Newsletter

November 2014

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Liebe Newsletter-Abonnent*innen,

„Wir dürfen die Märkte nicht nur sich selbst überlassen – gerade in Deutschland und gerade in Baden-Württemberg müssen wir der Motor für Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit sein“, so begrüßte Muhterem Aras, finanzpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/ die Grünen im Landtag, die Teilnehmer*innen unserer diesjährigen Jahrestagung in der GLS-Filiale in Stuttgart. Den Bericht finden Sie auf unserer Homepage.

Der Oktober markierte zudem den Start unserer diesjährigen Generation Nachhaltiger Juniorenfirmen in Baden-Württemberg. In diesem Jahr nehmen über 80 Schüler*innen teil, die selbstständig kleinere Projekte zum Thema Nachhaltigkeit in den kooperierenden Unternehmen durchführen. In Berlin wird die Senatsverwaltung für Bildung erstmalig das Projekt „Nachhaltigkeitstrainee“ unterstützen – besonders spannend ist hier die Kooperation mit drei Oberstufenzentren und dem türkischen Unternehmerverband Müsiad Berlin.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre. Themen diesen Monat sind u.a. der offene Brief an den Präsidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, ein Bericht über die Care-Konferenz in Berlin und eine Rezension zu „Machtwirtschaft – Nein Danke“.

Ihre Juliane Reiber & das Team der Geschäftsstelle

 

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Förderung: Nachhaltigkeitstrainee Berlin

Gute Neuigkeiten aus der Hauptstadt: Das Projekt „Nachhaltigkeitstrainee Berlin“ erhält erstmals eine Förderung durch den Berliner Senat. Darüber freuen wir uns sehr! Neuland ist die Kooperation mit Müsiad Berlin, dem türkischen Unternehmer- und Industriellenverein. Im diesjährigen Projekt werden Auszubildende aus drei Oberstufenzentren teilnehmen, die eigene Projekte erarbeiten und durchführen sowie an Workshops zu den Themen nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltige Unternehmensführung teilnehmen. Interessierte Unternehmen können sich bei der Projektleiterin Juliane Reiber melden (reiber@unternehmensgruen.de).

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Europa: Offener Brief an Juncker

Gemeinsam mit seinen europäischen Partnern Entreprendre Vert (Frankreich) und Grüne Wirtschaft (Österreich) kritisierte UnternehmensGrün in einem offenen Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Marginalisierung von Klima- und Umweltschutz auf europäischer Ebene. Der offene Brief der Verbände der nachhaltigen Unternehmen in Deutschland, Frankreich und Österreich weist darauf hin, dass das Umweltrecht den innovativen, effizienten Unternehmen in allen drei Ländern einen fairen Wettbewerb im Binnenmarkt und Wettbewerbsvorteile ermöglicht. Die Unternehmerinnen und Unternehmer treibt die Sorge um, dass das Umweltrecht, mit dem sie sich arrangiert haben, geschleift wird und jahrelange Rechtsunsicherheit sowie Konflikte oder Klagen von NGO-Seite drohen.

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Konferenz: Gender, Care und Green Economy

Seit mehr als 20 Jahren fordern feministische Ökonom*innen einen Perspektiv- und Prioritätenwechsel im vorherrschenden Wirtschaftssystem. Sie kritisieren, dass dieses nur funktionsfähig sei, da es unbezahlte Sorgearbeiten (care work/economy) wie auch die reproduktiven Leistungen der ökologischen Natur als vermeintlich kostenlose und grenzenlos zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzt. Im Rahmen des Projektes „Care, Gender und Green Economy“ luden die Leuphana Universität Lüneburg, die Freie Universität Berlin und Life e.V. am 14. Oktober 2014 zur Konferenz „Nachhaltigkeit im Spannungsfeld von Gender, Care und Green Economy“ nach Berlin ein. UnternehmensGrün-Geschäftsführerin Dr. Katharina Reuter diskutierte im Rahmen der Veranstaltung gemeinsam mit Eva Danneberg, Werkhaus, Dr. Katja von der Bey, WeiberWirtschaft eG, und Dr. Ralf Weiß, Borderstep, auf einem Podium zum Thema „Empfehlungen und Hindernisse aus der Perspektive der (grünen) Unternehmenspraxis“.

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Fit for Economy? UG-Vorstand engagiert sich für Berliner Wirtschaftsführerschein

Axel Kaiser, Vorstandsmitglied von UnternehmensGrün und Mitbegründer der Denttabs GmbH, setzt sich für das Projekt „Berliner Wirtschaftsführerschein“ ein. Es wurde geschaffen, um Berliner Schüler*innen ökonomische Themen näher zu bringen und unternehmerisches Potenzial in den Fokus zu rücken. Axel Kaiser hielt für die Teilnehmer*innen ein Impulsreferat zum Thema „Was heißt es Unternehmer zu sein?“ und gestaltete den Workshop „Markt und Vertrieb“ mit. Gemeinsam mit seinem Bruder hat er Denttabs-Zahnputztabletten entwickelt, die das BDIH-Prüfzeichen für kontrollierte Naturkosmetik tragen. Wer Denttabs kennen lernen möchte, kann dies auf dem Heldenmarkt am 15. und 16.11.2014 in Berlin tun.

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Neue Mitglieder: CINENOVA Kino

Das CINENOVA KINO wurde am 30. Oktober 1996 von Dieter und Martina Borck eröffnet und kann seitdem mehr als zwei Millionen Kinobesucher verzeichnen. Mitten im multikulturellen Kölner Stadtteil Ehrenfeld wurde ein Gesamtkonzept aus Kino, Restaurant und Biergarten mit einem anspruchsvollen und vielfältigen Kinoprogramm und verwirklicht. Für die servierten Speisen werden nach Möglichkeit Waren aus zertifiziertem biologischem Anbau bzw. fairen Handel verwendet.

In den drei modern ausgestatteten Sälen werden dem Publikum internationale Arthouse-Filme, amerikanisches Independent Kino, Dokumentationen und Filmreihen geboten. Abgerundet wird das Programm mit regelmäßigen Previews, Premieren und dem jährlichen Open Air Kino im Biergarten. Das Cinenova ist mit einem Anteil von ca. 70 % europäischer Filmproduktionen Mitglied bei EUROPA CINEMAS und wird jedes Jahr für sein herausragendes Filmprogramm vom Bundesinnenministerium und der FILM UND MEDIEN STIFTUNG NRW ausgezeichnet.

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HWR Berlin: Praxispartner*innen gesucht

Studierende der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) suchen Betriebe, die Projekte zum Thema Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement vergeben. Die einjährigen Projekte (Mai 2015 bis Mai 2016) sollten im Rahmen von 440 Zeitstunden durch jeweils zwei Studierende zu bearbeiten sein können. Momentan sind 24 Studierende auf der Suche nach passenden Projekten.

Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben, finden Sie hier zur Orientierung einige Projekte, die in den letzten Jahren bearbeitet wurden. Inzwischen wurden über 90 Projekte durch Studierende des Studienganges „Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement“ durchgeführt, die durch eine Person in dem jeweiligen Betrieb und eine an der HWR betreut wurden. Bei Fragen zu oder Interesse an einer Kooperation wenden Sie sich gerne an die UnternehmensGrün-Geschäftsstelle.

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Intern: Verstärkung in der Geschäftsstelle

Seit Oktober arbeitet Franziska Keich für UnternehmensGrün. Sie hat in Münster internationale Betriebswirtschaftslehre und in Frankfurt (Oder) Europawissenschaften studiert. Erste Berufserfahrungen sammelte sie am Institute of Advanced Sustainability Studies in Potsdam sowie in einem mittelständischen Industrieunternehmen. Ehrenamtlich betreut sie eine Mädchenbasketballmannschaft in Neukölln und ist im interkulturellen Austausch aktiv. Franziska wird die Geschäftsstelle in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Projektarbeit unterstützen. Herzlich Willkommen!

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Veranstaltung: „Solider Mittelstand und dezentrale Wirtschaft statt Big Business“

Gemeinsam mit der Gemeinwohlökonomie Berlin und der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft & Finanzen von Bündnis 90/ Die Grünen lädt UnternehmensGrün am 5. Dezember in die WeiberWirtschaft in Berlin zur Debatte: Dr. Gerhard Schick, Autor „Machtwirtschaft – Nein Danke“ und Mitglied des Bundestages, fordert, klare Kante gegenüber globalen Konzernen zu zeigen: Monopole müssten entflochten und Lobbystrategien großer Konzerne durchbrochen werden, ist ein Ergebnis seines Buches. Schick stellt die zentralen Thesen vor und diskutiert sie mit dem Publikum. Gerd Hofielen, Vorstandsmitglied der Gemeinwohl-Ökonomie Berlin, knüpft daran an und fragt, wie die politischen Perspektiven aussehen, um die Macht-Wirtschaft zu überwinden und wie mittelständische Unternehmen für eine progressive Wirtschaftsweise gewonnen werden können. Moderation: Dr. Katharina Reuter, UnternehmensGrün.

Dazu passend rezensierte Gerd Hofielen, Geschäftsführer des Humanistic Management Center in Berlin und Mitglied von UnternehmensGrün, Schicks Buch „Machtwirtschaft – Nein, danke!“. Die Rezension finden Sie auf unserer Homepage.