede Menge Platz und entspanntes Vorwärtskommen - die Flughöhe ist allerdings begrenzt. Es ist eine Zukunftsvision für betuchte Luxusreisende: Die Londoner Designfirma Seymourpowell hat ein fliegendes Schiff entworfen, das sich durch den Auftrieb von mit Wasserstoff gefüllten Tanks in der Luft hält. Ein Penthouse und neun Apartments sollen den Gästen des "Aircruise" in enorm hohen Räumen jede Menge Platz bieten. Ein solches Luftschiff brauche "ein gigantisches Volumen von leichtem Gas, gleichzeitig darf das Gewicht nicht zu hoch sein", sagte Nick Talbot, der Chefdesigner der Firma. "Dadurch kann an Bord viel Platz für relativ wenige Leute sein - ein Luxus für jeden Reisenden." Auch eine Bar mit Lounge soll in dem 265 Meter hohen fliegenden Luxushotel Platz finden. Bislang gibt es nur eine Fallstudie des futuristischen Vehikels - doch die koreanische Firma Samsung hat bereits Interesse gezeigt, an dem Projekt mitzuarbeiten. Anders als die Zeppeline, die Anfang des 19. Jahrhunderts für Furore sorgten, ist das "Aircruise" nicht wie eine Zigarre, sondern wie ein Diamant geformt. Im Innern, zwischen den Tanks, ist Platz für die Passagiere. Von Shanghai nach Los Angeles in 90 Stunden >> weiterlesen

 

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