Newsletter

Juni 2017

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Liebe Leserinnen und Leser,

gute Neuigkeiten aus dem Bereich „Nachhaltige Geldanlagen“: In Deutschland (+15 %), Österreich (+24 %) und der Schweiz (+39 %) sind jeweils Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Das ermittelte das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) im aktuellen Marktbericht.

Wir reden über #wahrePreise: Am 14.06. im Rahmen der Berliner Unternehmensgespräche mit Swantje Fiedler (Forum Ökologisch Soziale Marktwirtschaft) und Maike Ladehoff von unserem Mitgliedsunternehmen Soil & More International.

Wir wollen wissen, ob die in Brüssel geplanten neuen Label eine Gefahr für die Bio-Branche sind. PEF und OEF – noch nie gehört? Dann melden Sie sich für unsere Veranstaltung „Bio in Gefahr?“ an, die wir in Kooperation mit der AöL e.V. durchführen. Gäste sind u.a. Jochen Flasbarth (Staatssekretär im Bundesumweltministerium) und Hugo Schally von der EU-Kommission (Generaldirektion Umwelt).

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre
Stefanie Herzog, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Politik

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Energiewende: Schrittweise Umverteilung der EEG-Umlage

Die EEG-Umlage für den Stromverbrauch soll reduziert und der fossile Energieverbrauch für Wärme und Mobilität gemäß der jeweiligen CO2-Emissionen in die Umlage einbezogen werden – so der Vorschlag des IÖW (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung). Im Auftrag des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) veröffentlichte das IÖW ein aktualisiertes Gutachten, in dem eine schrittweise Umverteilung der EEG-Umlage auf den Endenergieverbrauch für Wärme und Verkehr gefordert wird. „Wir müssen den Strompreis entlasten und den fossilen Energieverbrauch demgemäß stärker belasten, damit Anreize entstehen, in klimaschonende Techniken zum Heizen und Fahren zu investieren“, betonte bne-Geschäftsführer Robert Busch. Lesen Sie hier die Kurzfassung der Studie.

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Nachhaltige Investments: Wachstum von 15 Prozent in Deutschland

Nachhaltige Investments finden in Deutschland, Österreich und der Schweiz immer stärkere Verbreitung. Finanzprodukte, bei denen die klassischen Kriterien Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit durch ökologische und soziale Aspekte ergänzt werden sind 2016 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf knapp 157 Milliarden Euro angewachsen. Dies stellt das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) in seinem aktuellen Marktbericht vor. „Es hat sich gezeigt, dass Vermögensverwalter Menschenrechte bereits zu weiten Teilen als immanenten Bestandteil ihrer Verantwortung ansehen“, so FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober. Lesen Sie hier den Marktbericht zu nachhaltigen Geldanlagen 2017.

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Elektromobilität: “In 25 Jahren muss der Verkehr fast ausschließlich elektrisch sein!“

Deutschland hinkt in der Erreichung der Klimaschutzziele hinterher. Aber welche Maßnahmen sind nötig um sie doch noch zu erreichen? Welchen Stellenwert nimmt Elektromobilität dabei ein und was kann jeder Einzelne von uns dazu leisten? In einem Interview über Klimaschutzziele und die Energiewende in Deutschland spricht Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme, spricht mit UnternehmensGrün-Mitglied Reset.org. „Die Politik hat den Eindruck, dass man mit Klimaschutz keine Wahlen gewinnen kann. Dass muss sich ändern. Das Thema muss künftig Wahlen entscheiden. Um das zu erreichen, müssen wir den Klimaschutz so gut es geht zum öffentlichen Thema machen.“ so Volker Quaschning.

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Neues aus dem Vorstand

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Next Organic Award: UnternehmensGrün-Vorständin in Jury

Martina Merz (Inhaberin von merz punkt und Vorständin bei UnternehmensGrün) engagierte sich erneut als Jury-Vorsitzende des Next Organic Startup Award. Zusammen mit Renate Künast, Stefan Voelkel (Voelkel GmbH) und weiteren Akteuren der Food-Szene wurden die Gewinner_innen des Next Organic Startup Awards  ausgezeichnet. Die Next Organic Startup Awards 2017 gehen an: fairafric (Rubrik: Social Business), Schlierseer Suppen Zauber (Rubrik: Hersteller), nucao (Publikumspreis), RECUP (Dienstleistung), Schickermooser (Erzeuger), Zentrum für Fermentation (Manufaktur) und Unverschwendet (Rubrik: Lebensmittelverschwendung). Herzlichen Glückwunsch!!!

Unser Mitglied GLS Bank unterstützt den Award, ebenso wie VollCorner Biomarkt, die SuperBioMarkt AG, Voelkel Naturkostsäfte und die Gebrüder Eggert.

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 Aus unseren Projekten

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Umweltprofis von morgen: Doggy Bags als Klimaschützer

In Deutschland werden jährlich etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen und so 48 Millionen Tonnen überflüssige Treibhausgasemissionen erzeugt. Eine Projektgruppe der Nachhaltigkeitstrainees Hessen will der Verschwendung eine nachhaltige Lösung entgegensetzen! Gemeinsam mit der gründrucken Print and Packaging GmbH in Gießen entwickeln sie eine vegane und klimaneutrale Verpackung, in der Speisereste aus Mensen und Kantinen für den späteren Verzehr mitgenommen werden können. Neben dem unter Studierenden verbreiteten „Bändern“, also die nicht verzehrten Speisen der Kommiliton _innen vom Geschirrrückgabeband der Mensa zu nehmen, könnte das Doggy Bag als Klimaschützer ein Comeback feiern.

Das Projekt Nachhaltigkeitstrainee Hessen wird vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds gefördert. Alle Projekte der Nachhaltigkeitstrainees Hessen sind hier zu finden.

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Jetzt bewerben: StartGreen@School-Award

Startschuss für den 1. StartGreen@School Award! Nachhaltige Schülerfirmen aller Schulformen aus dem ganzen Bundesgebiet können sich ab sofort und bis zum 31.8.2017 online bewerben. Alle eingereichten Bewerbungen werden durch eine Jury bewertet – die Finalist_innen stellen sich einem Public Voting. Neben Geldpreisen in Höhe von insgesamt 5.000 Euro winkt die Möglichkeit, die eigene Schülerfirma auf der großen Bühne in Berlin zu präsentieren! Alle Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

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Aus unserem Netzwerk

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Smarte Lösungen: degewo Innovationspreis – SmartUp the City 2017

Gründer_innen und Startups, die im Bereich Smart City, Smart Building oder PropTech aktiv sind und innovative Projekte für die Immobilienwirtschaft entwickeln oder umsetzen, können sich ab sofort für den degewo Innovationspreis bewerben (Bewerbungsschluss: 11.08.2017). Neben der Netzwerkerweiterung wartet auf die Finalist_innen ein professionelles Coaching zur Optimierung des finalen Pitches und Geschäftsmodells. Die Gewinner_innen können sich über ein Preisgeld von 3.000 Euro freuen. Das führende Berliner Wohnungsbauunternehmen degewo AG ist Mitglied bei UnternehmensGrün.

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Angebot für UnternehmensGrün-Mitglieder: Reduzierter Beitrag für Fachtagung

Am 14. Juli veranstaltet die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg gemeinsam mit der Evoco GmbH die Fachtagung "Denken und Handeln in Ökosystemen – Vernetztes Agieren als Erfolgsfaktor" in Rottenburg. „Mit dieser Tagung wollen wir eine Diskussionsplattform bieten, strategische Lösungsansätze und konkrete Projekte diskutieren, um Unternehmen und Organisationen in ihrer Zukunftsfähigkeit und erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung zu unterstützen“, so Professor Dr. Michael Rumberg von der Hochschule Rottenburg.

Anmeldungen, die mit dem Zusatz „UnternehmensGrün" versehen sind, erhalten 20 % Rabatt auf den regulären Teilnahmebeitrag (nicht auf Studierenden-Tarif).

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Circular Economy: Green Alley Award für Startups und Unternehmen

Der Green Alley Award richtet sich an Startups und Unternehmen, die innovative Businessideen oder -konzepte, grüne Produkte oder Technologien im Bereich Kreislaufwirtschaft entwickelt haben oder daran arbeiten die industrielle Müll- und Recyclingsituation zu verbessern. Bis zum 25. Juli können die Bewerbungen eingereicht werden. Auf die Gewinner_innen warten Geld- und Sachpreise im Wert von 30.000 Euro. UnternehmensGrün ist Partner des Green Alley Awards.

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Veranstaltungen

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Berliner Unternehmensgespräche #7: Wahre Preise

Am 14.06. geht es bei den Berliner Unternehmensgespräche (19:00, taz.café) um die Frage, wie wahre Preise für Produkte realisiert werden können. Muss es wirklich so sein, dass die Last bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern liegt, die teurere Bio-Banane, das teurere faire T-Shirt zu kaufen, damit nachhaltige Produkte vorankommen? Oder muss die Politik nicht viel eher dafür sorgen, dass Produkte die wahren Preise ausweisen? Dann wäre die Pestizid-Banane im Regal die teurere Variante (kein Humusaufbau, weniger Biodiversität, Belastung der Böden mit Pestiziden usw.). Welche politischen Instrumente gibt es dafür? Was funktioniert heute schon in der Praxis?

Mit Input von Swantje Fiedler, stellv. Geschäftsführerin Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS) und Mitinitiatorin von www.nachhaltige-finanzreform.de sowie Maike Ladehoff, Soil & More International. Anmeldung zu den 7. Berliner Unternehmensgesprächen unter: herzog[at]unternehmensgruen.de

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Bio in Gefahr? Brüssel plant neue Kennzeichnung

Die EU-Kommission plant bis 2020 einen Binnenmarkt für grüne Produkte. Verbraucher_innen sollen ein umweltfreundliches Produkt schnell und einfach erkennen können. Dazu soll es einen sogenannten „Produktumweltfußabdruck“ für Lebensmittel geben. Aber was bedeutet das für die Bio-Branche? Werden konventionelle Produkte dann möglicherweise einen besseren Abdruck als Öko-Produkte aufweisen, weil sie vor allem quantitativ bewertet werden und nur Effizienz zählt? Wo bleibt da die Prozessqualität, die Bio ausmacht (Biodiversität, Bodenqualität usw.)?

Diskutieren Sie u.a. mit Jochen Flasbarth (Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit), Hugo Schally (Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt) und zahlreichen Vertreter_innen aus der Wirtschaft. Hier geht es zum Programm von "Bio in Gefahr?". Einige wenige Plätze sind noch verfügbar! Hier anmelden.

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Bericht Gründungsforschung: UnternehmensGrün diskutiert über Innovationspolitik

Im Mittelpunkt des Borderstep Impact Forums stand die Frage: Wie müssen Innovationen und Gründungen gefördert werden, damit die Transformation hin zu einer Green Economy gelingt? Darüber diskutierten über 220 Gäste und 37 Referent_innen. UnternehmensGrün beteiligte sich bei der Podiumsdiskussion zum Themenbereich „Smart Impact: Diffusion von Nachhaltigkeitsinnovationen“. Unser Fazit: Deutschland braucht einen Pfadwechsel in der Innovations- und Gründungsförderung. Nachhaltige Innovationen und Gründungen müssen besser gefördert werden, um eine Transformation der Wirtschaft zu erreichen. Gleichzeitig braucht es eine Veränderung der politischen Rahmenbedingungen: Die Preise müssen endlich die ökologische und soziale Wahrheit sagen. Den Veranstaltungsbericht können Sie auf unserer Homepage nachlesen

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Neue Mitglieder

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Moderne Altersvorsorge: Neue Wege der Solidarität

Die Hannoverschen Kassen wurden vor mehr als 30 Jahren als Selbsthilfe-Einrichtung gegründet. Der ethisch-sozial orientierte Unternehmensverbund hat den Schwerpunkt der betrieblichen Altersversorgung im sozialwirtschaftlichen und anthroposophischen Bereich und der Gestaltung von Solidargemeinschaften. Mit einer Vielzahl von Angeboten, Projekten und Dienstleistungen rund um die betriebliche Altersversorgung, wird die gute materielle Versorgung und menschenwürdige Entwicklung bis ins hohe Alter ermöglicht. Mit den anvertrauten Versicherungsgeldern wird verlässlich, ökologisch und sozial nachhaltig gearbeitet. Darauf ist die gesamte Kapitalanlagestrategie ausgerichtet.

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Sustainable Foodservice:
Beratung zu Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie

a’verdis ist ein Beratungsunternehmen mit Sitz in Münster und versteht sich als Vordenker, Ideengeber und Wegbereiter für eine nachhaltige und damit zukunftsfähige Außer-Haus-Verpflegung. a’verdis sichtet, übersetzt und bewertet wissenschaftliche Erkenntnisse, rechtliche Standards und gesellschaftliche Trends und entwickelt daraus individuelle und wirtschaftlich machbare Lösungen. Als wesentliche Herausforderung geht es dabei darum, die für eine gastronomische Dienstleistung so wichtigen Aspekte „Genuss“ (Freude am Essen) und „Gesundheit“ (inkl. Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden) mit den klassischen Nachhaltigkeitsthemen (wirtschaftliche, ökologische und soziale Verantwortung) zu einem ganzheitlichen Konzept zu verknüpfen, das die Wünsche und Erwartungen aller Gästegruppen berücksichtigt.

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Achtsam pflegen: Nachbarschaftlicher Pflegedienst

Wir begrüßen die futur-uno Perspektiven GmbH als neues Mitglied bei UnternehmensGrün. Das Unternehmen hat das Projekt Care4Me ins Leben gerufen. Care4me ist ein ambulanter Pflegedienst in Berlin und bietet Hilfestellung in jeder Lebenslage. Care4Me steht für Achtsamkeit im Umgang miteinander, Nachhaltigkeit und die sinnvolle Integration moderner Technik. Die Inspiration dazu stammt aus Holland: BUURTZORG (auf Deutsch: Nachbarschaftshilfe) und zeigt nicht nur das, sondern auch wie es möglich ist, dass Betreuende und Betreute gleichermaßen glücklich sind. Kleine selbststeuernde Teams betreuen bei Care4Me in einem Stadtviertel eine überschaubare Anzahl Menschen. Das Unternehmen will die ambulante Hauspflege revolutionieren. Transparenz im Umgang mit Zahlen und Partizipation beim Unternehmenserfolg sind wichtige Werte, die im Unternehmen gelebt werden.

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