Newsletter

September 2015

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Liebe Newsletter-Abonnent*innen, liebe Unternehmer*innen,

mit dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP, das derzeit Europa mit den USA verhandelt, geraten ökologische und soziale Errungenschaften unter Druck. Aber was hat TTIP eigentlich mit den kleinen und mittleren Unternehmen in Europa zu tun? Was wissen die Betriebe über TTIP? Wie transparent und demokratisch legitimiert erfolgen die Verhandlungen? Bringen Konfliktfelder wie Gentechnik, hormonbehandeltes Fleisch oder unterschiedliche Standards bei Pestiziden unsere Betriebe in Bedrängnis? Wie wollen wir wirtschaften und welche Art von Handelsabkommen brauchen wir dazu?

Seit langem engagiert sich eine breite Zivilgesellschaft gegen TTIP. Nun widersprechen auch Unternehmen den Behauptungen der Bundesregierung, der EU-Kommission und der traditionellen Wirtschaftsverbände, der Mittelstand würde von TTIP profitieren. Sie haben sich in einer Initiative „KMU gegen TTIP“ zusammengeschlossen und rufen weitere Unternehmen auf, den Aufruf online zu unterzeichnen. Innerhalb weniger Stunden haben sich mehr als 250 Unternehmen angeschlossen.

Daneben möchten wir Ihnen angesichts der Dringlichkeit die neue Online-Jobbörse workeer ganz besonders ans Herz legen – Deutschlands erste Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse, die sich speziell an Geflüchtete richtet. Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, engagieren Sie sich hier. Danke!

Ihre Katharina Reuter

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KMU gegen TTIP: Initiative von Unternehmen gestarted

Kleine und mittlere Unternehmen über die Folgen des Freihandelsabkommens TTIP zu informieren, das hat sich die Initiative „KMU gegen TTIP DE“ zum Ziel gesetzt. Das Abkommen, das zwischen den USA und Europa verhandelt wird (Transatlantic Trade and Investment Partnership), wird gerade in den letzten Monaten vehement mit den vermeintlichen Vorteilen für  KMU beworben. 

Die an der Gründung der Initiative beteiligten Unternehmen (Fella Maschinenbau GmbH, Brauerei Clemens Härle KG, Egovision GmbH, Ulrich Walter GmbH/ Lebensbaum, Velokonzept GmbH) setzen sich für eine faktenbasierte Diskussion ein und möchten auch die zu erwartenden Nachteile und Risiken des Freihandelsabkommens thematisieren. Erste Schritte wurden diese Woche mit der Homepage www.kmu-gegen-ttip.de gesetzt, auf der der Aufruf „KMU gegen TTIP“ unterzeichnet werden kann.

Facebook: facebook.com/KMUgegenTTIP

Twitter: twitter.com/KMUgegenTTIP_DE

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Chancen: Erste Jobbörse für Geflüchtete und Arbeitgeber online

Wir möchten Ihnen und Euch ein besonderes Projekt ans Herz legen: workeer ist die erste Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse Deutschlands, die sich speziell an Geflüchtete richtet. Mit der Plattform soll ein geeignetes Umfeld geschaffen werden, in dem diese besondere Gruppe von Arbeitssuchenden auf passende Arbeitgeber trifft.

Arbeitssuchenden Geflüchteten wird mit workeer der Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert. Es soll für sie ein Raum geschaffen werden, der ihre Bedürfnisse und Voraussetzungen berücksichtigt und sie dadurch unterstützt. Durch die Aufbereitung der eingetragenen Informationen soll zudem die Erstellung einer aussagekräftigen überzeugenden Bewerbung vereinfacht werden.

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Firmengelände naturnah: Win-Win-Situation für Natur und Unternehmen

Das Projekt „Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen“ berät Unternehmen zu den Möglichkeiten innerhalb ihrer Flächen Biotope sowie Refugien für Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. Eine Checkliste hilft, relevante Informationen über das eigene Betriebsgelände zusammen zu tragen und eine erste Einschätzung über Aufwertungspotentiale zu treffen.

Die Checkliste erfasst, inwieweit die gegenwärtige Gestaltung und Pflege des eigenen Firmengeländes bereits Aspekte der naturnahen Gestaltung berücksichtigt. Wird bei der Gestaltung von Grünflächen heimisches Saat- und Pflanzgut verwendet? Gibt es bereits Nisthilfen oder Totholzstrukturen auf dem Gelände? Wird bei der Pflege auf Herbizide, Pestizide und torfhaltige Produkte verzichtet?

Ein Gastbeitrag der Sielmann-Stiftung, zum Weiterlesen hier klicken.

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Gastbeitrag: TTIP-kritische Unternehmen verbünden sich

Nicht nur Starköchin Sarah Wiener ist gegen TTIP – viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wehren sich. Wie sich Unternehmen europaweit engagieren, kommentiert Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün, in einem Blogbeitrag auf campact.de:

„Gegen das EU-USA-Handelsabkommen TTIP regt sich immer mehr Widerstand – auch in der Wirtschaft selbst. In der öffentlichen Debatte fühlen sich viele Unternehmer/innen von der Politik nicht vertreten. Das eingebrachte KMU-Kapitel enthält neben politischen Absichtserklärungen nur den Vorschlag, dass mehr Informationen für KMUs bereitgestellt werden sollen. Ebenso wenig kommen die kleinen Unternehmen in den Lobbygesprächen vor, die die EU-Kommission führt. Unternehmer/innen in Deutschland sehen sich als Pflichtmitglieder der Industrie- und Handelskammern oftmals durch das deutliche Engagement der IHK-Organisation „pro TTIP“ nicht vertreten. (hier lesen Sie den vollständigen Beitrag)“

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Wir können auch anders: SOLIKON 2015

Nur noch wenige Tage bis zum Startschuss für den Solikon2015, dem Kongress für Solidarische Ökonomie und Transformation, der vom 10.-13. September an der Technischen Universität Berlin stattfindet. Über 100 Workshops und zahlreiche Foren und Podien mit internationalen Gästen, u.a. aus Brasilien, Äthiopien, Bangladesch, Griechenland und Spanien, bieten Diskussionsraum. Dem praxisnahen Kongress voran geht die Wandelwoche mit Touren zu Akteuren der solidarischen Wirtschaft in Berlin und Brandenburg. Unter dem Motto “Wir können auch anders!” bereiten Geschichten des Gelingens den Weg in einen nachhaltigen Transformationsprozess.

UnternehmensGrün ist nicht nur Partner des SOLIKON 2015, sondern lädt am 11.9.2015 ab 9 Uhr zu einem Workshop inkl. Präsentation des Leitfadens für grüne Gründer*innen ein.

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Jetzt bewerben: Award für Start-ups der Kreislaufwirtschaft

Der Green Alley Award ist eine Auszeichnung für Start-ups der Green Economy, die sich gezielt mit den Herausforderungen der Wegwerfgesellschaft, der Ressourcenknappheit und der Rückgewinnung von Rohstoffen auseinandersetzen. Bis zum 15. September 2015 können sich grüne Gründer*innen aus ganz Europa mit Geschäftsideen für die Kreislaufwirtschaft und mit neuen Sichtweisen auf die Ressource Abfall für den Gründerpreis von Green Alley und der Crowdfunding-Plattform Seedmatch unter www.green-alley-award.com bewerben. Ein Leitfaden hilft bei der Bewerbung. Weitere Infos gibt es hier.  

UnternehmensGrün ist Kooperationspartner des Green Alley Awards.

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LEE-Unternehmertag 2015: Neue Energie für die Wirtschaft in NRW

Die Energiewende bietet große Chancen für Unternehmen und erfordert gleichzeitig eine strategische Neuausrichtung in sämtlichen Energiefragen. Um die Unternehmen im Industrieland Nordrhein-Westfalen aktiv für die Möglichkeiten und Herausforderungen der Energiewende zu sensibilisieren, lud der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) NRW am 20. August 2015 erstmals zu einem Unternehmertag unter dem Leitthema „Neue Energie für die Wirtschaft in NRW“ ein. UnternehmensGrün, als Verband nachhaltig wirtschaftender Unternehmen, war als Partner auch mit dabei. Einen Bericht zum Unternehmertag finden Sie hier

UnternehmensGrün fungierte als Partner des 1. LEE-Unternehmertags.

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Neue Mitglieder I: Märkisches Landbrot GmbH

Seit 85 Jahren backt die Brotbäckerei in Berlin-Neukölln. Seit 1981 ökologisch. Das Getreide wird von Demeter-Höfen aus dem Berliner Umland bezogen und täglich frisch auf hauseigenen Steinmühlen vermahlen. Ausschließlich ökologische Zutaten, Quellwasser des Hausbrunnens und Atlantik-Meersalz werden beim Bio-Pionier Joachim Weckmann verarbeitet.

Umwelt- und Naturschutz sind in dem Unternehmen, das mehr als 40 Mitarbeiter beschäftigt, integriert durch aktives Umweltmanagement, Ökobilanzierung und Nachhaltigkeitsberichte. Die MÄRKISCHES LANDBROT GmbH, seit 1995 Öko-Audit zertifiziert, erhielt im Jahr 1997 den Berliner-Umweltpreis und wurde in die Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der Deutschen Wirtschaft aufgenommen. Das Unternehmen erstellt darüber hinaus eine Bilanzierung nach der Gemeinwohlökonomie und geht damit wiederum neue Wege im Nachhaltigkeitsreporting.

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Neue Mitglieder II: WeGreen

Ziel des jungen Berliner Internet-Start-ups WeGreen ist es, Konsumenten ganz einfach über umweltfreundliche und faire Produkte zu informieren. WeGreen hat dazu die Nachhaltigkeits-Ampel entwickelt, um eine Orientierung im Siegeldschungel zu ermöglichen. Durch die Ampelfarben – grün bedeutet gut, gelb mittelmäßig und rot schlecht, weiß jede/r schnell, wie umweltfreundlich, fair und transparent Produkte und deren Hersteller sind. Dazu werden automatisiert alle verfügbaren und relevanten Nachhaltigkeitsinformationen zu einzelnen Produkten und deren Herstellern gesammelt und in gebündelter Form wiedergegeben. Auf dem WeGreen Marktplatz können Nutzer ein breites Angebot aus über 180 Onlineshops auf einem Blick vergleichen. Seit neuestem gibt es zudem ein WeGreen Shopping-Add-On zum Herunterladen. Damit erscheint die Nachhaltigkeitsampel direkt auf den entsprechenden Shopping-Portalen.

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