Newsletter

Januar 2015

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Liebe Newsletter-Abonnent*innen,

das Jahr 2015 ist noch jung – es wird aber für viele Fragen einer zukunftsfähigen Wirtschaft entscheidende Debatten mit sich bringen. Für das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP stehen weitere Verhandlungsrunden an. Die jüngsten Äußerungen, z.B. von Landwirtschaftsminister Schmidt, lassen uns Schlimmes befürchten, wenn wir auf die Errungenschaften einer regionalen, bäuerlichen und gentechnikfreien Landwirtschaft schauen. Am 17.1.2015 werden daher wieder zehntausende Menschen gegen Agrarindustrie, Gentechnik und TTIP auf die Straße gehen. Kommen Sie mit!

2015 ist aber auch das Jahr, in dem die internationale Klima-Diplomatie beweisen muss, dass sie kein zahnloser Tiger ist. Es gilt, in Paris endlich ein neues, ambitioniertes Klimaabkommen zu beschließen.

Für UnternehmensGrün steht der Januar im Zeichen der europäischen Vernetzung. So findet z.B. am 29. Januar gemeinsam mit Incubaeco in Madrid ein Workshop für nachhaltige Start-ups statt, für den es noch freie Plätze gibt. Bei Interesse melden Sie sich bei Juliane Reiber.

Wir wünschen Ihnen ein Jahr voller Tatkraft und (erneuerbarer) Energie, beste Grüße vom ganzen Team und Ihrer Katharina Reuter

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Kooperation: Greening Europe’s Economy

UnternehmensGrün und Incubaeco aus Madrid (Spanien) initiieren 2015 ein europäisches Netzwerk, um nachhaltige Unternehmer*innen und Start-ups zu unterstützen. Auch Incubaeco setzt sich als spanische Plattform für Nachhaltigkeit und die Stärkung der „Green Economy“ ein. Das Projekt „Ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften europäisch denken“ wird durch eine Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamtes unterstützt. Am 29. Januar findet der erste Workshop für nachhaltige Start-ups in Madrid statt, für den es noch freie Plätze gibt. Bei Interesse melden Sie sich bei Juliane Reiber.

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Nein zu TTIP: UnternehmensGrün unterstützt europäische Bürgerinitiative

Die selbstorganisiserte europäische Bürgerinitiative "Stop TTIP" hat die für ihr Gelingen erforderlichen 1.000.000 Unterschriften aus ganz Europa in Rekordzeit erreicht. Die am 7. Oktober 2014 gestartete Bürgerinitiative benötigte lediglich zwei Monate, um die erforderlichen Unterzeichner*innen aus mindestens sieben europäischen Ländern zusammenzubekommen. Mehr als 330 Organisationen unterstützen die Petition, so auch UnternehmensGrün. Mit Irland ist nun das zehnte Land hinzugekommen, das das erforderliche Quorum erfüllt hat. Wenn Sie sich beteiligen wollen, klicken Sie hier.

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Neuer AKW-Reaktor: Jetzt protestieren!

Wie bereits in unserem Dezember-Newsletter berichtet, setzt sich unser Mitglied, die EWS Schönau, gegen die Subventionierung eines AKW-Reaktorneubaus in Groß-Britannien ein. „Hinkley Point C“ soll durch ein Betreiber-Konsortium unter der Führung des französischen Staatskonzerns Électricité de France, dem außerdem die französische Firma Areva sowie zwei chinesische Unternehmen angehören, gebaut werden. Eine Reihe von staatlichen Fördermaßnahmen sollen die Umsetzung des Projektes sicherstellen, die EU-Kommission genehmigte diese Subventionen. Dagegen reichten die EWS Schönau nun Beschwerde bei der neuen Kommission ein. Beteiligen Sie sich an der Kampagne unseres Mitglieds, wie es bereits über 17.500 Menschen getan haben!

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2015: Neumarkter Nachhaltigkeitspreis

Der Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu ist aus dem Deutschen Umweltpreis hervorgegangen, den Dr. Franz Ehrnsperger 2001 erhalten hat. Das Preisgeld investierte der Unternehmer in eine neue Flaschenwaschanlage, die weniger Energie und Wasser verbraucht. Das dadurch gesparte Geld stiftet er seit 2002 den Preisträgern des Nachhaltigkeitspreises – jährlich insgesamt 10.000 Euro. Preisträger kann jeder werden, der durch sein Engagement die Kultur der Nachhaltigkeit fördert – unter ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekten. Im vergangenen Jahr wurde unter anderem unser Mitglied Naturstrom AG geehrt. Bewerbungsschluss ist der 28.02.2015.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

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Genuss: Europas erste Bio-Bar

Das UnternehmensGrün-Mitglied Blumberg, die ökologische Event- und Kommunikationsagentur, betreibt seit Oktober 2014 Deutschlands erste mobile Bar, die auch öko-zertifiziert ist. Die Gründer Manuel Uez und Markus Merkle achten besonders auf die Regionalität der verwendeten Produkte sowie darauf, dass diese den Demeter- oder Biolandstandards entsprechen. Die Bar kann zu allen Anlässen inklusive professionellem Barkeeper gebucht werden. „Mit unserem Bio-Barkonzept leisten wir einen kleinen Beitrag, fördern ökologisches Bewusstsein in der Gesellschaft und machen Bio dort erlebbar, wo Menschen gerne und ungezwungen zusammenkommen“, so Gründer Merkle.

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Neue Mitglieder I: Der Marktladen

Ausgangspunkt für die Gründung des Marktladens vor 23 Jahren war der Aufbau einer regionalen Vermarktung von Biolebensmitteln. Bioland-Landwirte in der Region Neckar-Alb schlossen sich zusammen und bündelten ihr regionales Angebot. Mit Michael Schneider und seiner Frau trafen sie auf zwei Menschen, die schon damals die Vision einer kooperativen und regionalen Zusammenarbeit zwischen Erzeuger und Handel hatten. Seither wird das regionale Sortiment ständig ausgebaut. Angefangen hat alles auf 15 qm in der damaligen Markthalle Kelter in Tübingen. Aufgrund der hohen Nachfrage ist der Marktladen seit 2004 auf 500 qm in der Nähe des Hauptbahnhofs beheimatet. Im Februar 2007 wurde ein zweiter Markt in ähnlicher Größe eröffnet. Aktuell arbeiten über 80 Menschen für die beiden Märkte. Zwei Drittel des Umsatzes wird in Bedienung erwirtschaftet.

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Neue Mitglieder II: Regionalwert AG Bürgeraktiengesellschaft

Die Regionalwert AG Bürgeraktiengesellschaft, gegründet 2006 bei Freiburg, leistet einen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen, ökologischen und regionalen Entwicklung. Dazu schafft sie Wertschöpfungsnetzwerke aus Produzenten, Händlern, Verarbeitern und Dienstleistern. Durch die öffentliche Ausgabe von Namensaktien generiert sie Finanzkapital, mit dem sie sich an kleinen und mittleren Betrieben der ökologischen Landwirtschaft sowie der Verarbeitung und Vermarktung von deren Produkten beteiligt. Bis heute haben über 500 Aktionäre insgesamt 2,3 Mio. Euro eingelegt, mit dem 19 Betriebe finanziert wurden. Die Bereitstellung von Eigenkapital für Existenzgründer und Betriebsnachfolger und die Unterstützung bei Fragen der Betriebsführung stehen im Zentrum der Tätigkeit. Bis zum 31.Januar 2015 gibt die Regionalwert AG neue Aktien aus. Der Wertpapierprospekt ist auf der Internetseite der AG abrufbar.

 

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Termine: Demonstration und Konferenzen

22. Januar | Auftaktpressekonferenz Ecopreneur.eu
29. Januar | Videoworkshop für nachhaltige Start-ups
13. März |
Wie steht es um die Gentechnikfreiheit auf dem Acker?
26. März | Was wir für eine zukunftsfähige Wirtschaft brauchen

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