Newsletter

Oktober 2016

---

Liebe Leserinnen und Leser,

der Herbst hat politisch begonnen. Am 17.09. gingen deutschlandweit hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA zu demonstrieren. Auch unsere Vorstände waren aktiv – Gottfried Härle (Stuttgart) und Axel Kaiser (Berlin) waren auf den Kundgebungen mit einem Beitrag vertreten.

Unsere Veranstaltung „Vom Autoland zum Mobilitätsland“ bot vielen Akteure der nachhaltigen Mobilität eine Plattform für Diskussion und Austausch. Die Stuttgarter Zeitung titelte: „Grüner Unternehmerverband – Abschied vom Autoland Baden-Württemberg gefordert“.

Ban Ki-Moon ist mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden – im Rahmen der feierlichen Veranstaltung vergangenen Freitag tauschten sich u.a. unsere Mitglieder Ulrich Walter (Lebensbaum) und Fritz Lietsch (forum Nachhaltig Wirtschaften) mit Geschäftsführerin Katharina Reuter aus.

Politisch geht es auch weiter - am 21.10.2016 zum Thema Agrar- und Ernährungsrevolution. Unsere Jahrestagung „Essen und Trinken ist politisch!“ findet in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin statt. Es sind noch Plätze frei - Sie sind herzlich eingeladen!

Herbstliche Grüße
Victoria Escobar, Projekt "Umweltprofis von morgen"

---

Politik

---

EU-Recyclingziele: Kritik am Vorstoß der Bundesregierung

In einem Gastbeitrag auf "Euractiv" fordert unsere Vorständin Alyssa Jade McDonald-Bärtl gemeinsam mit dem Kreislaufwirtschaftsexperten Arthur ten Wolde, die Erhöhung der Recyclingquoten auf europäischer Ebene nicht zu verhindern. McDonald-Bärtl engagiert sich auch im Vorstand des europäischen Dachverbandes Ecopreneur.eu und begleitet den Prozess zum Kreislaufwirtschaftspaket in Brüssel.

Lesen Sie hierzu auch die Kritik der Umweltverbände am Vorstoß der Bundesregierung.

---

Klimaschutzplan: Pläne der Bundesregierung nicht ambitioniert genug

UnternehmensGrün kritisiert im Rahmen der gemeinsamen „Gebäude-Allianz“ den aktuellen Entwurf des Klimaschutzplans (KSP). Um ein bezahlbares klimaneutrales Bauen & Wohnen 2050 zu ermöglichen, muss der Klimaschutzplan dringend mit konkreten Zielen und Zwischenzielen versehen werden. Außerdem müssen die notwendigen Maßnahmen klar benannt und die Verbindlichkeit der Ziele gewährleistet werden. Schon im Mai dieses Jahres hatte sich UnternehmensGrün am Klimaschutzplan 2050 der deutschen Zivilgesellschaft beteiligt – eine hohe Messlatte für die Klimaschutzaktivitäten der Bundesregierung.

---

CETA und TTIP: Unsere Vorstände geben kritischen Unternehmen eine Stimme

Am 17.09. gingen in sieben deutschen Städten 320.000 Menschen auf die Straße, um gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA zu demonstrieren. In Berlin und Stuttgart sprachen die UnternehmensGrün-Vorstände Axel Kaiser (Geschäftsführer DENTTABS GmbH) und Gottfried Härle (Geschäftsführer Clemens Härle Brauerei) für die Wirtschaftsinitiative „KMU gegen TTIP“ auf den Kundgebungen. Kaiser machte zum Auftakt der Demonstration in Berlin deutlich: "Nutzt eure Kontakte. Europaweit. Geht auf die Abgeordneten in Brüssel zu."

---

Aus unseren Projekten

---

mach Grün!: Jetzt anmelden für Ferien-Camp in Berlin

Wie wird die grüne Zukunftsstadt aussehen? Wie wird man dort leben und arbeiten? Diesen Fragen gehen Jugendliche zwischen 14-19 Jahre in den Herbstferien (16. – 21. Oktober 2016) im mach Grün! Feriencamp im wannseeFORUM auf den Grund. Dabei steht das Greening der Berufe im Fokus. Mit Zukunftsszenarien und Kreativwerkstätten wie Theater-, Audio-, Bau-Werkstätten. Treffen mit Expert*innen aus der Praxis, Impulsinputs und E-Learning stehen auf dem Plan. Mehr Infos zu Camp & Anmeldung gibt es hier. Die Plätze sind begrenzt! 

---

 Aus unserem Netzwerk

---

Start Green Award: Jetzt noch abstimmen! Preisverleihung und Netzwerkforum am 16.11.2016

Der Start Green Award ist der Preis für die grüne Gründerszene und stärkt Gründerinnen und Gründern der Green Economy aus Deutschland den Rücken. Bis zum 30.10.2016 läuft noch das Public Voting. Beim finalen Pitch vor einer Fachjury geht es um Geld- und Sachpreise im Wert von 50.000 Euro. In der Fachjury wird u.a. auch UnternehmensGrün-Vorstand Axel Kaiser (Geschäftsführer DENTTABS mbH) vertreten sein.
Noch Anmeldungen möglich: Am 16. November 2016 findet im Bundesumweltministerium in Berlin das Netzwerkforum und die Preisverleihung des StartGreen Awards statt.

---

Eröffnung: 50. BIO COMPANY Markt eröffnet in Berlin

Am 13.10.2016 eröffnet unser Mitglied BIO COMPANY ihren 50. Markt. Was ist neu? Die BIO COMPANY verzichtet erstmals vollständig auf Plastik-Knotenbeutel im Obst- und Gemüsebereich. Stattdessen werden wiederverwendbare Baumwoll-Beutel angeboten. Außerdem wird es erstmalig eine große Regalfläche mit verpackungsfreien Lebensmitteln zum Selbstabfüllen von Nüssen, Müsli, Reis und Pasta. Eine weitere Besonderheit ist ein begehbarer Käse-Humidor. Wir sind gespannt!

---

Green Product Award: Public Voting noch bis 13.10.2016

Der Green Product Award ist ein jährlich stattfindender, internationaler Wettbewerb für innovative, nachhaltige Design Produkte und Konzepte. Bis zum 13.10.2016 können Interessierte noch für die diesjährigen potenziellen Gewinner_innen des Green Product Audience Awards abstimmen. Lesen Sie hier nach, wer von der Jury in diesem Jahr ausgewählt wurde.

---

Nachhaltiger Umgang mit Wasser: Trinkwasser durch Regenwasser ersetzen

Stefan Prakesch (ARIS GmbH), Mitglied von UnternehmensGrün, ist überzeugt, dass sich mit Regenwasser täglich bis zu 50 Liter pro Person an Trinkwasser sparen lassen. Dabei möchte er nicht nur auf dem stillen Örtchen auf die Nutzung von Trinkwasser verzichten. Man könnte Regenwasser außerdem als Reinigungs-, Kühl- und Prozesswasser in Industrie und Gewerbe einsetzen, wo die empfindlichen Anlagen nach hochreinem Wasser verlangen. "Regenwasser enthält keine Fremdstoffe, Mineralien und Phosphate", erläutert der Fachmann in der Kontext Wochenzeitung.

---

Neue Mitglieder

---

Neue Mitglieder I: Moin Bio Backwaren GmbH

Seit über 20 Jahren macht Moin Bio gutes Essen für andere Menschen. Beliefert werden Bäckereien und der Naturkosthandel bundesweit und im europäischen Ausland mit biologischen Premium Backwaren. Dabei wird auf hochwertige handwerkliche Herstellungsverfahren ebenso wie auf moderne Technik gesetzt. So lebendig wie die Materie, der Teig, ist auch das Unternehmen, das sich als ständig lernende Organisation versteht. Dabei ist neben ausgezeichnetem  Rohstoff- und Prozessknowhow vor allem die Haltung der wichtig, in der Moin Backwaren arbeiten: eine Haltung der Hingabe und Zuwendung zu sich selbst und dem, was sie tun. Mitverantwortung für die  Entwicklung einer nachhaltigen, sozialen und ökologischen Zukunft der Gesellschaft zu übernehmen, ist dabei erklärtes Unternehmensziel.

---

Neue Mitglieder II: Protonet Betriebs GmbH

Was ist Protonet? Ein orangener Server in flüsterleiser Würfelform, der die eigenen Daten bewahrt? Eine Software SOUL, die verbindet? Beides. Nix Besonderes. Und vielleicht deshalb so orange. Bei Protonet sieht man das so: Die Datenproduzenten sollen auch die Bestimmer sein.
Protonet hilft außerdem künftig dabei, dass Dokumente und Bilder nicht mehr per Mail hin- und hergeschickt werden müssen, sondern alle Beteiligten am Objekt "zusammengerufen" werden und wie an einem Tisch arbeiten. Und: Wer bislang doodlete, dropboxte, evernotierte, slackte oder basecampte, erhält mit Protonet und SOUL die Möglichkeit, die Basics solcher Dienste in Anspruch zu nehmen ohne Schnickschnack und ohne die Aufgabe aller Rechte.

---

Veranstaltungen

---

#ESSENM8POLITIK: Jetzt noch für die Jahrestagung anmelden!

Diskutieren Sie mit unter anderem mit Ursula Hudson (Slow Food), Olaf Feuerborn (Bauernverband Sachsen-Anhalt), Reinhild Benning (Ernährungsrat Berlin) und Rudolf Bühler (Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall) über das, was sich in der Agrarpolitik ändern muss. Weitere Akteure der Agrar- und Ernährungsrevolution wie Malte Bombien (Regionalwert AG Hamburg), Conny Suhr (Princess Cheesecake), Jiro Nitsch (Next Organic) oder Michael Wimmer (Aktionsbündnis Agrarwende) sind ebenfalls dabei.

Das Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie auf unserer Homepage.

! Hinweis: Die Mitgliederversammlung findet dieses Jahr am Vorabend (20.10.2016) in der Heinrich-Böll-Stiftung statt.

---

Digitalisierung: Gute Arbeit und ökologisches Wirtschaften in der digitalen Zukunft

Die #Digitalisierung verändert schon heute unser Leben – wie wir kommunizieren, wie wir uns informieren, wie wir produzieren und konsumieren. Angesichts des digitalen Wandels stellen sich zentrale Fragen, wie z.B.: Welche ökonomischen und ökologischen Chancen ergeben sind durch die Digitalisierung? Die Heinrich-Böll-Stiftung, UnternehmensGrün und GewerkschaftsGrün möchten auf der Tagung am 14.10.2016 Antworten auf diese Fragen finden. Dazu laden wir Sie herzlich ein! Zur Registrierung geht es hier entlang.

---

Bericht: Vom Autoland zum Mobilitätsland - ein Abend voller guter Ideen & neuer Netzwerke

Am 21.09.2016 fand die Veranstaltung „Vom Autoland zum Mobilitätsland“ statt. Hierzu waren viele Unternehmer_innen, Vertreter_innen aus der Politik und Interessierte eingeladen. „Die Mobilität der Zukunft muss klimaneutral sein!“, forderte Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur in Baden-Württemberg, auf der Veranstaltung die UnternehmensGrün im Mock-up der Nimbus Group in Stuttgart ausrichtete. Neben fachlichem Input hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit eBikes, S-Pedelecs, Lastenräder, den eSmart von car2go oder den BMW i3 und i8 auszuprobieren. Den vollständigen Veranstaltungsbericht können Sie auf unserer Homepage nachlesen. Zur Bildergalerie bitte hier entlang.

---

Klimabewegung: Ecopreneurs for the Climate

Im Rahmen der „Global Week of Green Business and the Climate Movement” vom 24. - 30.10.2016 richtet UnternehmensGrün zusammen mit GreenBuzz das Ecopreneurs for the Climate Event am 25. Oktober im Betahaus Berlin aus. Es wird ein „Climate Innovation Lab“ geben, wo sich Jungunternehmer_innen, grüne Firmen und Vereine zusammen finden und lokale Herausforderungen im Klimabereich identifizieren und nachhaltige Lösungen für die Wirtschaft erarbeiten. Darüber hinaus wird für den „Climate Champion Award“ abgestimmt – Ecopreneure und grüne Firmen werden ihre Projekte und Produkte einer Expertenjury und einem vielfältigen Publikum zur Abstimmung präsentieren. Die zu vergebenen Preise beinhalten Interviews mit internationalen Medien, Mentoring durch Sponsoren und die Teilnahme am COP22-Gipfel.

---
---