Newsletter

Juli 2016

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Liebe Newsletter-Abonnent_innen, liebe Unternehmer_innen,

was hat unser Verband im Jahr 2015 bewegt, gefordert, auf die Beine gestellt? Die Antwort kann in unserem ‪‎Jahresbericht nachgelesen werden! Auch unser europäischer Dachverband Ecopreneur.eu hat seinen Jahresbericht für 2015 veröffentlicht.

Im Rahmen unserer nachhaltigen Bildungsprojekte #umweltprofisvonmorgen fanden in der letzten Woche die Auszeichnungen statt. Die 70 „Nachhaltigkeitstrainees NRW“ wurden von Marlies Dieckmann, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft Natur- und Verbraucherschutz, in Bochum ausgezeichnet. In Stuttgart ehrte Umweltminister Franz Untersteller 110 Schülerinnen und Schüler bei der Urkundenübergabe.

Übrigens, UnternehmensGrün wächst weiter. In diesem Newsletter stellen wir Ihnen deshalb gleich vier neue Mitglieder vor (s.u.)!

Wir wünschen eine interessante Lektüre,

Stefanie Herzog, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

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Politik

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Erbschaftsteuer: Kompliziert und radikal ist nicht automatisch gerecht

UnternehmensGrün setzt sich bei der Diskussion um die Erbschaftssteuer für ein einfaches Flat-Tax-Modell ein. So ein Modell setzt die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts um, sichert Arbeitsplätze sowie den Bestand von Betrieben. In einem gemeinsamen Papier haben Cem Özdemir, Parteivorsitzender von Bündnis 90/ Die Grünen und Klaus Stähle, Vorstand UnternehmensGrün, diese Position dargelegt. >> Papier zur Erbschaftssteuer

„Kompliziert und radikal ist nicht automatisch gerecht“, betonen die Autoren. UnternehmensGrün lehnt den Regierungsentwurf zur Reform der Erbschaftssteuer ab – dieser war zuletzt nicht durch den Bundesrat gekommen und im Vermittlungsausschuss gelandet. Unter anderem die Stuttgarter Zeitung berichtete.

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Berliner Signal: Neue Wirtschaftsinitiative gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

„In Deutschland gibt es wieder offenen Rassismus. Dieser darf in den Betrieben keinen Platz haben.“, sagt Frank Freimuth, Geschäftsführender Gesellschafter unseres neuen Mitglieds, der INTERENA GmbH und Gründer des Berliner Signals, einer Wirtschaftsinitiative von Unternehmer_innen und Manager_innen, die sich gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus einsetzen. Sie plädieren für Integration und eine Willkommenskultur, auch und vor allem in den eigenen Betrieben. Hier können Sie den Aufruf unterzeichnen, weitere Informationen zum „Berliner Signal“ sind auf unserer Homepage zu finden.

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Nachhaltigkeit ins Grundgesetz: Mit Verfassungsrang bessere Verankerung in Politik und Gesellschaft schaffen

UnternehmensGrün-Vorstand Gerd Hofielen nahm am 8. Juni 2016 an der Öffentlichen Anhörung des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung zum Thema “Nachhaltigkeit ins Grundgesetz?” teil. Dort gaben die Sachverständigen Prof. Dr. Joachim Wieland (Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer), Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier (Präsident des Bundesverfassungsgerichts a.D.), Prof. Dr. Gesine Schwan (Präsidentin der Humboldt-Viadrina, Governance Platform gGmbH) eine Stellungnahme ab. Der vollständige Bericht kann auf unserer Homepage nach gelesen werden.

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Jahresbericht 2015: Gemeinsam viel erreicht!

Was hat UnternehmensGrün 2015 bewegt, gefordert, auf die Beine gestellt? Der Jahresbericht gibt einen Einblick in die Arbeit unseres Verbandes, der wie kein anderer für die konsequente politische Rahmensetzung für die Transformation der Wirtschaft steht. Denn freiwillige Verpflichtungen und Zusagen der Industrie sind das eine – Gesetzgebung und Ordnungsrecht das andere. Wir brauchen eine Steuerpolitik, die wirklich nach ökologischen und sozialen Maßstäben „steuert“. Wir brauchen eine Energiepolitik, die keine Bestandsgarantien für fossile Erzeugungskapazitäten schafft, sondern den ambitionierten Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreibt >> Jahresbericht weiterlesen

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Aus unseren Projekten

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#umweltprofisvonmorgen: 180 Nachhaltigkeitsurkunden überreicht

Marlies Dieckmann, Referatsleiterin im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft Natur- und Verbraucherschutz, hat 70 „Nachhaltigkeitstrainees NRW“ in Bochum ausgezeichnet: „Es ist wichtig, dass junge Menschen ein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Ökologie, Ökonomie und Sozialem sowie für die Verantwortung von Unternehmen erhalten“, erklärte sie in ihrer Ansprache. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen. Der Geschäftsführer der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, Eberhard Neugebohrn, sagte im Interview mit dem Deutschlandfunk: “Die Schüler kommen in eine Unternehmensumgebung und entdecken plötzlich, dass sie was können. Und wenn zusätzlich noch Kompetenz aufgebaut wird - was geschieht eigentlich in einem Unternehmen, worauf kommt es da an - dann ist das eine ganz wichtige Bildungserfahrung."

110 Schülerinnen und Schüler wurden in Baden-Württemberg ausgezeichnet, so viele wie noch nie. Umweltminister Franz Untersteller überreichte die Urkunden: „Die ‚Umweltprofis von morgen‘ sind mittlerweile in den unterschiedlichsten Unternehmen zu finden - vom Dienstleister für Energie - und Elektrotechnik bis zum Bekleidungshersteller oder Hotel. Die jungen Menschen lernen, dass sich nachhaltiges Wirtschaften in jedem Unternehmen umsetzen lässt“, so der Minister. Unter anderem berichtete auch die Badische Zeitung über das Projekt.

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 Aus unserem Netzwerk

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Europäischer Dachverband: Jahresbericht 2015 von Ecopreneur.eu online

2015 erblickte unser europäischer Dachverband das Licht der Welt! Das Jahr begann mit der Gründungspressekonferenz von Ecopreneur.eu in Wien. Es folgten Workshops mit nachhaltigen Start-ups in Madrid und Barcelona. Im Mai veröffentlichte der Verband eine Handreichung für grüne Start-ups. Highlights waren die Anhörung zum Green Action Plan for SMEs im ITRE, das Delegationstreffen mit Wirtschaftsvertretern und Hugo-Maria Schally, Referatsleiter Öko-Innovation und Kreislaufwirtschaft (Generaldirektion Umwelt) und die Vorstellung im europäischen Parlament bei einem Breakfast-Event mit MEP Reinhard Bütikofer. >> Jahresbericht Ecopreneur.eu (englisch)

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Grüne Gründerszene: Jetzt für StartGreen Award 2016 bewerben

Ab sofort können sich innovative Start-ups und vorbildliche Gründungsförderer im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit für den StartGreen Award 2016 bewerben. Der Community Preis für die grüne Gründerszene wird in vier Kategorien vergeben:Gründungskonzepte (noch nicht gegründet), Start-ups (bis 5 Jahre), junge Unternehmen (5 – 15 Jahre) und Gründungsförderakteure (z. B. Gründungszentren, Kapitalgeber, Gründungswettbewerbe, Förderprogramme, Hochschulen, Medien, Verbände). Wer auszeichnungswürdig ist, darf eine grüne Gründer-Community im Halbfinale durch ein Public Voting mitbestimmen. Beim finalen Pitch vor einer Fachjury geht es um Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von 50.000 Euro. Unser Vorstand Axel Kaiser (denttabs GmbH) wird sich wieder in der Jury engagieren. Wir wünschen viel Erfolg!

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Crowdfunding gestartet: Projekt „SENtypha“ in Afrika

In Afrika wächst ein Ökobaustoff und keiner traut sich an die Ernte? Doch: Unser neues Mitglied KAITO mit ihrem Projekt „SENtypha“. Im Senegal wächst in riesigen Mengen das Schilfrohr „Typha Australis“. Vor Ort wird dieses Schilf als Unkraut bezeichnet und gefährdet sogar die Schifffahrt, die Fischerei und die Trinkwasserversorgung der Hauptstadt Dakar. Dabei ist Thypha extrem vielseitig. Alle bisher gemachten Studien kamen zum gleichen Ergebnis: Typha ist ein Multitalent! Dämmstoff, Baumaterial, Sandalen, Fußmatten, Teppiche – bis hin zu Fischfutter. Für die nachhaltige Ernte in großen Mengen fehlen aber bisher eine klare Vorstellung und ein konkreter Plan, da Typha im Senegal noch nicht als Wertstoff erkannt wurde. Diesen Plan wollen die Menschen hinter „SENtypha“ erstellen. Hier können Sie die Crowdfunding-Kampagne unterstützen!

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kaneo GmbH: Unser Mitglied gewinnt Energiesparcup Deutschland für Unternehmen

Innerhalb eines Jahres hat unser Mitglied kaneo GmbH ihren Stromverbrauch um 54 Prozent gesenkt und somit den Energiesparcup Deutschland für Unternehmen gewonnen! Damit hat sich kaneo für das europäische Finale in ‪Brüssel qualifiziert. „Ich hätte nie gedacht, dass wir noch so viel sparen können, aber genau deshalb haben wir beim Energiesparcup mitgemacht: Wir wollten einen unabhängigen Blick von außen. Wir wollten nicht nur wissen, was wir schon richtigmachen, sondern vor allem sehen, was wir noch verbessern können“ begründet Geschäftsführerin Nele Lübberstedt ihre Motivation. Im Rahmen des europäischen Energiesparwettbewerbs für kleine und mittlere Unternehmen hat die kaneo GmbH - green IT solutions gemeinsam mit 170 Unternehmen aus neun europäischen Ländern ein Jahr lang Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs umgesetzt.

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Förderprogramm für KMU: unternehmensWert: Mensch

Eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur ist die Voraussetzung für engagierte Beschäftigte, Innovation und einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Viele kleine und mittlere Betriebe verfügen in der Regel nicht über die nötigen Ressourcen zur strategischen Ausrichtung ihrer Personalpolitik. Das Förderprogramm „unternehmensWert: Mensch“ verspricht niedrigschwellige Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen für eine zukunftsfähige Personalpolitik durch professionelle Prozessberatung. Maximal können 10 Beratungstage gefördert werden. Die Förderung der Beratung beträgt pro Beratungstage à 1.000 € netto bis zu 50 % bzw. 80 % bei Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigte. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Sozialfond der EU und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Weiterführende Informationen gibt es unter: www.unternehmens-wert-mensch.de

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In eigener Sache

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Verstärkung in der Geschäftsstelle: Victoria Escobar Heredia

Seit Juli unterstützt Victoria Escobar Heredia (MA) bei UnternehmensGrün die Projektleitung der BNE-Projekte „Umweltprofis von morgen“als Projektassistenz. Victoria studierte Soziologie in Kassel und Cork (Irland) und beendete ihr Masterstudium der Soziologie an der Freien Universität Berlin. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie den Zusammenhang des Umweltverhaltens von Jugendlichen und sozialer Ungleichheit. Arbeitserfahrung sammelte Victoria in der Bildungs- und Arbeitsmarktforschung im „Self-Projekt“ der FU Berlin, am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und während eines Praktikums bei UnternehmensGrün. Im Rahmen des weltwärts-Programms engagierte sie sich für ein Jahr an einer Schule in Kolumbien. 

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Neue Mitglieder

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Neue Mitglieder I: BIO COMPANY

Der erste Laden der BIO COMPANY wurde 1999 in Charlottenburg als „natürlicher Supermarkt“ gegründet. Die Idee, Bio-Produkte als Vollsortiment-Supermarkt anzubieten, fand schnell Freunde. Mittlerweile ist der Bio-Filialist auf fast 50 Märkte angewachsen und damit regionaler Marktführer Berlin/Brandenburg. 1.390 Mitarbeiter beschäftigte die BIO COMPANY Anfang 2016, darunter 120 Auszubildende. Das Unternehmen erhielt 2015 von der IHK eine Anerkennung beim Wettbewerb „Bester Ausbildungsbetrieb Berlin“. Die BIO COMPANY setzt von Anfang an auf ein breit aufgestelltes Regional­partnernetz und bezieht bevorzugt aus eigenen und angrenzenden Bundesländern. Sie will vor allem die kleinen und bäuerlichen Strukturen in der Region fördern. Eine Form der großindustriellen Produktion lehnt das Unternehmen ab und erteilt auch Massentierhaltung eine klare Absage.

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Neue Mitglieder II: jedernet – einfach internet

Seit 2010 bietet die jedernet GmbH Internet-Dienstleistungen und Medienproduktionen jeder Art an. Kernkompetenz sind individuelle Lösungen, vielfältig kombinierbare Medien und nahtlose Integration für kleine und mittelständische Unternehmen, Existenzgründer und Freiberufler. Neben ihren Kunden liegt der jedernet GmbH die Umwelt besonders am Herzen: Seit 2015 ist die Firma klimaneutral zertifiziert. Mit dem Internetportal www.foodroot.de fördern sie seit 2014 Produzenten, Einzelhändler und Gastronomen, die regional, bio und fair Lebensmittel erzeugen, verarbeiten oder verkaufen.

Martin Sell, Geschäftsführer der jedernet GmbH: Nachhaltig bedeutet für mich nicht nur grün zu wirtschaften, sondern auch die Förderung lokaler Strukturen und Erhalt der Vielfalt!

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Neue Mitglieder III: INTERENA GmbH

Dr. Frank Freimuth ist geschäftsführender Gesellschafter der INTERENA GmbH, die sich mit der Förderung nachhaltiger Unternehmensentwicklung durch „Sustainable Business“ beschäftigt. Freimuth ist profunder Kenner der Nachhaltigkeitsdebatte und Macher des Wertstoffblogs. Von 2000-2005 war er Landtagsabgeordneter für die SPD in Nordrhein-Westfalen. Im Frühjahr dieses Jahres startete er gemeinsam mit Rainer Opolka das „Berliner Signal“, eine Selbstverpflichtung von Unternehmer_innen, in ihren Betrieben Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht aufkommen zu lassen.

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Neue Mitglieder IV: KAITO

KAITO bringt Strom und Jobs in Gegenden, wo beides fehlt. Dafür entwickelt das Unternehmen Projekte im Bereich Erneuerbare Energien und Umwelt, organisiert die Finanzierung und vermittelt geeignete Partner zur lokalen Umsetzung in Westafrika. Aktuell widmet sich KAITO einem Schilfrohr im Norden Senegals: Typha Australis, ein nachwachsender Rohstoff mit hohem Potenzial, z.B. für Ökobaustoffe. Doch bisher wird nicht geerntet – auch aus Mangel an Methoden. KAITO will einen Weg finden, die Ernte effizient und nachhaltig zu organisieren und Produktionseinheiten aufzubauen. Den Anfang macht eine Crowdfunding-Kampagne auf www.startnext.de/sentypha. So wollen sie den Menschen vor Ort eine Perspektive bieten.

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