Newsletter

August 2015

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Liebe Newsletter-Abonnent_innen,

vor wenigen Wochen ging ein weiteres spannendes Projektjahr unserer #umweltprofisvonmorgen zu Ende – über 140 Teilnehmer_innen aus Berlin und Baden-Württemberg erhielten eine Nachhaltigkeitsqualifikation. Unser neues Mitglied FairFilm hat von der Verleihung in Stuttgart ein kurzes Video produziert.

Transparenz beim Online-Kauf, damit beschäftigt sich das Berliner Start-Up WeGreen. Ab sofort gibt es ein Add-On für Amazon & Co zum kostenlosen Download. Es zeigt mittels einer „Nachhaltigkeitsampel“ an, wie nachhaltig das gewünschte Produkt ist.

Mit schwierigen Bedingungen haben zurzeit (Solo-)Selbstständige zu kämpfen, da sie immer öfter in den Verdacht der Scheinselbstständigkeit geraten. Daher unterstützt UnternehmensGrün die Kampagne des Verbands der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V. (VGSD), die sich für klarere Kriterien einsetzt.

Eine schöne und sonnige Sommerzeit wünscht Ihnen

Ihre Juliane Reiber

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Nachhaltigkeitsampel: Online-Einkauf ohne Detektivarbeit

Wer wissen möchte, was im eigenen Kleiderschrank hängt, muss Geduld mitbringen. Im Internet gibt es eine Vielzahl von Informationen, Biosiegeln und Einzelbewertungen von Herstellern. Am Ende der Recherche ist der/die kritische Verbraucher_in womöglich erschöpft, aber nicht unbedingt schlauer. Das Berliner Start-up WeGreen ändert das und sorgt mit einer Nachhaltigkeitsampel für mehr Durchblick.

Seit kurzem gibt es die Ampel auch als Add-On für die bekannten Onlineportale wie Amazon, Zalando & Co. Hier zeigt die Nachhaltigkeitsampel an, ob das gewählte Produkt im grünen Bereich liegt – oder bei gelb bzw. rot. Das Add-on kann kostenlos installiert werden (Download). Die Ampel berechnet Noten für die Nachhaltigkeit - je nachhaltiger das Produkt, desto besser die Bewertung. Gleichzeitig hat der Konsument die Möglichkeit seine Wahl direkt mit anderen Herstellern zu vergleichen und Alternativprodukte auszuwählen. So entfällt die langfristige Suche nach Informationen - und nachhaltigere Alternativen werden schneller gefunden.

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Geld stinkt? Muss es nicht: Solidarisches Geld bringt Ökolandbau voran

Ob Schweine-Leasing, Privatdarlehen für den Neubau eines Bio-Schlachthofs oder Genossenschaftsanteile für mehr Öko-Anbaufläche – solidarisches Geld bringt die nachhaltige (Land-)Wirtschaft in Schwung. Dabei verleasen Bio-Bauern nicht nur ihre Tiere, sie geben auch Genussscheine aus, um Rinderherden aufzubauen, Käsereien zu renovieren oder Hofcafés zu eröffnen, wenn Banken ihnen dafür keinen Kredit geben. Ihre privaten Geldgeber bekommen die Zinsen in Form von Fleisch, Käse, Milch oder anderen Naturalien ausgezahlt. Drei konkrete Beispiele zu dieser Form der ökologischen Erntefinanzierung, gibt es auf unserer Website.

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Neue Energie: Angebot für Abonnenten

Die Zeitschrift „neue energie“ ist das Fachmagazin der Energiewende und Deutschlands führende Publikation für die Regenerativbranche. Exklusiv für Mitglieder von UnternehmensGrün und die Empfänger dieses Newsletters bietet „neue energie“ einen Rabatt von 25% auf Jahresabonnements an.* Statt 78 Euro, kostet das Jahresabo dann noch 59 Euro. Printabonnenten erhalten das ePaper darüber hinaus auf Wunsch zusätzlich für nur einen Euro pro Ausgabe (12 EUR im Jahr, statt 69,99 EUR). Zudem vergibt das Magazin kostenlose Gutscheine für ein einmaliges Kennenlernen der ePaper-Vollversion, Interessenten senden bitte unter Angabe des Stichworts „Unternehmensgrün“ eine Mail an epaper@neueenergie.net

Eine Leseprobe der aktuellen Ausgabe finden Sie hier.

*Der Rabatt kann nur gewährt werden, wenn das Magazin „neue energie“ in den vergangenen sechs Monaten nicht bezogen wurde. Die Aktion ist bis zum 31.12.2015 begrenzt.

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Europa: Ministerin Hendricks und Bruyninckx (EEA) fordern stärkere Umweltpolitik

Ende Juni war UnternehmensGrün dabei, als die Europäische Umweltagentur (EEA) ihren Bericht „Die Umwelt in Europa: Zustand und Ausblick 2015“ vor Vertreter_innen von Wirtschaftsverbänden und NGOs präsentierte.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Hans Bruyninckx (EEA) betonten in der Veranstaltung, dass nicht nur Prozesse sondern ganze Industrien hinterfragt und Wachstum vom Verbrauch endlicher Ressourcen abkoppelt werden muss. Produkte „ein wenig zu verbessern“ sei nicht gut genug – die Lage für Wasser, Luft, Flora und Fauna sei zu ernst. Mit Einsparungen  und einem „guten Gewissen“ gehe in Deutschland häufig ein erhöhter Verbrauch einher (Rebound-Effekt). So wird die Einsparung von fossilen Rohstoffen durch moderne Autos durch eine höhere Anzahl an Fahrten zu Nichte gemacht. Die Zahlen verdeutlichen, dass wir das Ziel „Low Carbon Europe 2050“ nicht erreichen werden, wenn nicht einschneidende Veränderungen passieren. Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.

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Kampagne: (Solo-)Selbständige nicht mit „scheinselbstständig“ gleichsetzen

UnternehmensGrün unterstützt die Kampagne des Verbands der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V. (VGSD) zum Thema Scheinselbstständigkeit. Der Verband befürchtet, dass durch das angekündigte „Gesetz gegen den Missbrauch von Werkverträgen“ die ohnehin schon strenge Prüfpraxis der Deutschen Rentenversicherung hinsichtlich einer möglichen Scheinselbstständigkeit noch verschärft wird und sich somit die gutgemeinten Maßnahmen zunehmend zum Schaden der (Solo)-Selbstständigen auswirken.

„Wir sind darauf aufmerksam geworden, weil wir viele IT-Selbstständige, Ingenieure, Unternehmensberater, Interimmanager, Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater usw. unter unseren Mitgliedern haben und diese auf unserem Regionaltreffen immer häufiger darüber berichtet haben, dass Auftraggeber gut dotierte Aufträge kündigen bzw. es schwierig geworden ist neue Aufträge zu erhalten, sie statt dessen in befristete Verträge und Leiharbeit gedrängt werden, während sie sich doch bewusst für eine Selbstständigkeit entschieden haben.“, so Andreas Lutz, Vorstandsvorsitzender des VGSD. Hier können Sie die Kampagne unterstützen.

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Nachhaltigkeitsreporting: "Es führt kein Weg an Transparenz vorbei"

Die HUMANA Kleidersammlung GmbH hat 1986 als erste Kleidercontainer in Deutschland aufgestellt. Jetzt sind sie die ersten in der Branche, die einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt habe. UnternehmensGrün e.V. sprach mit Julia Breidenstein, Mitbegründerin und Nachhaltigkeitsbeauftragte.

Frau Breidenstein, HUMANA will für mehr Transparenz in der Second Hand Branche sorgen. Wie wollen Sie vorgehen?

Wir gehen mit gutem Beispiel voran. Wir haben gerade den ersten Nachhaltigkeitsbericht der Branche gemäß den Standards der Global Reporting Initiative veröffentlicht und hoffen, dass weitere Akteure folgen.

Was ist das Besondere an den Standards der Global Reporting Initiative?

Die Standards der GRI genießen international höchstes Ansehen. Sie werden u. a. von UNEP und UN Global Compact empfohlen. Mehr als 6.600 Unternehmen in mehr als 70 Ländern haben bisher mehr als 16.000 GRI-Berichte vorgelegt. Das ist von Bedeutung, wenn darum geht, den Weg der Kleidung nach zu verfolgen, wenn man also Informationen von Partnern in allen Teilen der Welt einholen will. In dieser Hinsicht stehen alle Unternehmen der Second Hand Branche vor den gleichen Herausforderungen (Das komplette Interview finden Sie hier).

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Video: FairFilm setzt #umweltprofisvonmorgen in Szene

Ende Juni wurden die diesjährigen Nachhaltigkeitsurkunden an mehr als 140 Teilnehmer_innen unserer nachhaltigen Bildungsprojekte in Berlin und Baden-Württemberg überreicht. UnternehmensGrün-Mitglied FairFilm Productions hat dazu einen Videoclip produziert. Prädikat: Sehenswert!

In Berlin wurden die Urkunden von Staatssekretär Mark Rackles (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft) übergeben. Er würdigte das Engagement der beteiligten Oberstufenzentren, der Unternehmen und vor allem der Auszubildenden: „Dieses Projekt hat Leuchtturmcharakter und die Anschubfinanzierung der Senatsverwaltung ist gut angelegt. Die Förderung sollte verstetigt werden, da hier die Themen Nachhaltiges Wirtschaften und Ausbildung vorbildlich verknüpft werden.“

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Erbschaftssteuer: „Populismus gebiert ein bürokratisches Monster“

In einer Pressemitteilung, lehnt UnternehmensGrün e.V. die Pläne der großen Koalition zur Reform der Erbschaftssteuer ab. Der Verband sieht darin bloße populistische Klientelpolitik und die Geburt eines Bürokratiemonsters. „Durch die Pläne des Bundeskabinetts sollen „Firmenerben“ weiterhin begünstigt werden. Das schafft erneut verfassungsrechtlich bedenkliche Tatbestände und einen bürokratischen Irrsinn, der angesichts des mit 4 Milliarden Euro recht übersichtlichen Jahresaufkommens dieser Steuer kaum zu rechtfertigen ist. (…)“, erklärt Jan-Karsten Meier, Vorstand von UnternehmensGrün. Für weitere Informationen und Ideen zu einer gerechteren Steuerpolitik, lesen Sie auch das kürzlich veröffentlichte Positionspapier „Steuern 2020“.

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Neue Mitglieder I: FairFilm Productions

FairFilm Productions hat sich 2014 als Netzwerk junger Filmemacher und Fotografen gegründet, um internationale Projekte im Bereich Umwelt- und Naturschutz sowie sozialer Verantwortung zu unterstützen. FairFilm begleitet Vereine und Organisationen wie z.B. die Women Foundation Nepal, die Bergwacht Schwarzwald oder den Berliner Verein „Kein Abseits“ e.V. und produziert hochwertige Film- und Fotoaufnahmen über deren Arbeit. Diese können anschließend für die eigene Präsentation oder zu Werbe- und Spendenzwecken verwendet werden. FairFilm unterstützt dadurch aktiv bürgerschaftliches Engagement. Das Netzwerk besteht derzeit aus rund 15 Mitgliedern in Deutschland, der Schweiz und England.

Warum FairFilm Mitglied geworden ist? "UnternehmensGrün ist so erfrischend anders und versucht, neue Wege zu gehen. Das wollen wir auch und daher passen wir gut zueinander!", so Holger Weber, Managing Director des Unternehmens.

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Neue Mitglieder II: Selzer Konzepte

Unser neues Mitglied Martina Selzer aus Nordhessen betreibt mit ihrem Fachbüro für Kommunikation Selzer Konzepte (gegr. 2009) nach eigenen Worten „Lobbyarbeit für Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung“. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen auf der Netzwerk-, Bildungs-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Mit ihrem Team organisiert sie regionale Messen und Wettbewerbe.

Daneben ist sie Mitgründerin und geschäftsführende Vorständin der Waldhessischen Energiegenossenschaft eG (gegr. 2011) mit aktuell 90 Mitgliedern, die mehrere eigene PV-Anlagen betreibt und im September 2015 als Gesellschafter in die Windpark Söhrewald/Niestetal GmbH&CoKG einsteigt, ein Projekt der Städtischen Werke Kassel AG.

Weitere Projekte sind in Planung: Aus dem Wissen um den Bedarf an altersgerechten Wohnungen im ländlichen Raum wird zurzeit ein Senioren-Wohnprojekt in Wildeck entwickelt. Auch hier ist eine genossenschaftliche Organisationsform vorgesehen.

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