Newsletter

Mai 2015

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Liebe Leserinnen und Leser,

Start-ups nachhaltiger zu machen – das ist das Ziel unserer aktuellen Publikation. Wir haben uns dafür im Vorfeld intensiv mit grünen Entrepreneuren auseinander- und zusammengesetzt. In Kooperation mit Greenbiz.es Spain haben wir einen Leitfaden für grüne Start-Ups entwickelt, den wir heute veröffentlichen!

In dieser Newsletter-Ausgabe finden Sie außerdem unseren Jahresbericht 2014, die Kritik an der geplanten europäischen Energieunion, Meldungen unserer Mitglieder – und natürlich die Vorstellung von neuen Mitgliedsunternehmen.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Ihre Juliane Reiber

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Energieunion: Mehr als eine „Einkaufsgemeinschaft für fossile Rohstoffe“

Unter den Schlagworten Versorgungssicherheit, gemeinsamer Energiebinnenmarkt, Energieeffizienz und  Übergang zu einer dauerhaft CO2-armen Gesellschaft hat die Europäische Kommission ihre Pläne für eine europäische Energieunion vorgestellt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V.  sieht in dem angekündigten Ausbau der Gasinfrastruktur zu Lasten der erneuerbaren Energien eine falsche Weichenstellung. UnternehmensGrün-Mitglieder kritisieren, dass die EU-Kommission Atomkraft und fossile Energien als förderungswürdig anerkennt. Eine gemeinsame Energieunion muss mehr als eine „Einkaufsgemeinschaft“ für fossile Rohstoffe sein. Hier geht es zum vollständigen Beitrag.

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Nachhaltiger Einkauf: Neues Angebot

UnternehmensGrün-Mitglied „memo AG“, Versandhändler für nachhaltigen Bürobedarf, präsentiert ein neues auf Privatkunden zugeschnittenes Konzept. Auf www.memolife.de finden Verbraucher_innen ein umfangreiches und auf den privaten Bedarf abgestimmtes Sortiment, das eine Vielzahl an Ideen, Aktionen und Angeboten für ein nachhaltiges und bewusstes Leben liefert. Zur Auswahl stehen insgesamt neun Rubriken, unter anderem Naturkosmetik oder Wohnaccessoires.

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Neue Ausgabe: Nachhaltige Mode und „Jahr des Bodens“

Seit April ist die neue Ausgabe des Magazins Forum Nachhaltig Wirtschaften an den Kiosken und online erhältlich. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich neben nachhaltiger Mode mit dem von der UN ausgerufenem „Jahr des Bodens“. Außerdem gibt es eine neuen Serie „Starke Frauen“ und Textbeiträge zu den Themen Big Data, CSR, nachhaltige Geldanlagen und dem Zusammenhang von Kunst und Nachhaltigkeit. Das Magazin wird vierteljährlich durch das UnternehmensGrün-Mitglied Altop Verlag GmbH herausgegeben.

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Gastbeitrag: CO2-Vermeidungspotenzial in der Baubranche

Günther Hartmann vom Landesinnungsverbandes des Bayrischen Zimmererhandwerks setzt sich in seinem Gastbeitrag mit dem CO2-Vermeidungspotenzial in der Baubranche auseinander. Während bei Energiewende-Debatten meist Themen wie Stromversorgung oder „Heizenergie“ im Mittelpunkt stünden, werde das große CO2-Einsparpotential bei Baumaterialien kaum berücksichtigt. Bauen mit Holz reduziert CO2-Emissionen, da Waldbewirtschaftung und Holzernte vergleichsweise wenig Energie benötigen.

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Neue Mitglieder I: Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall

Wer kennt sie nicht – die Schwäbisch-Hällischen Schweine und Rudolf Bühler, der mit der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) diese robuste alte Schweinerasse rettete. Den Hohenloher Bauern ist es zu verdanken, dass die verloren geglaubte, traditionsreiche Landrasse wieder belebt werden konnte. Heute ist das Herdbuch der Schwäbisch-Hällischen Schweine auf 350 Herdbuch- und 3.500 Muttersauen angewachsen. Rund 1.500 Bauernhöfe haben sich der BESH angeschlossen und bieten auch Produkte vom Weiderind boeuf de Hohenlohe, Hohenloher Lamm oder auch Hohenloher Senfe, Bio-Heumilchkäse und Gewürze an. Beim Thema Gentechnik engagiert sich die Erzeugergemeinschaft seit 1995, u.a. ist Rudolf Bühler im Präsidium von Donau-Soja aktiv und die BESH ist Mitbegründer des Bündnisses „Gentechnikfreies Hohenlohe“ und der großen Sonntagsdemo jedes Jahr zur Grünen Woche in Berlin.

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Neue Mitglieder II: ajaa!

Endlich eine Alternative zu Plastik. Die Frischhaltedosen von ajaa! sind aus Biokunststoff und Made in Germany. Das Unternehmen 4e solutions GmbH aus Filderstadt bietet sie seit 2012 als erster Hersteller der Branche an. Das von ajaa! entwickelte Material besteht aus Zuckerrohrmelasse, Carnaubawachs und Mineralien, alles natürliche und nachwachsende Rohstoff. Damit sind die Produkte von ajaa! nicht nur unbedenklich für die Gesundheit und Umwelt, sondern auch ressourcenschonend und CO₂-sparend. Der Biokunststoff ist zu 100% recycelbar. Neben dem bestehenden ajaa! Sortiment, stellt die 4e solutions GmbH außerdem nachhaltige Babylöffel der Marke Holle her.  

Für unsere Newsletter-Abonnenten gibt es im ajaa!-Online Shop einen Gutschein im Wert von 10%. Dazu einfach beim nächsten Einkauf den Gutschein-Code: was-Bewegen eingeben (gültig bis 30.06.2015).  

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Neue Mitglieder III: ECOVENTA

„Durch die Vernetzung mit den Akteuren der ´grünen Szene` erreichen wir eine größere Öffentlichkeit, schaffen Synergien untereinander und nutzen diese im besten Fall zur Erreichung unserer gemeinsamen Ziele: mehr Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit und im Bundesverband UnternehmensGrün“, sagt Daniel Sechert, Gründer und Geschäftsführer von ECOVENTA.

Die neugegründete Agentur realisiert Austauschplattformen zur ökologischen Nachhaltigkeit und zur Förderung grüner, zukunftsfähiger Alternativen. Im November 2015 feiert die von ECOVENTA organisierte Messe FAIRGOODS – Deine Messe für nachhaltigen Lebensstil ihre Premiere in Köln.

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In eigener Sache I: Jahresbericht 2014

Der Jahresbericht 2014 ist online. Das vergangene Jahr hat UnternehmensGrün für eine inhaltliche und organisatorische Weiterentwicklung genutzt: Der Verband verzeichnete ein Mitgliederwachstum von über zehn Prozent, die Weichen für die Gründung des europäischen Netzwerks von grünen Unternehmerverbänden Ecopreneur.eu wurden gestellt und die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt.

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In eigener Sache II: Verstärkung in der Geschäftsstelle

Seit April unterstützt Victoria Escobar Heredia (BA) UnternehmensGrün im Bereich des Projektmanagements, insbesondere in dem BNE-Projekt „Umweltprofis von Morgen“. Victoria studierte Soziologie in Kassel und Cork (Irland) und schließt zurzeit ihr Masterstudium der Soziologie an der Freien Universität Berlin ab. Arbeitserfahrung sammelte Victoria in der Bildungs- und Arbeitsforschung im „Self-Projekt“ der FU Berlin und am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Im Rahmen des weltwärts-Programms engagierte sie sich für ein Jahr an einer Schule in Kolumbien. 

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Veranstaltungsbericht: „Alles Wachstum oder was? Was wir für eine zukunftsfähige Wirtschaft brauchen“

Ende März luden die GLS Bank Freiburg, die Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und UnternehmensGrün ins Sonnenschiff nach Freiburg. Thema des Abends war: „Alles Wachstum oder was? Was wir für eine zukunftsfähige Wirtschaft brauchen.“ Zu Beginn der Veranstaltung stellte Ralf Fücks (Vorstand der Heinrich Böll Stiftung) den mehr als 100 interessierten Zuschauern sein Buch „Intelligent wachsen: Die grüne Revolution“ vor. Im Anschluss diskutierten Gerolf Hanke (Netzwerk Wachstumswende) und Wolfgang Heck (Taifun Tofu, Life Food GmbH) seine zentralen Thesen.

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Buchrezension: „Es reicht! Abrechnung mit dem Wachstumswahn“ (Serge Latouche)

„Degrowth oder Barbarei“ (S. 25) – das sind für Serge Latouche, Vordenker und Gallionsfigur der französischen Wachstumskritik, die Alternativen, vor denen die jetzige Wachstumsgesellschaft steht. In „Es reicht! Abrechnung mit dem Wachstumswahn!“, dem in Frankreich bereits 2007  erschienenen Manifest der Décroissance- bzw. Degrowth-Bewegung, das nun erstmals auch auf Deutsch erschienen ist, fordert er einen grundlegenden Bewusstseins- und Politikwandel weg von der Konsumgesellschaft hin zu einer Gesellschaft der Wachstumsrücknahme („Degrowth“). Die vollständige Rezension finden Sie hier.

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