Newsletter

September 2016

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin’s - das neue Büro von UnternehmensGrün!

Sie finden den Bundesverband der grünen Wirtschaft jetzt direkt im Regierungsviertel! Die neue Adresse: Unterbaumstraße 4, 10117 Berlin (fußläufig zwischen Hauptbahnhof und Friedrichstraße). So langsam werden die Räume hier fertig eingerichtet – und ich freue mich über die neue Farbe an den Wänden. Natürlich ökologische Lehmfarbe.

Die Sommerpause ist vorbei und viele spannende Veranstaltungen von UnternehmensGrün stehen an:

• 21.09.2016: "Baden-Württemberg: Vom Autoland zum Mobilitätsland" in Stuttgart mit Keynote von Minister Winfried Hermann (u.a. mit eCars von BMW, car2go und eBikes zum Probefahren)

• 14.10.2016: "Update im Betriebssystem Gute Arbeit und ökologisches Wirtschaften in der digitalen Zukunft", Heinrich Böll Stiftung Berlin

• 21.10.2016: "Auch Essen und Trinken ist politisch!" Jahrestagung in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung (Keynote: Ursula Hudson, Slow Food)

Besondere Lese-Empfehlung: Unser Interview mit Vorständin Muhterem Aras.
Im Mai wurde sie zur Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg gewählt. Was hat sie sich vorgenommen? Das gesamte Interview ist auf unserer Homepage zu finden.

Wir begrüßen diesmal Neumarkter Lammsbräu und Klimaktiv als neue Mitglieder.

Beste Grüße – und wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihre neue Bundesgeschäftsstelle & das Team von UnternehmensGrün

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Politik

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Vorständin Muhterem Aras: „Ich bin und bleibe eine politische Präsidentin“

Muhterem Aras, Mitglied im Vorstand von UnternehmensGrün, wurde im Mai 2016 zur Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg gewählt. Seitdem ist viel passiert! Was hat sich Muhterem vorgenommen? Wie viel Spielraum wird die neue Rolle künftig für ihr umweltpolitisches Engagement lassen? O-Ton dazu: „Dass Nachhaltigkeit wichtig ist, ist vor allem in Baden-Württemberg in allen Gesellschaftsschichten Konsens. Die baden-württembergischen Unternehmen haben sehr früh begriffen, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind, sondern dass man als Unternehmen langfristig nur erfolgreich sein kann, wenn man hier eine vernünftige Balance findet.“ Das gesamte Interview ist auf unserer Homepage zu finden.

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Freihandelsabkommen: CETA und kleine und mittelständische Unternehmen

Am 17.09. werden in sieben deutschen Städten und europaweit die Menschen gegen TTIP und CETA auf die Straße gehen. CETA ist mitnichten ein "gutes" Abkommen, wie uns Minister Gabriel Glauben machen will. Viele Mittelständler warnen vor CETA - beispielsweise weil eine ähnliche Einbahnstraße bei der Harmonisierung technischer Standards droht wie bei TTIP. Die Schöpflin-Stiftung hat in diesem Zusammenhang ein Positionspapier veröffentlicht, welche die potentiellen Auswirkungen von CETA auf kleine und mittlere Unternehmen feststellt.

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Klima-Manifest veröffentlicht: Auch Wirtschaft will ambitionierten Klimaschutzplan

Am 08.09.2016 fand das Wahl-Bankett unserer Klima-Allianz vor dem Reichstag statt! Dabei wurde das Klima-Manifest mit Forderungen und Handlungsempfehlungen zur Bundestagswahl an Vertreterinnen und Vertreter der Parteien übergeben. Das Bündnis betonte die Bedeutung eines wirksamen Klimaschutzplans 2050. Dieser werde nicht nur benötigt zum Erreichen der Klimaziele Deutschlands, sondern gilt auch als wichtiges Signal an Entwicklungs- und Schwellenländer. Für UnternehmensGrün machte Vorstand Klaus Stähle klar, dass auch die innovative grüne Wirtschaft einen ambitionierten Klimaschutzplan fordert.

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Aus unseren Projekten

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Greening Europe‘s Economy 2016: Startschuss für Online-Umfrage

Das Projekt „Greening Europe‘s Economy 2016“ wurde von UnternehmensGrün in Zusammenarbeit mit dem europäischen Dachverband Ecopreneur.eu entwickelt. Mit dem Projekt wird die nachhaltige Wirtschaft in Europa gestärkt. Ein Element ist die gerade gestartete Umfrage, mit der nachhaltige Unternehmen und Start-ups noch bis zum 04.10.2016 rund um ihren unternehmerischen Alltag und zu Hindernissen & Chancen befragt werden. Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Wir freuen uns über eine rege Beteiligung, hier geht‘s zur Umfrage.

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Neu in Hessen: „Umweltprofis von morgen“ verknüpfen Wirtschaft, Schule und Nachhaltigkeit

Die Umweltprofis von morgen starten neben Schleswig-Holstein in diesem Jahr auch erstmalig in Hessen!

Das waldreichste Land in der Mitte Deutschlands bietet jungen Menschen nun auch die Möglichkeit, gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds, sich im Bereich Nachhaltigkeit zu profilieren.

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 Aus unserem Netzwerk

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Mitglied ReUse-Verein: Eco-Innovationsproject RUN gestartet

Das Ziel des RUN-Projektes ("ReUse Notebook – Collection, Refurbishment and Distribution System") ist der Aufbau eines Systems für Sammlung, Lagerung, Wiederaufarbeitung und Wiederverkauf gebrauchter Notebooks aus Privathaushalten und kleinen und mittleren Unternehmen. Das EU-geförderte Projekt Run möchte durch gezielte Sammlung und Wiederverwendung von alten Notebooks den Lebenszyklus der Geräte verlängern, wovon Mensch und Umwelt profitieren. Ab sofort ist es Unternehmen möglich Geräte postalisch einzusenden und auf Wunsch im Gegenzug eine Bestätigung über die Datenlöschung bzw. über die physikalische Zerstörung der Festplatte zu erhalten. Das Versandlabel kann kostenlos über die RUN-Website generiert werden.

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Mitglied KlimAktiv: CO2-Rechner 4.0 von KlimAktiv ist online!

Mit diesem neuen zukunftsweisenden Tool zur Bewusstseinsbildung wird aufgezeigt, dass Klimaschutz wirklich machbar ist. Auf spielerische Weise kann man den CO2-Fußabdruck erkunden und herausfinden, wie ob man bereits zum Klimaschutz beiträgt, und wo noch Handlungsspielraum besteht. Mit wenigen Klicks kann ein jeder – Kunden, Mitarbeiter oder Bürger – online erproben, wie sich die persönliche CO2-Bilanz in einem gesellschaftlichen Kontext bis 2050 entwickelt. Es wird deutlich, was das Klimaschutzabkommen von Paris für den einzelnen Bürger bedeutet und wie der Einzelne dazu beitragen kann, dass wir gemeinsam das Klimaschutzziel erreichen. Hier den neuen CO2-Rechner online ausprobieren.

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Neue Mitglieder

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Neue Mitglieder I: Neumarkter Lammsbräu

100 Prozent Bio. O Prozent Kompromiss. Dieses Motto nimmt man beim Bio-Pionier Lammsbräu wörtlich. Schon vor über dreißig Jahren stellten die Oberpfälzer auf Bio-Brauzutaten um. Doch dabei blieb es nicht. Konsequent wurden nach und nach wirklich alle Bereiche des Neumarkter Traditionsunternehmens umgekrempelt und nach Wegen gesucht, im Einklang mit der Natur immer nur die besten Getränke auf wirklich nachhaltige Weise herzustellen. Und auch über die Unternehmensgrenzen hinaus setzt man sich beim Neumarkter Bio-Pionier schon seit Jahren für unsere Umwelt und ihren Erhalt aktiv ein, unter anderem indem man den regionalen Ökolandbau und den Wasserschutz nachhaltig fördert und auch andere auf seinem Weg mitnimmt.

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Neue Mitglieder II: KlimAktiv Consulting GmbH

Wie groß ist der CO2-Fußabdruck meines Unternehmens? Wie klimarelevant ist die Lieferkette meiner Produkte? Wie setze ich unternehmerische Klimaziele im Einklang mit dem 2° Ziel?  Mit Hilfe von KlimAktiv werden CO2-Bilanzen erstellt und entwickelt und zusammen mit den Kunden ehrgeizige, aber machbare Klimastrategien erarbeitet. Die CO2-Rechner (z. B. für Unternehmen und Privatpersonen) wurden mehrmals durch das Umweltbundesamt sowie das Umweltministerium gefördert. Durch eine zielgerichtete Klimastrategie werden Kunden, Partner und die Öffentlichkeit überzeugt - Klimaschutz wird zum Wettbewerbsvorteil.

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Veranstaltungen

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Jubiläum des Bundesumweltministeriums: Umweltpolitik 3.0

Am 10. und 11. September 2016 gibt sich die Klima- und Umweltbewegung auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg ein Stelldichein. Beim großen Umweltratschlag zum 30-jährigen Jubiläum des BMUB geht es um die Herausforderungen an die Umweltpolitik der Zukunft. Über 100 Initiativen, Verbände und Organisationen aus der Zivilgesellschaft beteiligen sich mit ihren Schwerpunkten und Standpunkten. Das ganze Wochenende ist UnternehmensGrün nicht nur mit einem Infostand auf dem Festival vor Ort sondern am Samstag auch mit Fachforum vertreten. Unter dem Motto „It’s so easy being green“ diskutieren wir mit Dr. Kristina Bognar von Schneider Electric GmbH und Enrico Rima von Lebenskleidung. Den Bericht dazu finden Sie später auf unserer Homepage. Außerdem leistet unser Mitglied OmniCert einen Beitrag: Thorsten Grantner wird das Festival als Umweltgutachter bei der EMAS-Zertifizierung begleiten (EMAS = Europäisches Umweltmanagementsystem; Eco-Management and Audit Scheme).

Der Eintritt ist kostenlos. Alle weiteren Informationen zu "Umweltpolitik 3.0 - das Festival der Zukunft" finden Sie unter www.festivalderzukunft.de.

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Baden-Württemberg: Vom Autoland zum Mobilitätsland mit Keynote von Minister Winfried Hermann

Wie geht nachhaltige Mobilität heute und wie sieht eine zukunftsfähige Mobilität aus? Menschen-, umwelt- und klimaverträglich, sozial, bezahlbar. Aus Sicht eines ökologisch orientierten Wirtschaftsverbandes müssen die Konzepte der Zukunft Belastungen für Mensch und Umwelt durch Lärm und Schadstoffe verringern, aber auch wirtschaftlich effizient sein. Am 21.09.2016 sind Minister Winfried Hermann, Landtagspräsidentin Muhterem Aras und viele Vertreter_innen aus der Wirtschaft sowie Start-ups in Stuttgart und diskutieren bei der Veranstaltung „Baden-Württemberg: Vom Autoland zum Mobilitätsland“ genau darüber. Das Programm finden Sie auf unserer Homepage. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten: Stefanie Herzog, Email: herzog@unternehmensgruen.de

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Jahrestagung UnternehmensGrün: Auch Essen und Trinken ist politisch!

Am 21.10.2016 richten wir in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung unsere Jahrestagung aus. In diesem Jahr steht alles unter dem Motto: „Auch Essen und Trinken ist politisch!“ In Zeiten von TTIP, Milchkrise, Landgrabbing, Höfesterben, steigendem Anteil von Bio-Importen und weiteren Konflikten in der Landwirtschaft zeigt sich: Wir brauchen eine agrarpolitische Wende. So geht es nicht weiter! Die Konferenz bringt die politische Dimension des Themas „Ernährung“ auf den Punkt und stellt neue Geschäftsmodelle für die Agrar- und Ernährungswende vor; zeigt, welche Ideen Zivilgesellschaft und Start-ups entwickeln und welche neuen Märkte damit erschlossen werden. Und diskutiert, welche politischen Rahmenbedingungen sich dafür ändern müssen. Zum (vorläufigen) Programm geht es hier entlang.

! Hinweis: Die Mitgliederversammlung findet dieses Jahr am Vorabend (20.10.2016) in der Heinrich Böll Stiftung statt.

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Bewusstseinsentwicklung: Eintägige Einführung in integrale Theorie

Unser tägliches Handeln, die Entscheidungen, die wir treffen – all das beruht auf unserem individuellen Bewusstsein. Wie nehme ich die Welt wahr? Wie tun es andere? Warum reden Menschen so oft aneinander vorbei? Am 01.10., 05.11. und 03.12. gibt es die Möglichkeit in Workshops an einer Einführung in die integrale Theorie (Ken Wilber) und Bewusstseinsentwicklung (Spiral Dynamics) teilzunehmen. Katharina und Florian Gerull von Ökofrost, Mitglied bei UnternehmensGrün, geben ihre eigenen Erfahrungen weiter und laden herzlich ein. Alle Informationen zu Ort und Anmeldung finden Sie hier.

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IÖW-Konferenz: Dezentrale Energiewende vor dem Aus?

Am 07.11.2016 richtet das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) eine Konferenz zum Thema: „Dezentrale Energiewende vor dem Aus?“ aus. Mit den aktuellen energiepolitischen Entscheidungen wie dem novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz werden neue Regelungen diskutiert und beschlossen, die die dezentrale Stromerzeugung erschweren: In eigenen Anlagen selbst erzeugten Strom direkt zu verbrauchen, ist teilweise schlechter gestellt oder wird zukünftig unmöglich gemacht. Dabei stellt genau dieser Eigenverbrauch für viele Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen eine zentrale Motivation und einen wichtigen Akzeptanzfaktor für die Energiewende dar. Welches Potenzial bleibt den Selbstversorgern als energiewirtschaftlichen Akteuren der Zukunft? Weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite des IÖW.

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