Newsletter

Mai 2016

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Liebe Newsletter-Abonnent_innen, liebe Unternehmer_innen,

das Thema, das uns Unternehmer_innen gerade sehr am Herzen liegt, ist die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt und damit in unsere Unternehmen. Bei einem Impulsabend in der GUBE20 in München nutzten wir daher die Möglichkeit Erfahrungen aus dem unternehmerischen Alltag auszutauschen (Übersicht über rechtliche Rahmenbedingungen). Unternehmen, Initiativen und Betroffene kamen zu Wort, u.a. Hassan Ali Djan aus Afghanistan, der Autor des Buches "Ich: Meine Flucht in ein besseres Leben".

Die Bundesregierung plant einen Kabinettsbeschluss vor der Sommerpause zum Klimaschutzplan – dieser liegt aber noch nicht vor. Die Forderungen der Zivilgesellschaft wurden hingegen schon veröffentlicht: UnternehmensGrün hat gemeinsam mit 50 weiteren Organisationen den „Klimaschutzplan 2050 der deutschen Zivilgesellschaft“ vorgelegt – denn die ambitionierten Beschlüsse von Paris brauchen auch in Deutschland eine ambitionierte Umsetzung.

Gemeinsam mit der Gemeinwohlökonomie Berlin und der taz haben wir die „Berliner Unternehmensgespräche – Umwelt.Ethik.Gemeinwohl.“ ins Leben gerufen. Es geht immer um aktuelle Themen, die nachhaltig wirtschaftende Unternehmer_innen beschäftigt und die erste Veranstaltung fand zum Thema TTIP und der Protest von Unternehmen statt.

Sie lesen hier außerdem über den ersten Stuttgarter Dialog über Wirtschaft und Gesellschaft (Paradox16) und die Frühstücksveranstaltung unseres europäischen Dachverbands Ecopreneur.eu zum Thema Kreislaufwirtschaft.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

der Vorstand von UnternehmensGrün

P.S.: Hier noch schnell abstimmen für unser Projekt „Start(-up) circular! Greening Europe’s Economy!“ – danke!!

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So gelingt Integration: Wie Geflüchtete und Unternehmen zusammenfinden

Am 28. April fand in München der Impulsabend „Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt“ statt, der von UnternehmensGrün und der Designagentur merz punkt organisiert wurde.

Martina Merz, Unternehmerin aus München und Vorstand von UnternehmensGrün, organisiert diesen Abend mit besonderem Engagement. Ihre Motivation? „Ein wesentlicher Aspekt von Nachhaltigkeit ist Vielfalt. Diversität. Und das gilt nicht nur für Pflanzen und Tiere, sondern auch für Menschen und Kulturen. Deshalb bringen wir hier in der GUBE20 unterschiedliche Blickwinkel und unterschiedliche Geschichten zusammen, um Impulse und Motivation zu vermehren – wir sind überzeugt, dass dieser Abend jeden Einzelnen, der und die sich für die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt engagiert, persönlich weiterbringt!“

Den Veranstaltungsbericht finden Sie auf der UnternehmensGrün-Website. Eine kurze Übersicht über die rechtlichen Rahmenbedingungen finden Sie hier.

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Klimaschutzplan 2050:

Unsere Forderungen an die Bundesregierung

In diesem Sommer legt die Bundesregierung mit dem Klimaschutzplan 2050 die Zielrichtung für die langfristige Klimapolitik in Deutschland fest. Leitbild war bislang die international vereinbarte 2-Grad-Obergrenze. Die Ergebnisse von Paris sind ein klarer Auftrag an Deutschland, die nationalen Klimaschutzanstrengungen deutlich zu erhöhen. Dieser muss einen Rückgang der Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent bis 2050 erreichen und mit konkreten Maßnahmen und verbindlichen Zwischenzielen für alle Sektoren hinterlegt werden. Nur so kann Investitionssicherheit geschaffen und die Transformation hin zu einer dekarbonisierten Wirtschaft und Gesellschaft glaubhaft eingeleitet werden.

Deshalb hat ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, zu denen auch UnternehmensGrün gehört, das Papier „Klimaschutzplan 2050 der deutschen Zivilgesellschaft“ vorgelegt.

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Berliner Unternehmens-gespräche: TTIP und der Protest der Unternehmen

Am 20.04. fand die Auftaktveranstaltung der „Berliner Unternehmensgespräche“ statt. Die Gemeinwohlökonomie Berlin, taz – die Tageszeitung und UnternehmensGrün e.V. luden zum Austausch ins taz Café ein. Das Thema „TTIP - und der Protest der Unternehmen“ diskutierten Dr. Hans-Jürgen Völz, Leiter Volkswirtschaft Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), Guido Körber, Geschäftsführer und Inhaber der Code Mercenaries GmbH sowie Dr. Katharina Reuter (UnternehmensGrün) zusammen mit dem Publikum.

Hans-Jürgen Völz stellte die Ergebnisse der Studie: „Wie zufrieden ist der Mittelstand mit der aktuellen Freihandelspolitik?“ vor. Guido Körber, der seit Jahren geschäftlich in den USA unterwegs ist, berichtete aus seinem unternehmerischen Alltag und gibt zu bedenken, dass die Harmonisierung der Standards nicht einmal innerhalb der USA einheitlich geregelt ist. Mit einem anderen Sektor beschäftigt sich die UnternehmensGrün-Studie „TTIP: Risiken für kleine und mittlere Betriebe in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“, die von Katharina Reuter vorgestellt wurde.

Die nächste Veranstaltung der Reihe Berliner Unternehmensgespräche findet am 14.06.2016 mit dem Thema: „Führung im nachhaltigen Unternehmen: Dreieck vs. Kreis“ im taz Café statt.

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Umweltprofis von morgen: Projekte zur Ressourcennutzung und Kommunikation

Die Teilnehmenden zum Nachdenken über den eigenen Ressourcenverbrauch anzuregen, auch das ist ein wichtiges Ziel unserer Bildungsprojekte Umweltprofis von morgen. Mit der Frage, wie die Energieversorgung einer Schule nachhaltiger gestaltet werden kann, beschäftigt sich ein Team der Nachhaltigkeitstrainees aus der Lessing-Schule Bochum. In Zusammenarbeit mit Hiltawsky Sonnenstrom erstellen sie ein Konzept über die zukünftige Energieversorgung der Schule durch Photovoltaik. Die Einsparung von Ressourcen ist auch Thema beim Projektteam bei KNIPEX in Wuppertal. Die Trainees entwerfen ein Kommunikationskonzept zur Sensibilisierung der Mitarbeiter_innen für Energieeinsparung und Abfallvermeidung an den Produktions- und Büroarbeitsplätzen. Beim Marketing für eine Windparkanlage sowie bei der Kundenbefragung der Elektrizitätswerke Schönau lernen die Junioren vom Montessori Zentrum Angell Freiburg alles rund um Kommunikation und die Vorteile der nachhaltigen Energiegewinnung (einen ausführlichen Artikel finden Sie hier).

Die Umweltprofis von Morgen-Projekte werden durch die Förderung der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und des Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg ermöglicht.

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Energierebellion im Kino: Power to Change

Seit Mitte März läuft der Film POWER TO CHANGE, ein Film über die Erneuerbaren Energien, in den Kinos. Wir interviewten den Regisseur und Autor Carl-A. Fechner, Inhaber von UnternehmensGrün-Mitglied FechnerMEDIA:

POWER TO CHANGE ist wieder ein Film über die Zukunft unserer Energieversorgung. Warum einen 2. Kinofilm zu diesem Thema? Carl-A. Fechner: Es ist das eingetreten, was Hermann Scheer vorausgesehen hatte: ein roll back in der Energiepolitik. Er hatte davor gewarnt, dass Kohle- und Atomkraftwerksbetreiber den Erfolg der Erneuerbaren nicht widerstandslos hinnehmen werden. (…) Die aktuellen Veränderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes EEG richten sich konkret gegen die Bewegung von unten, etwa die Kürzungen der Einspeisevergütungen. Wir erleben eine – ironisch gesagt – faszinierend gut funktionierende Kampagne gegen das EEG: die Erneuerbaren Energien seien wahnsinnig teuer, brächten einen Kostentsunami usw. (…) Wir haben das Gefühl, dass man dem etwas entgegensetzen muss. Und das wollen wir mit dem Film POWER TO CHANGE tun, wir wollen die Kraft von unten aufnehmen, wir wollen sie stärken, wir wollen neue Impulse geben. >> weiterlesen  

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Nicht-finanzielle Bericht-erstattung: Was heißt das für Unternehmen?

Am 01. Juni 2016 lädt unser Mitglied die GLS–Bank gemeinsam mit uns zu einer Informationsveranstaltung über den Gesetzentwurf zur CSR Richtlinie ein. Mit diesem Gesetz werden Unternehmen verpflichtet, ihre nicht-finanzielle Leistung öffentlich zu berichten. Dies betrifft die Unternehmenspraxis in den Bereichen Umwelt, Arbeitsbedingungen inkl. Lieferkette, gesellschaftliche Belange etc. Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sind vom Gesetz betroffen und werden von ihren Lieferanten Auskünfte zu diesen Bereichen anfordern. Damit erstreckt sich die Reichweite des Gesetzes indirekt auch auf mittelständische Firmen. Impulsvorträge wird es von unserem Vorstand Gerd Hofielen (Humanistic Management Practices gGmbH), Werner Landwehr (GLS Bank) und Nils Wittke (Nachhaltigkeitsberatung) geben. Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Homepage. Wir freuen uns, wenn Sie mit dabei sind!

Um Anmeldung wird gebeten – schicken Sie dazu eine E-Mail an: Stefanie Herzog: herzog[at]unternehmensgruen.de

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Jetzt abstimmen: Unsere Bewerbung für ein Deutsch-Französisches Projekt

Mit dem Projekt: Start(-up) circular! Greening Europe’s Economy! bewirbt sich UnternehmensGrün gemeinsam mit seinen Partnern Entreprendre Vert (Frankreich) und ECOVE Asociación de Empresas de la Economía Verde (Spanien) für eine deutsch-französische Förderung der Robert-Bosch-Stiftung. Zur Abstimmung geht es hier.

Der Workshop “Start-ups der Circular Economy in Europa: wie geht das?” bringt Gründer_innen aus Frankreich, Spanien und Deutschland zusammen. Während eines partizipativen Workshops in Paris, berichten französische Start-ups von ihren Erfahrungen auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft. Start-ups in Berlin und Madrid werden online an dem Workshop teilnehmen und erlauben so einen transnationalen Erfahrungsaustausch.

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Ecopreneur.eu: Diskussion mit Europapolitikern zur Kreislaufwirtschaft (Brüssel)

Ende April veranstaltete die Arbeitsgruppe des Europäischen Parlaments zu Kleinen und Mittleren Unternehmen eine Frühstücksveranstaltung zum Thema “SME and the Circular Economy Package”. Ecopreneur.eu, der europäische Dachverband von UnternehmensGrün, unterstützte die Veranstaltung. Das Treffen stieß auf große Resonanz - so diskutierten Repräsentanten der EU Kommission, des Parlamentes, Unternehmerverbände und NGOs die Chancen und Hindernisse der Kreislaufwirtschaft.

Arthur ten Wolde, Experte für Kreislaufwirtschaft von De Groene Zaak (Niederländischer Mitgliedsverband von Ecopreneur.eu) hob in seiner Präsentation den positiven Einfluss einer Umwandlung zu einem Kreislaufwirtschaftssystem hervor: „Die Circular Economy generiert neue Geschäftsmöglichkeiten und neue Arbeitsplätze, fördert Innovationen und öffnet neue Märkte. Es ist jedoch unabdingbar, finanzielle Anreize zu schaffen, um die Nachfrage nach Produkten der Kreislaufwirtschaft zu erhöhen.“ Bereits im Vorfeld veröffentliche Ecopreneur.eu die Forderung nach einem Kreislaufwirtschaftspaket mit deutlich ambitionierteren Zielsetzungen.

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PARADOX 16: Stuttgarter Dialog über Wirtschaft und Gesellschaft

Am 07. April fand „PAЯADOX 16“ im Mock-Up Space der Nimbus Group in Stuttgart Feuerbach statt, zu der u.a. Richard David Precht (Philosoph und Schriftsteller) und Katharina Reuter (UnternehmensGrün) einen Redebeitrag beisteuerten. Ausgerichtet wurde die Auftaktveranstaltung von dem philosophischen Wirtschaftsmagazin agora42 und der Designagentur intuity. In dieser neuen Gesprächsreihe soll es um die Widersprüche der Welt gehen, in der wir leben. Katharina Reuter und Niko Paech (Volkswirt und Nachhaltigkeitsforscher) behandelten den Themenkomplex „Nachhaltigkeit vs. Produktion“. Während Niko Paech das Wachstumsdogma scharf kritisierte, stellte Katharina Reuter Widersprüche aus der Welt der Nachhaltigkeit vor.

Einen Bericht über "Paradox 16" finden Sie auf unserer Homepage. Die Redebeiträge können Sie hier noch einmal nachhören.

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Nachhaltige Lebensmittel: Fachmesse Next Organic

Die Fachmesse Next Organic gilt als Plattform für die nachhaltige Lebensmittelbranche und Gastronomie. So wird auch in diesem Jahr der Fokus auf der Vernetzung und dem Austausch zwischen Manufakturen, nachhaltigen Food-Startups, visionären Lebensmittelhandwerkern und Entscheidern aus dem Natur- und Feinkosthandel, der Gastronomie und der Hotellerie liegen. Zum vierten Mal findet am 22. und 23. Mai 2016 in der STATION Berlin die Next Organic statt. Zielgruppen der Fachmesse sind Einkäufer, Händler, Hoteliers, Gastronomen und Köche auf der Suche nach einzigartigen Lebensmitteln, deren Herkunft und Geschichte den wachsenden Ansprüchen ihrer Kunden und Gäste gerecht werden. Ein Schwerpunkt liegt auf dem neuartigen Ausstellungsbereich „GASTORGANIC“. Hersteller und Manufakturen aus dem Food- und Nonfood-Bereich bieten Lösungen für eine ganzheitliche und nachhaltige Ausrichtung in der Gastronomie.

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Neue Mitglieder I

Wechange eG

Wechange ist eine neuartige Plattform für Online-Kollaboration und Vernetzung. Auch UnternehmensGrün nutzt dieses innovative Angebot seit Anfang des Jahres. Die Plattform ist seit 2014 online und zählt inzwischen über 5000 Nutzer_innen. Sie ist ein Werkzeug, mit dem viele Menschen international und unkompliziert online zusammenarbeiten und sich vernetzen können. Die Daten lagern auf einem deutschen, mit Ökostrom betriebenen, werbefreien Server – gut geschützt vor kommerziellem Zugriff und mit vom TÜV geprüfter Datensicherheit gegenüber Hackerangriffen. Damit wird wechange den besonderen Ansprüchen einer Zivilgesellschaft gerecht, die nach wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit strebt.

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Neue Mitglieder II

Sinnwerkstatt

Medienagentur GmbH

Die sinnwerkstatt existiert seit 2010 und wurde mit der Vision gegründet, den ökosozialen Wandel gemeinsam besser gestalten können. Die Macher_innen arbeiten für Organisationen und Unternehmen mit sozial-ökologischem Anspruch. Neben der Gestaltung von professioneller Medienproduktion und -kommunikation werden sinnhafte Strategien entwickelt und dabei selbst hohe sozial-ökologische Ansprüche zu erfüllt, wie sie sich auch in den Kriterien der Gemeinwohl-Ökonomie wiederfinden. Projekte werden zukunftsfähig geplant und Kunden individuell zu den Möglichkeiten einer ressourcenschonenden Medienproduktion beraten.

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