Newsletter

Oktober 2015

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Liebe Newsletter-Abonnent_innen, liebe Unternehmer_innen,

die letzten Wochen zeigen, dass die Zivilgesellschaft kann, was die Politik nicht schafft (#refugeeswelcome). Und so möchten wir Ihnen stellvertretend für die vielen Gruppen, die derzeit dort Hilfe leisten, wo Politik versagt, die Unterstützung der Initiative http://www.iha.help/ ans Herz legen.

Für die Demokratie und für einen gerechten Welthandel wird eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung am 10.10.2015 mit vielen Zehntausenden in Berlin auf die Straße gehen. Auch UnternehmensGrün fordert: TTIP & CETA STOPPEN! Über 150 Verbände, Initiativen und Parteien rufen inzwischen zur Demonstration auf. Fünf Sonderzüge und über 500 Busse werden nach Berlin fahren. Auch Wirtschaftsinitiativen werden auf der Demonstration vertreten sein, z.B. „Bäcker gegen TTIP“ und „KMU gegen TTIP“. Kommen auch Sie, um ein Zeichen für faire und transparente Handelsabkommen zu setzen!

Was wir politisch in Brüssel und in Berlin angestoßen haben, lesen Sie in den weiteren Meldungen.

Sonnige Oktobergrüße

Franziska Keich & das Team der Geschäftsstelle

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Offener Brief: Verbände fordern Umsetzung der EU-Klima- und Energieziele

Gemeinsam mit Umweltverbänden und Ökoenergie-Anbietern sorgt sich UnternehmensGrün um die Umsetzung der EU-Klima- und Energieziele für 2030. Wir fordern daher in einem offenen Brief an Umweltministerin Hendricks, Wirtschaftsminister Gabriel, den Vizepräsidenten der EU-Kommission Sefčovič und den EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie Cañete die rasche Erarbeitung einer Governance-Struktur für die Umsetzung der 2030-Ziele.

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Delegation bei Schally in Brüssel: Circular Economy braucht bindende Ziele zur Ressourcenreduktion

Im September trafen sich Vertreter_innen nachhaltiger Wirtschaftsverbände und Unternehmen mit Hugo-Maria Schally, Referatsleiter Öko-Innovation und Kreislaufwirtschaft (Generaldirektion Umwelt, Europäische Kommission). Die gemeinsame Erklärung zur Kreislaufwirtschaft (Manifesto on Circular Economy) wurde vorgestellt und diskutiert. UnternehmensGrün e.V. war Teil der Delegation.

Grundlage der Diskussion war die im Juli 2015 vom EU-Parlament beschlossene Resolution zur Kreislaufwirtschaft. UnternehmensGrün befürwortet grundsätzlich die Resolution, fordert jedoch weitaus ambitioniertere, verbindliche Ziele. Katharina Reuter erklärt dazu: „Die Resolution zur Kreislaufwirtschaft ist ein Schritt in die richtige Richtung. Was wir aber brauchen, sind bindende Ziele zur Ressourcenreduktion.“ Die vollständige Pressemitteilung lesen Sie hier.

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Photovoltaik: Bündnis Bürgerenergie kritisiert PV-Ausschreibung

Mit der Veröffentlichung weiterer Details zur zweiten PV-Ausschreibung hat der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW-Solar) seine Kritik an den Ausbauzielen und den Förderbedingungen erneuert.

Im Zuge der zweiten PV-Freiflächenausschreibung hat die Bundesnetzagentur von den 136 eingegangenen Angeboten insgesamt 33 Geboten mit einem Volumen von 159,735 MW den Zuschlag erteilt. “Die hohe Zahl der Gebote zeigt, wie groß das Interesse weiterhin ist, Solarstrom zu erzeugen”, kommentierte Carsten König, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, die Zahlen. Allerdings sei von dem insgesamt angebotenen Projektvolumen von 558 MW nur ein kleiner Teil zum Zuge gekommen. Körnig appellierte an die Bundesregierung, als Sofortmaßnahme das Zuschlagsvolumen mindestens zu verdoppeln. (Hier lesen Sie die vollständige Meldung)

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Goldmedaille: Verbraucherinitiative zeichnet memo AG aus

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. hat das UnternehmensGrün-Mitglied memo AG als „Nachhaltiges Einzelhandelsunternehmen 2015“ in Gold für ihr CSR-Engagement ausgezeichnet. Wir gratulieren!

Die Verbraucher Initiative untersuchte bereits zum wiederholten Mal die sozialen und ökologischen Aktivitäten von Unternehmen in den sechs umsatzstärksten Branchen anhand eines umfassenden branchenspezifischen Kriterienkatalogs. Entlang umfangreicher Kriterien gaben die Unternehmen Auskunft u. a. zu ihrem nachhaltigen Engagement entlang der gesamten Lieferkette (Weiter zur Pressemitteilung).

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Debattenbeitrag: Neue Grüne Märkte mutig und ordnungspolitisch gestalten

„Entscheidend für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik ist die mutige ordnungspolitische Ausgestaltung innovativer, neuer grüner Märkte. (…) Diese Ausgestaltung muss mit ihren Instrumenten für die Bürger_innen nachvollziehbar sein.“, schreibt Klaus Stähle, Rechtsanwalt und Vorstand bei UnternehmensGrün, in einem Beitrag auf der wirtschaftspolitischen Debattenseite von Bündnis 90 / Die Grünen. 

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Bericht Globale Zukunftsfragen: Erwartungen an die Agenda 2030 der Vereinten Nationen

Im September traf sich die Studiengruppe für Globale Zukunftsfragen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), um die Erwartungen an eine Nachhaltige Entwicklung mit der Agenda 2030 zu diskutieren. Unter dem Vorsitz von Bärbel Höhn, MdB Bündnis 90 / die Grünen sprachen Dr. Ingolf Dietrich, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), Dr. Inge Kaul, Hertie School of Governance und Dr. Astrid Schulz, Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). UnternehmensGrün nahm an der Sitzung teil (Bericht lesen).

 

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Bericht SOLIKON 2015: So geht grünes Gründen!

Im September fand in Berlin der SOLIKON 2015 – der Kongress Solidarische Ökonomie und Transformation – statt. Es diskutierten knapp 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Workshops und Panels verschiedenste Aspekte der Solidarischen Ökonomie. UnternehmensGrün organisierte dabei den Workshop Greening Europe´s Economy und war mit einem Infostand vertreten: Wie können wir Europas Wirtschaft grüner machen? Was brauchen grüne Start-ups? Wie können nachhaltige Projekte unterstützt und vernetzt werden?

Grundlage war der kürzlich veröffentlichte Leitfaden „Greening Europe’s Economy“, den UnternehmensGrün vorstellte und u.a. mit Vertreter_innen von Start-ups diskutierte. Hier geht es zum vollständigen Veranstaltungsbericht.

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Neue Mitglieder I: ekoneo

ekoneo ist ein junges und soziales Start-up aus Berlin, das über seine Online-Plattform Nonprofit-Organisationen Preisnachlässe bei möglichst nachhaltigen Unternehmen vermittelt. Dafür verhandelt ekoneo im Namen der registrierten NGOs mit Unternehmen Preise und bündelt so deren Nachfrage.

Mit der Möglichkeit NGOs durch Preisnachlässe zu unterstützen, bietet ekoneo nachhaltigen Unternehmen einen zusätzliche Möglichkeit, ihrer unternehmerischen Verantwortung nachzukommen und gleichzeitig ihren Umsatz zu steigern. Deshalb sucht ekoneo Unternehmen, die das Gemeinwohl fördern wollen, indem sie das tun, was sie am besten können: Waren und Dienstleistungen anbieten, auf die sie spezialisiert sind.

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Neue Mitglieder II: mölle trinken

Mölle trinken wurde schon 1929 in Nördlingen gegründet. Mittlerweile wird das Familienunternehmen in der vierten Generation geführt. 2014 wurde das „ö aus Mölle“ zur Marke gemacht. Im Zentrum steht die LIMÖ-Linie, ein „klassisches“ Limonaden-Sortiment nach hauseigenen Manufakturrezepten. Sehr stolz ist man auf die BIOLIMÖ-Linie: Die Sorten Zitrone-Minze, Cassis-Himbeere und Schlehe-Hagebutte werden ohne Zusatz von Aromen, Farb- und Konservierungsstoffen aus Bio-Direktsäften hergestellt. Das Thema Nachhaltigkeit wird im Unternehmen groß geschrieben. Der Cradle-to-Cradle-Ansatz und Friedrich Schmidt-Bleeks „Ökologischer Rucksack“ sind Richtschnur für die Arbeit, der Strom kommt von Greenpeace Energy. Faire Löhne sind ein wichtiges Thema, aber auch eine faire Preispolitik für alle Beteiligten in der Produktionskette. Es gibt keine Listungsgebühren oder unnötige Werbekosten. Mölle gibt es ausschließlich in umweltfreundlichen Mehrweg-Glasflaschen.

Wir wollen mit Familienpower ein faires und nachhaltiges Unternehmen vorantreiben, das mit besten Zutaten Getränke von besonderer Qualität produziert – und fühlen uns den Zielen von UnternehmensGrün sehr verbunden“ Stefanie Mölle-Schröppel, Geschäftsführerin mölle trinken

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Großdemonstration: TTIP & CETA stoppen – für einen gerechten Welthandel

Am 10. Oktober findet in Berlin die Großdemonstration gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP & CETA statt. Ein in seiner Breite einmaliges zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 150 Verbänden, Initiativen und Parteien rufen zur Demonstration auf und fordern den Stopp der TTIP-Verhandlungen sowie die Nicht-Ratifizierung von CETA, dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada.Es werden auch viele Unternehmer_innen vor Ort protestieren, u.a. die Initiativen KMU gegen TTIP DE und Bäcker gegen TTIP. UnternehmensGrün unterstützt den Aufruf zur Großdemonstration. Auf unserer Website sind alle wichtigen Informationen zu dieser Veranstaltung zu finden (zusammengestellt vom Demo-Büro).

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