Newsletter

Dezember 2016

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Liebe Leserinnen und Leser,

nach diesem - nicht nur für uns - ereignisreichen Jahr freuen wir uns auf eine ruhige, hoffentlich friedliche Weihnachtszeit.

Neben politischen Themen wie CETA, Klimaschutzplan, Kreislaufwirtschaft oder Steuerpolitik haben uns in den vergangenen Wochen vor allem unsere Projekte in Atem gehalten: Unsere „Umweltprofis von morgen“ sind nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch in Hessen und Schleswig-Holstein gestartet (Auftaktveranstaltung mit unserem Vorstand Jan-Karsten Meier bei StoCretec in Hessen).

Gerne legen wir Ihnen heute außerdem einige ausgewählte Veranstaltungsberichte ans Herz: Spannende Nachlese zu #Digitalisierung und Nachhaltigkeit (mit unserer Vorständin Nele Lübberstedt, inkl. Vortrag von Ulrich Sendler), ein Überblick über die Berliner Unternehmensgespräche zur Circular Economy und die Verleihung des StartGreen Awards (mit unserem Vorstand Axel Kaiser).

Am Ende eines Jahres ist es üblich Bilanz zu ziehen. Zum Beispiel: CO2-Bilanz. Als kleine weihnachtliche Überraschung präsentieren wir unseren eigenen CO2-Rechner! Ermitteln Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz und erfahren Sie, wie groß Ihr CO2-Fußabdruck heute ist und wo Sie bereits CO2 vermeiden.

Ein frohes + besinnliches Weihnachtsfest wünscht
das gesamte Team von UnternehmensGrün

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Politik

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CETA nicht ratifizieren: Offener Brief an die Abgeordneten in Europa und Kanada

CETA wurde lange Zeit von der Vorgängerregierung Kanadas und der vorherigen Europäischen Kommission im Geheimen verhandelt. Der endgültige CETA-Vertragstext und die angeschlossenen Erklärungen ignorieren nahezu alle sinnvollen und konkreten Vorschläge, die von der Zivilgesellschaft vorgetragen wurden, um die Fehler in CETA zu korrigieren. Gemeinsam mit 450 europäischen und kanadischen NGOs verlangt UnternehmensGrün in einem offenen Brief, dass das Europäische Parlament, das kanadische Parlament, aber auch nationale und regionale Parlamente die Rechte und Interessen der Menschen gegen die Gefahren, die durch CETA entstehen, verteidigen und im Rahmen des Ratifizierungsprozesses gegen CETA stimmen.

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Klimaschutzplan nachbessern: Reine CO2-Anforderungen im Gebäudebereich nicht ausreichend

Die Anforderungen an klimaneutrale Gebäude, die im Klimaschutzplan formuliert sind, springen zu kurz (Senkung der Treibhausgase durch Gebäude bis 2030 gegenüber 2014 um 40 Prozent). Sie müssten vielmehr das Energiesystem als Ganzes im Blick haben, fordert UnternehmensGrün im Rahmen der Gebäude-Allianz. Der Klimaschutzplan dürfe nicht dazu führen, dass Emissionen lediglich aus dem Gebäudesektor in die Energieerzeugung verlagert werden und die Kosten dafür einseitig Mieter und Stromkunden belasten.

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 Aus unseren Projekten

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Projektstart in Hessen: Startschuss für die Umweltprofis von morgen

Nun gibt es unser Bildungsprojekt für Nachhaltige Entwicklung auch in Hessen! Die Auftaktveranstaltung der „Nachhaltigkeitstrainees Hessen“ fand am 30.11. bei der StoCretec GmbH, einem mittelständischen Unternehmen für Betoninstandsetzung und Oberflächenschutz, statt. Insgesamt beteiligen sich sieben Schulen in der Pilotphase. Namhafte Unternehmen sind ebenfalls mit an Bord. So sagt Matthias Wiederhold, Branch Project Manager von Schneider Electric, Spezialisten für Energiemanagement und Automatisierung, über das Projekt: „Wir freuen uns sehr, dass es das Projekt nun auch in Hessen gibt. Wir sind gespannt auf die Ideen und Impulse der Nachhaltigkeitstrainees!“

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Aus unserem Netzwerk

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Fernzug mit Ökostrom: Mitglied Naturstrom stattet Locomore-Züge aus

Ab dem 14. Dezember 2016 bedient das alternative Bahnunternehmen Locomore täglich die Strecke von Stuttgart über Frankfurt und Hannover nach Berlin. Angetrieben wird der Crowdfunding-finanzierte Locomore-Zug durch den zertifizierten Ökostrom von unserem Mitglied NATURSTROM. Damit können jährlich über 4.000 Tonnen CO2 eingespart werden. „Locomore schafft für Reisende zwischen Stuttgart und Berlin eine nachhaltige Alternative“, meint NATURSTROM-Vorstand Oliver Hummel. Lesen Sie hier die ausführliche Pressemitteilung.

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Kleine Höfe stärken: Mit den Bürgeraktien der Regionalwert AG

„Nimm´s in die Hand!“ - nach diesem Motto gestalten die Regionalwert AGs die Beziehung zwischen Stadt und Land neu. Die Philosophie, kleine Höfe zu stärken und sich für regionale ökologische Lebensmittelwirtschaft einzusetzen, findet immer mehr Verbreitung. Denn jede/r kann die Agrarwende jetzt selbst in die Hand nehmen! Und zwar durch Aktienkauf bei den Regionalwert Aktiengesellschaften in Freiburg, Rheinland und Hamburg.

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Memo AG: Nachhaltiges Büro wird mit Elektro-Lastenrad ausgeliefert

Seit kurzem liefert unser Mitglied Memo AG ihre Ware mit Elektro-Lastenrad in Berlin (innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings) aus. Die letzten Meter Versandartikel werden in der Hauptstadt von Memo in Zusammenarbeit mit dem Rad-Logistik-Unternehmen Velogista GmbH beliefert. Memo leistet damit einen Beitrag zum emissions- und lärmfreien Transport ihrer Produkte und ist damit sogar noch schneller und weitaus umwelt- und gesundheitsverträglicher als eine Zustellung mit LkW oder Transporter. Wir freuen uns schon, unsere nächste Lieferung mit dem E-Lastenrad zu erhalten!

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Protest gegen #BaySanto: Unser Mitglied BESH demonstriert vor Bayer-Zentrale

Mit 40 Schweinen haben Bäuerinnen und Bauern der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) - Mitglied bei UnternehmensGrün - vor der Bayer-Zentrale in Leverkusen gegen die Übernahme des US-Konzerns Monsanto protestiert (Video). Mit der Übernahme von Monsanto durch Bayer erwächst eine zu große Marktmacht und Konzentration. Eine schlechte Nachricht für alle - aber vor allem für Kleinbauern und Landwirte. Diese kommen zukünftig in den Bereichen Saatgut, Gentechnik und Pestiziden noch mehr unter Druck von #BaySanto - und viele fürchten um ihre Existenz. Rudolf Bühler, Vorstandsvorsitzender der BESH, unterstreicht die gemeinsame Forderung: „Saatgut und Tierzucht muss in bäuerlicher Hand bleiben!“

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Neue Mitglieder

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Mit Bürgeraktien ökologische, regionale Lebensmittel ermöglichen

Die Regionalwert AG Rheinland ist nach Freiburg, Isar-Inn und Hamburg die vierte Regionalwert AG in Deutschland. Sie wurde im April 2016 von 34 Bürger_innen, Unternehmen und Stiftungen in Köln gegründet, um die ökologisch-soziale Land- und Ernährungswirtschaft im Rheinland zu stärken. Ein enges Partnernetzwerk, Beratung und finanzielle Hilfen stehen den Biobetrieben in Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Gastronomie zur Verfügung. Ökologische und soziale Leistungen werden durch einen jährlichen Bericht sichtbar gemacht - für mehr Bio aus dem Rheinland, eine vielfältige Landwirtschaft, gute Lebensmittel und Arbeitsplätze in der Region! Die Regionalwert AG Rheinland freut sich auch über die Unterstützung etablierter Bio-Unternehmen und Verbänden in der Region.

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Für einen nachhaltig guten Auftritt

Filmemacherin Jenny Weidt verbindet mit ihrer jungen Firma filmgrün Videoproduktion und Nachhaltigkeit. Dabei unterstützt sie ihre Kunden bei der Konzeption, Produktion und Postproduktion. Produktfilm, Firmenvideo, Imagevideo oder Eventdokumentation – filmgrün sorgt für einen nachhaltig guten Auftritt.

Gründerin Jenny Weidt: „Ich bin Mitglied von UnternehmensGrün um mich mit Gleichgesinnten auszutauschen, damit wir uns gegenseitig inspirieren und zum Nachdenken anregen. Um etwas zu bewegen. Denn gemeinsam sind wir stark!“

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Brachliegende Flächen zu grünen Oasen

Bunte Wiese statt brachliegende Flächen, Blütenpracht auf kleinem Raum, Gemüseanbau mitten in der Stadt – das ist die Idee hinter Guerilla Gardening. Mit Seedbomb City kann jede/r seine/ihre Stadt verschönern. Die bei Seedbomb City erhältlichen Seedbombs und Seedpills werden in liebevoller Handarbeit hergestellt und lassen Städte und karge Flächen aufblühen. Geschäftskunden werden mit den „grünen“ Werbegeschenken im personalisierten Design glücklich. Da Seedbomb City die Umwelt besonders schützen möchte, setzt Gründer Benjamin Graf auf ökologische Materialien und hält seinen ökologischen Fußabdruck bewusst so niedrig wie möglich. So verwendet er z.B. keine Metallklammern, sondern verschließt die Verpackungen mit GOTS (Global Organic Textile Standard) zertifiziertem Nähgarn.

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Veranstaltungen

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Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Ökologische und soziale Fragen der Digitalisierung

Am 14. Oktober lud die Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit UnternehmensGrün und GewerkschaftsGrün zur Veranstaltung „Update im Betriebssystem: Gute Arbeit und ökologisches Wirtschaften in der digitalen Zukunft“ ein. Gemeinsam mit Vertreter_innen aus Politik und Wirtschaft wurden Fragen diskutiert wie: Wie können ökologische und ökonomische Anforderungen im fortschreitenden Prozess der Digitalisierung berücksichtigt werden? Wo stehen wir in Deutschland in diesem Prozess? Auf welchen Feldern könnte die Digitalisierung ökologische Vorteile bringen? Unsere Vorständin Nele Lübberstedt (kaneo GmbH - green IT solutions) konnte die Sichtweise der mittelständischen Unternehmen einbringen.

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Berliner Unternehmensgespräche #4 – Circular Economy

Am 15.11.2016 luden wir, zusammen mit der Gemeinwohl-Ökonomie und der taz – die Tageszeitung, bereits zum vierten Mal zu unserer Reihe „Berliner Unternehmensgespräche“ ein. Dieses Mal stand die Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt. Zusammen mit Herwart Wilms, Geschäftsführer der REMONDIS Assets & Services GmbH & Co. KG und Timothy Glaz, Leiter Corporate Affairs von Werner & Mertz diskutierten wir über die Notwendigkeit und das Innovationspotential der Circular Economy. Lesen Sie auf unserer Homepage den vollständigen Bericht zur Veranstaltung.

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Grüne Startup-Szene im Mittelpunkt: Verleihung des Start Green Awards 2016

Auch in diesem Jahr wurde wieder der StartGreen Award im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit verliehen. Am 16.11.2016 wurde der Award in den Kategorien Gründungskonzepte (noch nicht gegründet), Start-ups, junge Unternehmen und Gründungsförderakteure verliehen. In der Fachjury der grünen Gründerszene saß auch in diesem Jahr wieder Axel Kaiser, Geschäftsführer von Denttabs  und Vorstandsmitglied bei UnternehmensGrün. Alle ausgezeichneten grünen Gründerinnen und Gründer finden Sie in unserem Bericht.

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In eigener Sache

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Im November bekam unsere Geschäftsstelle gleich doppelt Verstärkung: Christin Schmidt aus Brandenburg und Paul Mehlitz aus Berlin. Christin studierte Europäisches Management an der Technischen Hochschule Wildau und untersuchte in ihrer Bachelorarbeit die Effizienz des Recyclings von Kunststoffen in der modernen Abfallwirtschaft in Deutschland. Durch das betriebswirtschaftliche Studium will Christin sich in ihrer zukünftigen Berufslaufbahn für ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften einsetzen und unterstreichen, dass sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht widersprechen müssen. Paul besucht derzeit die Akademie für Internationale Bildung und ist im Fachabitur auf Wirtschaft spezialisiert. Paul ist sehr am nachhaltigen Wirtschaften interessiert und sagt: "Wirtschaft geht auch anders als mit unendlicher Profimaximierung auf Kosten der Umwelt."

Termine:

08. Februar | UnternehmensGrün Regional Stuttgart

15. - 18. Februar | BIOFACH 2017

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