Newsletter

Februar 2016

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Liebe Newsletter-Abonnent_innen, liebe Unternehmer_innen,

für große Unternehmen (ab 500 Mitarbeiter_innen) wird ab 2017 die nicht-finanzielle Berichterstattung in der Europäischen Union Pflicht. Auch wenn unsere Geschäftsstelle überschaubar ist, wollen wir genauer hinschauen – und haben die erste Gemeinwohlbilanz für unsere Geschäftsstelle erstellt. Das Ergebnis haben wir auf unserer Homepage veröffentlicht.

Mit Gemeinwohl hat TTIP eher weniger zu tun, befürchten viele Kritiker doch die Aushöhlung von europäischen Umwelt- und Sozialstandards. Passend dazu haben wir unsere aktuelle Studie „Transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP): Risiken für kleine und mittlere Betriebe in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ vorgestellt.

Übrigens, die Arbeitsgemeinschaft KMU gegen TTIP hat gerade zwei Unternehmensvideos mit kritischen Kommentaren „TTIP: Stimmen aus der Wirtschaft“ veröffentlicht.  

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht

Juliane Reiber, Referentin für Kooperationen

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TTIP und Landwirtschaft: Aktuelle Studie vorgestellt

„Ruinöse Konkurrenz für Landwirte – Risiko für qualitätsorientierte kleine und mittlere Betriebe“ - das ist das Ergebnis unserer aktuellen Studie Transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP): Risiken für kleine und mittlere Betriebe in der Agrar- und Ernährungswirtschaft, die Katharina Reuter Mitte Januar im Haus der Bundespressekonferenz vorstellte. „Europäische Agrar-Unternehmen sind durch einen größeren Anteil bäuerlicher Familienbetriebe und kleinere Betriebsgrößen strukturell anders aufgestellt als die amerikanischen Betriebe – und damit nach strengen marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten unterlegen“, so Reuter. Joachim Weckmann, Gründer der Bio-Bäckerei Märkisches Landbrot GmbH und Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, kommentierten die Auswirkungen des Abkommens.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung. Die Kurzfassung ist auf Deutsch und Englisch erhältlich.

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Energie I: Verbände fordern Stärkung der EU-Energieeffizienzrichtlinie

In einem offenen Brief an EU-Klima- und Energiekommissar Miguel Arias Cañete, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert UnternehmensGrün gemeinsam mit weiteren Verbänden, dass die EU im Nachgang der Klimaverhandlungen von Paris die eigenen mittel- und langfristigen Klima- und Energieziele anpasst. In diesem Zusammenhang sind vor allem ehrgeizige Energieeffizienzziele und -maßnahmen als kosteneffizienter Weg von zentraler Bedeutung. Entsprechend plädieren die Verbände für eine ambitionierte Revision der EU-Energieeffizienzrichtlinie, die für die europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten den rechtlichen Rahmen für Aktivitäten zur Stärkung der Energieeffizienz bildet.

Die Pressemitteilung und den offenen Brief finden Sie auf unserer Homepage.

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Energie II: Gemeinsamer Protestbrief gegen die geplante EEG-Reform

Gemeinsam mit weiteren Akteuren der Zivilgesellschaft wehren wir uns gegen die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die Bundesregierung will mit der geplanten Gesetzesänderung die Rahmenbedingungen für die Erneuerbaren weiter verschlechtern. Mit einem Protestbrief wenden sich Verbraucher_innen an die Bundeskanzlerin und den Wirtschaftsminister. Träger sind u.a.: Bund der Energieverbraucher e.V., UnternehmensGrün, Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, Ursula und Michael Sladek und Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker.

Den Protestbrief mit der Möglichkeit zur Online-Unterschrift sowie weitere Informationen gibt es auf der Website des Bundes der Energieverbraucher.

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Gemeinwohlbilanz: Wie nachhaltig arbeitet unsere Geschäftsstelle?

In diesem Jahr hat UnternehmensGrün e.V. erstmals eine eigene Gemeinwohlbilanz veröffentlicht. Darin analysiert der Verein neben der finanziellen Nachhaltigkeit auch die ökologische Seite (nachhaltige Beschaffung usw.) und die sozialen Aspekte (Umgang mit Mitarbeiter_innen; Beziehungen zum gesellschaftlichen Umfeld) der Verbandsarbeit. Anhand einer Matrix werden die verschiedenen Bereiche der Organisation beleuchtet und Verbesserungspotentiale aufgezeigt. 

Auf unserer Homepage gibt es eine Meldung und den vollständigen Gemeinwohlbericht.

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Umweltprofis von morgen: Projekte erfolgreich gestartet

Im Herbst 2015 sind die „Umweltprofis von morgen“- Projekte in einen neuen Durchlauf gestartet. Erstmalig nehmen auch Schüler­­_innen aus Nordrhein-Westfalen teil, gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung. In Baden-Württemberg beteiligen sich bereits seit 2009 Unternehmen und Schulen. Für ein Jahr arbeiten Schüler_innen selbstständig an einem konkreten Projekt in nachhaltigen Unternehmen.

Auf unserer Homepage stellen wir Ihnen einige Projekte vor: In Bochum werden beispielsweise die Emissionswerte der Schule gesenkt und in Baden-Württemberg beschäftigen sich einige Junior_innen mit der Ausarbeitung von Kommunikationsstrategien.

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Werkstatt-N 2016: UnternehmensGrün-Mitglieder ausgezeichnet

Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik haben in diesem Jahr das Siegel „Werkstatt-N Projekt“ vom Rat für Nachhaltigkeit erhalten.

Die EWS Schönau setzt sich seit 2010 in Zusammenarbeit mit der Klimaschutz + Stiftung sowie lokalen Bürgerinitiativen, Vereinen und Genossenschaften für den Aufbau von kommunalen Ökostromkraftwerken und Energieeinsparprojekten vor Ort ein, deren Erträge vollständig der Förderung ökologischer und sozialer Projekte dienen. Informationen zum Projekt „Solidarstrom“.

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik erhielt die Auszeichnung für ihr Siegel Certified Sustainable Economics (CSE). Die Auszeichnung honoriert das Engagement der GfaW für Standards und Verbraucherschutz im Bereich von Nachhaltigkeit durch das CSE-Siegel. Das Projekt zeichnet sich durch seinen konsequenten Qualitätsanspruch und den explizit dynamischen Charakter aus (Vollständige Pressemitteilung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik)

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25 Jahre Verantwortung: Unser Mitglied memo feiert Jubiläum

Die memo AG feiert ihr 25-jähriges Jubiläum. Seit der Gründung zählt memo zu den Pionieren für nachhaltiges Wirtschaften. Aus der Vision, den Kunden ein nach ökologischen Kriterien optimiertes Komplettsortiment für den gewerblichen Bedarf anzubieten und damit ökologisches Verhalten zu fördern, ist heute ein Versandhandel mit aktuell rund 18.000 umwelt- und sozialverträglichen Produkten für bislang rund 125.000 Gewerbe- und Privatkunden geworden. Die Pressemitteilung gibt es hier. (Übrigens, bereits seit 1994 ist die memo AG Mitglied bei UnternehmensGrün).

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Mitarbeiterengagement: Volunteering-Days als Instrument in der Personalentwicklung

In einer jüngst veröffentlichten Studie hat sich UnternehmensGrün-Mitglied sustaineration UG mit ehrenamtlicher Arbeit als Instrument der Personalentwicklung beschäftigt. Die Studie zeigt auf, welche Relevanz gesellschaftliches Engagement von Unternehmen für die Personalentwicklung hat. Durch sogenannte „Volunteering Days“ wird das Gemeinschaftsgefühl im Unternehmen gestärkt und die Teamentwicklung unterstützt. Gleichzeitig hebt sich das Unternehmen bei der Personalgewinnung durch dieses Angebot von anderen Mitbewerbern ab. (Pressemitteilung)

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Weiterbildung: Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement

Die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE) bietet ab März erneut die berufsbegleitende Qualifizierung „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ an. Das Studium befähigt Fach- und Führungskräfte zur Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien für Unternehmen, Kommunen, Verbände und Verwaltungen. Die Teilnehmer_innen erwerben praktisches Wissen, dass sie im Anschluss auf ihre Organisation oder ihr Unternehmen übertragen. Es kann ein berufsbegleitender Masterstudiengang belegt werden oder auch nur einzelne Module (z.B. Entwicklung und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie).

! Bewerbungsschluss für den nächsten Durchgang ist der 28. Februar 2016.

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Buch: Was Führungskräfte über Green Economy wissen sollten

Die Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung und der Green Economy werden in vielen Unternehmen immer noch hauptsächlich von Experten bearbeitet, fließen aber mit zu geringer Kraft in die strategischen Überlegungen und Geschäftsmodelle ein. Die Führungskräfte anderer Bereiche außerhalb der Fachabteilungen, also Vorstände, Geschäftsführer, Marketingleiter, Entwicklungsleiter, Vertrieb und Personaler nehmen das Thema weniger wahr. Das Buch: „Was jede Führungskraft über Green Economy und nachhaltige Entwicklung wissen sollte“ von Ralf Utermöhlen möchte dieser Zielgruppe eine Handreichung bieten.

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Konstruktiver Journalismus: Perspective Daily startet Crowdfunding

„Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“ – das ist das Credo vieler Medien. Die negativ ausgerichtete Berichterstattung der Medien fokussiert sich auf Probleme, ohne Lösungen zu bieten.

Im Rahmen des konstruktiven Journalismus wird über Probleme UND Lösungen gleichermaßen berichtet. So wird den Menschen ein realistischeres Weltbild vermittelt und sie werden ermutigt selbst aktiv zu werden. Hier setzt Perspective Daily an. Zurzeit befindet sich Perspective Daily in der Crowdfunding-Phase. Zum Start werden 12.000 Mitglieder benötigt, die einen Jahresbeitrag von 42 EUR zahlen. Alle Infos: www.perspective-daily.de

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In eigener Sache: Verstärkung in der Geschäftsstelle

Tarek Annan hat zuletzt für MEP Reinhard Bütikhofer im Europäischen Parlament gearbeitet. Er hat Politikwissenschaft und Soziologie in Trier studiert und sich mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Großunternehmen am Beispiel von Siemens befasst. Für das Bistum Trier war Tarek als Projektleiter tätig (Inhaltsanalyse der Eingaben zur Synode). Während seines Studiums führte er als wissenschaftliche Hilfskraft sowohl quantitative als auch qualitative Studien im Fachbereich Soziologie durch. Tarek interessiert sich besonders für die Herausforderungen, die im Spannungsfeld zwischen Industriepolitik und Nachhaltigkeit bestehen. Bei UnternehmensGrün unterstützt er die europäische Vernetzung.

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Neue Mitglieder: BildungsCent e.V.

Seit 2003 arbeitet BildungsCent e.V. mit Sitz in Berlin bundesweit mit über 4.400 Schulen und Bildungseinrichtungen zusammen. Zweck des gemeinnützigen Vereins ist die Förderung der Lehr- und Lernkultur. BildungsCent e.V. begleitet die Schulen bei der Gestaltung von Entwicklungsprozessen und der Einbindung wichtiger gesellschaftspolitischer Themen wie Klimawandel, Partizipation oder Leadership in den Schulalltag.

„Als zivilgesellschaftliche Organisation wirken wir in vielfältigen Kooperationen , z.B. mit UnternehmensGrün e.V., denn neue Wege – im Hinblick auf die großen Herausforderungen der sich rasant verändernden und immer unübersichtlicher werdenden Welt – können wir nur in der Gemeinschaft gehen“, Silke Ramelow, Vorstandsvorsitzende von BildungsCent e.V.

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