Newsletter

Januar 2017

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Liebe Leserinnen und Leser,

wir wünschen Ihnen ein gesundes und friedliches neues Jahr! 2017 bringt viele wichtige - hoffentlich mutige - Entscheidungen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise. Meilensteine sind der G20-Gipfel in Hamburg, die 23. UN-Klimakonferenz in Bonn und natürlich die Bundestagswahl. Auf Brüsseler Ebene wird das EU-Winterpaket konkrete Vorschläge zu Emissionshandel, erneuerbaren Energien und Energieeffizienz bringen.

Für uns hat das Jahr 2017 auch deshalb eine ganz besondere Bedeutung, da UnternehmensGrün sein 25jähriges Bestehen feiert! Wir freuen uns auf unsere Jubiläumsveranstaltung am 23.11. in Berlin – gemeinsam mit Ihnen!

Im Januar beschäftigt uns die europäische Handelspolitik (13. Zivilgesellschaftliches Außenwirtschaftsforum 25.01. Berlin, Immer mehr Freihandel? Wo liegt unsere lokale Esskultur? 26.01. Freiburg) und die Debatte um die Agrarpolitik. Im Februar sind wir erstmalig auf der BIOFACH in Nürnberg vertreten und diskutieren u.a. gemeinsam mit Bioland und Bio-Unternehmen die Frage, welche politischen Rahmenbedingungen ökologisch orientiertes Wirtschaften heute braucht. Daneben nehmen neue Projekte Gestalt an – mit StartGreen@School bringen wir zum Beispiel eine nachhaltigkeitsorientierte Gründungskultur an Schulen.

Gestärkt durch immer mehr Unternehmen, die sich uns anschließen, streiten wir auch weiterhin für ambitionierte Konzepte in der Umwelt- und Wirtschaftspolitik!

Franziska Keich
Projektleitung “StartGreen@School” und Mitgliederbetreuung

 

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Politik

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Freihandelsdebatte I: Wie ist der Stand bei CETA? 

In der öffentlichen Wahrnehmung stand CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement), das Freihandelsabkommen mit Kanada, lange im Schatten der Debatten um TTIP (USA-Europa).  Durch die sachorientierte und breite Kritik aus Zivilgesellschaft, Politik sowie der Wirtschaft selbst konnte CETA nicht „unauffällig durchgewunken“ werden. Das ist gut so! Aber wo stehen wir jetzt und wie sieht der Fahrplan für CETA aus? Lesen Sie hier die Statusmeldung CETA. UnternehmensGrün hat die vorliegenden Zusatzerklärungen analysiert und bleibt dabei, dass CETA nicht zustimmungsfähig ist.

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Agrarwende: Zivilgesellschaft fordert nachhaltige Landwirtschaft

Zum bereits siebten Mal in Folge gehen zivilgesellschaftliche Organisationen, Bäuerinnen und Bauern, Lebensmittel-handwerker_innen und kritische Verbraucher_innen auf die Straßen, um eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft einzufordern. Am 21. Januar wird in Berlin gemeinsam für eine Agrar- und Ernährungswende demonstriert. Auch UnternehmensGrün ruft zur Demonstration auf und beteiligt sich! Denn in unserer Agrarstudie konnten wir u.a. zeigen, welche Gefahren Freihandels­abkommen wie CETA oder TTIP für kleine und mittlere Betriebe der Agrar- und Ernährungsbranche mit sich bringt.

Demonstration: 21. Januar 2017, 12:00 Uhr, Potsdamer Platz, Berlin

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Freihandelsdebatte II: Wie weiter nach dem Wechsel im Weißen Haus?

Nach der Wahl Donald Trumps sieht es so aus, als wäre TTIP tot oder zumindest scheintot. Aber ist das wirklich der Fall? Was ist mit anderen in der Kritik stehenden Handelsabkommen wie z.B. CETA, TiSA & Co.? Diskutieren Sie mit uns beim 13. Zivilgesellschaftlichen Außenwirtschaftsforum „Make Europe Great Again?“ am 25. Januar in Berlin. UnternehmensGrün-Geschäftsführerin Katharina Reuter moderiert die Paneldiskussion mit Petra Pinzler (Journalistin & Autorin), Dr. Volker Treier (DIHK), MdB Dirk Wiese (SPD) und Ernst-Christoph Stolper (BUND).

25. Januar 2017, 18 Uhr, Magnus Haus, Am Kupfergraben, 10117 Berlin

Eine Veranstaltung von attac, BUND, Forum Umwelt und Entwicklung und UnternehmensGrün.

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 Aus unseren Projekten

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Brüssel: Beteiligung am European Ideas Lab

UnternehmensGrün wird sich gemeinsam mit dem europäischen Dachverband Ecopreneur.eu am Ideen-Labor für die Transformation in Europa beteiligen. Die Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament lädt vom 3. bis 5. Februar 2017 nach Brüssel zum European Ideas Lab, um gemeinsam über die Herausforderungen unserer Zeit (Demokratie, soziale Gerechtigkeit, grüne Wirtschaft, Umwelt usw.) zu diskutieren. Es geht um Erfahrungsaustausch, um das Voneinander-Lernen und darum, ein Netzwerk für grüne, nachhaltige Transformationsideen zu schaffen.

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Plastikfreie Umweltprofis: Alternativen zu Einwegtüte und Co.

Sie sind überall: Über 6,1 Milliarden Plastiktüten werden laut Umweltbundesamt in Deutschland pro Jahr verbraucht, gut 10.000 Stück pro Minute! Viele der knapp 90 Junior_innen, die am Projekt „Umweltprofis von morgen“ in Baden-Württemberg teilnehmen, haben das Problem erkannt und arbeiten gemeinsam mit ihren Partnerunternehmen an Lösungen. Bei der Abfallwirtschaft Stuttgart und dem Stadtmarketing Ravensburg designen die Schüler_innen Stoffbeutel, die gleichzeitig zur Identifikation mit dem eigenen Wohnort dienen. Bei unverpackt in Karlsruhe wird ein Bilderbuch entworfen, das den Kleinsten das Thema plastikfreies Leben erklärt. Die Junior_innen bei ajaa! entwickeln eine Trinkflasche aus Biokunststoff.

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Veranstaltungen

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Regionaltreffen Stuttgart/Wernau: Effizienter Umgang mit Wasser 2.0

Am 08.02.2017 veranstalten wir zusammen mit der ARIS GmbH ein regionales Treffen zum Thema „Effizienter Umgang mit Wasser 2.0 – Herausforderungen für Praxis und Politik“. Mit Grußwort von Andreas Schwarz, MdL Grüne Fraktion Baden-Württemberg (Fraktionsvorsitzender) und der Vorstellung der WIN-Charta durch Peter Wüstner, Umweltministerium Baden-Württemberg. Stefan Prakesch (ARIS GmbH), Mitglied von UnternehmensGrün, ist überzeugt davon, dass sich mit der intelligenten Nutzung von Regenwasser täglich bis zu 50 Liter pro Person an Trinkwasser sparen lassen.

Anmeldung zur Veranstaltung unter: reichert[at]unternehmensgruen.de.

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BIOFACH in Nürnberg: Treffen Sie uns und unsere Mitgliedsunternehmen

In diesem Jahr findet die BIOFACH Messe vom 15. – 18. Februar in Nürnberg statt. UnternehmensGrün ist erstmals mit eigenem Stand vertreten und informiert über die Verbandsarbeit und Themen wie z.B. Ökolandbau, Agrotechnik, nachhaltiges Wirtschaften oder erneuerbare Energien. Außerdem ist Katharina Reuter beim Panel der Veranstaltung "Öko, nachhaltig, gemeinwohlorientiert – welche Rahmenbedingungen wollen wir?" im Kongressprogramm am 17. Februar um 15 Uhr dabei.

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Aus unserem Netzwerk

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Nachhaltigkeit im Unternehmen: Status-Quo-Check verschafft Klarheit

Am Anfang steht meist die gute Idee, das eigene Unternehmen nachhaltig(er) zu gestalten. Stück für Stück oder bereits grundlegend wird der Wandel vorangebracht. Unser Mitglied Sustaineration beschäftigte die Frage, wie die Unternehmen den Status-Quo und den weiteren Handlungsbedarf im Bereich Nachhaltigkeit erfassen können. Der nun vorgestellte Status-Quo-Check Nachhaltigkeit zeigt, wie das Unternehmen in den Handlungsfeldern Umwelt, Lieferkette, Arbeitswelt, Gesellschaft, Markt und Management aufgestellt ist. Wird der Fragebogen eingesandt, können die Ergebnisse gegen eine Gebühr in ein Indikatorenmodell überführt und ausgewertet werden (inkl. individueller Hinweise zu Verbesserungen für die Unternehmen).

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Nachhaltigkeit studieren: HNE Eberswalde setzt Schwerpunkt

Nachhaltigkeit hat Konjunktur. Die Zukunftsmärkte wie Erneuerbare Energien, Umwelttechnologien, Umweltforschung oder -planung und Anforderungen an Nachhaltigkeitswissen in Verwaltung und Politik erfordern gut ausgebildete Fachkräfte. Bei der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) zieht sich das Leitbild der Nachhaltigkeit durch alle Studiengänge. „Nachhaltige Unternehmensführung“ oder „Nachhaltiges Tourismusmanagement“ sind Studienfächer, in denen ökonomische Ziele des Wirtschaftens und auch soziale und ökologische Verantwortung gelehrt werden. Lesen Sie hier ein Interview mit Dr. Benjamin Nölting, Leiter des berufsbegleitenden Masters „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“.

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Neue Mitglieder

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Massivholz-Küchenmöbel aus ökologisch und sozial verantwortungsvoller Herstellung

Das Berliner Start-up Kitchen Impossible bietet ganzheitlich nachhaltig hergestellte Küchenmöbel aus naturbelassenem Holz und wurde 2015 gegründet. Die Herstellung der Möbel erfolgt in der Tischlerei einer sozialtherapeutischen Einrichtung in Berlin. Das Holz stammt zu 100 % aus zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft, die Oberflächen werden mit ökologischem Öl auf pflanzlicher Basis veredelt, bleiben diffusionsoffen und sorgen für ein gesundes Raumklima.

Gründer und Inhaber Ralf Willkommen über seine Motivation: „Unternehmer tragen für mich eine wesentliche gesellschaftliche Verantwortung. Wir brauchen eine neue Generation von Unternehmen, bei denen die Maximierung der Menschlichkeit vor allen anderen Zielen steht.“

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Neue Kooperationen im Bereich Agrar- und Lebensmittelwirtschaft

Gemeinsam können wir mehr erreichen! UnternehmensGrün vernetzt sich künftig über eine wechselseitige Mitgliedschaft stärker mit Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Bereich der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. Die neuen Kooperationsvereinbarungen wurden mit der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) und der Interessengemeinschaft FÜR gesunde Lebensmittel e.V. (kurz: IG FÜR) abgeschlossen. In beiden Vereinen engagieren sich Bio-Unternehmen, die auch bei UnternehmensGrün Mitglied sind, wie Neumarkter Lammsbräu oder die Upländer Bauernmolkerei. Hier geht es zur vollständigen Meldung!

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In eigener Sache

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Im Projekt „Ökologische Auswirkungen von Freihandelsabkommen“ ist seit November Deschna Afram (M.Sc.) tätig. Sie beschäftigt sich u.a. mit Fragen zum Schutz von geografischen Herkunftsangaben in CETA und mit der Aufweichung von europäischen Umweltstandards. Deschna arbeitet daneben als Strategieberaterin mit Unternehmen in Nachhaltigkeitsfragen zusammen und begeistert sich für gute Lebensmittel. In ihrem Studium „Globalisierung und Entwicklung“ an der School of Oriental and African Studies (SOAS, University of London) hat sie sich mit der globalen Entwicklungspolitik und der Auswirkungen auf Kleinbauern auseinandergesetzt.

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